"Das Unentschieden ist viel zu wenig"

Stimmen zum Spiel

Ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen endete am Ende 2:2-Unentschieden (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 27.02.2016 // 19:34 Uhr

Aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky

Geführt, zurückgelegen und am Ende noch einen Punkt erkämpft – doch mit dem 2:2 gegen den direkten Konkurrenten aus Darmstadt konnte sich von den Grün-Weißen nach Abpfiff keiner zufrieden zeigen. Verständlich, verpassten Wiedwald, Pizarro und Co. doch erneut einen Heimsieg und drei wichtige Zähler. „Wir holen einfach nicht die Dreier, die man im Abstiegskampf zuhause holen muss. Das war unter dem Strich zu wenig“, zeigte sich Felix Wiedwald verärgert. „Wir sind sehr enttäuscht. Es nervt, dass wir wieder nur einen Punkt geholt haben. Dass die Fans unzufrieden sind, ist verständlich“, befand Cheftrainer Viktor Skripnik.

Auch Zlatko Junuzovic, der wieder zur Startformation gehörte, zeigte sich im Anschluss an die Partie verärgert über die zwei unglücklichen Gegentreffer. „Die billigen Tore gegen uns sind bezeichnend für unsere Situation. Zum Glück macht Claudio noch das 2:2 und verhindert damit den Super-GAU, aber das Unentschieden ist natürlich viel zu wenig“, sprach der Österreicher Klartext.

WERDER.DE hat sich nach dem vierten Heim-Remis der Saison unter den Protagonisten des Spiels umgehört und fasst die wichtigsten Stimmen zusammen.

Die Szene, die zum Elfmeter für Darmstadt führte (Foto: nordphoto).

Zum Spielverlauf:

Zlatko Junuzovic: „Wir sind alle sehr enttäuscht. Es hat eigentlich ganz gut angefangen, wir sind endlich mal in Führung gegangen. Aber wir bekommen viel zu einfache Gegentore und bestrafen uns dadurch selbst. Insgesamt war das Spiel sehr zerfahren - viele hohe Bälle, viele Zweikämpfe, viele Fouls. Der Kopf spielt eine große Rolle, es war eine Blockade da, das lässt es sich nicht so einfach Fußball spielen.“

Thomas Eichin: „Wir ärgern uns sehr über dieses Unentschieden. Vom Engagement her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber der Abstiegskampf findet im Kopf statt. Uns fehlt das Glück, das Ding auch mal über die Linie zu drücken und hinten sind wir in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug.“

Fin Bartels: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben vieles versucht und dann wieder ein dummes Gegentor kassiert. Die Aufholjagd kurz vor Schluss war dann am Ende zu wenig.“

Felix Wiedwald: „Wir gehen in Führung und müssen diese dann einfach mal halten. Natürlich sind wir nicht zufrieden. Wir hatten Chancen zur erneuten Führung, haben sie aber nicht genutzt.“

Viktor Skripnik: „Das ist Abstiegskampf. Beide hatten zu Beginn Angst, Fehler zu machen. Danach haben beide volle Pulle nach vorne gespielt. Wir waren nicht effektiv genug und haben unnötige Standards verursacht. Das ist seit einigen Spielen unser Problem. Zudem schießen wir einfach zu wenige Tore, obwohl wir den Gegner im zweiten Durchgang beherrscht haben. Ein Lupfer in den Strafraum reicht, um wieder ein Gegentor zu kassieren.“

Zum Elfmeter vor der Pause:

Felix Wiedwald: „Der Ball kommt in die Schnittstelle, ich treffe ihn und so kassieren wir einen sehr ärgerlichen Elfmeter kurz vor der Pause. Das war natürlich schlecht für die Psyche.“

Zlatko Junuzovic: „Wir müssen die Situation vorher klären, da haben wir drei, vier Mal am eigenen Strafraum einen Pressschlag.“

Thomas Eichin: „Den Elfmeter kann man geben. Aber der Schiedsrichter hat insgesamt keine klare Linie gehabt. Besonders bei Luftduellen wussten die Spieler nicht, was gepfiffen wird und was nicht. Das hat Darmstadt in die Karten gespielt, weil sie sehr gute Standards schießen.“

Viktor Skripnik spürt die Rückendeckung von Vereinsführung und Fans (Foto: nordphoto).

Zum Abstiegskampf:

Thomas Eichin: „Die anderen Mannschaften haben gepunktet und der Druck wird immer größer. Der Abstiegskampf ist nicht vergnügungsteuerpflichtig. Aber man muss der Mannschaft auch wieder die Lockerheit geben, wir dürfen nicht verkrampfen."

Anthony Ujah: „Der Abstiegskampf ist sehr hart. In diesen Situationen spielt der Charakter der Mannschaft und jedes einzelnen eine große Rolle. Es ist wichtig, dass wir als Team zusammenhalten, stehen bleiben und unseren Spirit nicht verlieren.“

Zum Trainer:

Felix Wiedwald: „Er ist der richtige Mann. Er hat uns an der Linie pepusht, war sehr engagiert und ich denke, die Mannschaft ist couragiert aufgetreten und hat viel investiert.“

Zlatko Junuzovic: „Dafür bin ich nicht der richtige Ansprechpartner. Ich bin Spieler und versuche auf dem Platz immer alles zu geben, das ist mein Job. Das Trainerteam versucht auch alles und man kann der Mannschaft ja beim Einsatz auch keinen Vorwurf machen, aber es ist viel Krampf dabei. Wir laufen, wir kämpfen, aber brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.“

Thomas Eichin: „Wir müssen als Verein aus dieser Situation und nicht alles auf den Schultern des Trainers abladen. Dafür steht Werder. Wir haben unsere Art, damit umzugehen. Es ist eine große Drucksituation – für den Verein, nicht nur für den Trainer – aus der wir gemeinsam rauskommen müssen. Mannschaft und Trainer arbeiten sehr gut zusammen, ich kann keinen Bruch erkennen.“

Viktor Skripnik: „Vertrauen ist für jeden Trainer wichtig. Ich spüre die Unterstützung des ganzen Vereins. Dafür steht Werder seit Jahren. Ich bin seit 20 Jahren im Verein, Werderaner mit ganzem Herzen und gebe weiter Gas.“

Zum Auswärtsspiel in Leverkusen:

Fin Bartels: „Wir haben nichts zu verlieren, da Leverkusen als klarer Favorit ins Spiel geht. Wir müssen mit allem fighten, was wir haben.“

Felix Wiedwald: „Wir haben in Leverkusen gezeigt, dass wir gewinnen können, auch wenn das ein anderer Wettbewerb war. Das müssen wir erneut abrufen.“

Anthony Ujah: „Wir fahren nicht nach Leverkusen, um irgendwie ein Unentschieden zu klauen. Wir müssen jetzt in jedem Spiel Punkte wollen.“

Viktor Skripnik: „In drei Tagen steht schon das nächste Spiel an. Im Keller hilft es nicht, nur den Kopf zu schütteln und aufzustecken. Wir können auswärts immer etwas holen in dieser Saison, aber Leverkusen wird nicht das entscheidende Spiel sein. Es bleibt bis zum letzten Spieltag eng, fünf bis sechs Mannschaften kämpfen bis zum Schluss um den Klassenerhalt.“

Thomas Eichin: „Nichts ist vergleichbar mit Siegen und die brauchen wir jetzt wieder."

 

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