Angenehm Akribisch!

Florian Kohfeldt über Trainingsinhalte und Bedingungen in Algorfa

Erlebt eine wissbegierige Mannschaft: Florian Kohfeldt (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 04.01.2018 // 17:33 Uhr

Seit dem Neujahrstag weilt der Werder-Tross mit 22 Feldspielern und drei Torhütern im Süden Spaniens, um sich optimal auf den Rückrundenauftakt gegen die 1899 Hoffenheim vorzubereiten. Das Mannschaftsquartier „Hotel la Finca Golf & Spa Resort“ eingebettet in frühlingshafte Temperaturen und ausgestattet mit einem teppichgleichen, sattgrünen Trainingsplatz bieten den perfekten Rahmen. Den Rahmen für intensive Trainingsarbeit.

„Ich muss zugeben, ich habe mich schon sehr auf die Sonne gefreut“, erklärt Cheftrainer Florian Kohfeldt mit einem zufriedenen Grinsen nach der Einheit am Mittwochmorgen. Sonne inklusive Temperaturen von über 20 Grad gibt es in Algorfa, unweit von Alicante, reichlich. „Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig. Unsere Einheiten dauern teilweise zwei Stunden, wir korrigieren immer mal wieder etwas und sind dadurch auch mal ein paar Minuten nicht in Bewegung. In Bremen wäre das in der Form bei dem aktuellen Wetter gar nicht möglich“, so Kohfeldt. Auch mit Hotel, dem Zustand des Trainingsgrüns und der Verpflegung ist der Cheftrainer „hochzufrieden“. 

Das Auge fürs Detail zeichnet Florian Kohfeldt aus (Foto: nordphoto).

Zufrieden ist der Coach auch mit dem Spirit und Trainingsfortschritt seiner Schützlinge. „Die Jungs haben ihre Hausaufgaben zwischen den Feiertagen erledigt und sind alle topfit. Im Training spüre ich eine hohe Bereitschaft. Wir haben die ersten Einheiten an unserem Offensivspiel gearbeitet. Im Bereich der Staffelung hat sich das Team beispielsweise schon viel Positives erarbeitet.“ Die Grün-Weißen, das würde jeder Beobachter mit voller Überzeugung  augenblicklich unterschreiben, werkeln mit hoher Akribie unter der Sonne Spaniens am eigenen Spiel, wobei Kruse, Delaney und Co. sowohl im körperlichen aber auch im geistigen Bereich gefordert sind. „Mir ist schon klar, dass unsere Trainings nicht nur fordernd für die Beine, sondern auch für den Kopf sind, aber die Jungs ziehen super mit und nehmen diese Art von Training sehr gut an“, lobt  der Fußballlehrer. Dazu ist bei jeder Übung eine große Portion Ehrgeiz und in jedem „Trainingsspielchen“ ein ausgeprägter Siegeswille bei den Grün-Weißen  zu spüren. „Das ist positiv. Wir müssen es  hassen zu verlieren – im Training und im Spiel.“

Neben dem Platz bietet ein Trainingslager dazu den exklusiven Vorteil, als Gruppe maximal viel Zeit miteinander zu verbringen: „Jeder Spieler wird hier noch ein Einzelgespräch mit dem kompletten Trainerteam führen. Darüber hinaus  rücken wir als Team noch enger zusammen und haben die Möglichkeit durch viele Sitzungen Inhalte mit der Mannschaft vor-  und nachzubereiten. Klar geht sowas grundsätzlich auch in Bremen, wenn man den ganzen Tag im Stadion bleibt, aber dann fährt man abends nach Hause und hat logischerweise noch andere Sachen im Kopf“,  unterstreicht Kohfeldt die Bedeutung der totalen Fokussierung auf das Wesentliche in Algorfa. 

Nach fünf intensiven Trainingseinheiten bekommt die Mannschaft den Donnerstagnachmittag frei, um den Kopf freizukriegen und die Beine ein wenig auszuschütteln.  Auch der Cheftrainer wird sich dann eine kleine Verschnaufpause gönnen: „Wir werden den morgigen Tag  vorbereiten und uns mit dem Funktionsteam austauschen, aber dann gehe ich davon aus,  dass auch  wir Trainer eine Stunde Sonne tanken können“, verabschiedet sich der Chefcoach  mit einem Lächeln aus dem Gespräch.

 

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