Physis versus Adler-Stress

Der Vorbericht zum Frankfurt-Spiel
Milot Rashica ist gegen Eintracht Frankfurt einsatzbereit (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Dienstag, 02.06.2020 / 17:52 Uhr

Von Mirko Vopalensky

Auf den 29. Spieltag folgt der 24. Spieltag. Zumindest für den SV Werder Bremen und seinen Gast Eintracht Frankfurt. Denn am Mittwochabend, 03.06.2020, 20.30 Uhr (live bei Sky und ab 19.30 Uhr im betway Live-Ticker sowie kurz vor Anpfiff im Live-Radio WERDERfm auf WERDER.DE) empfängt der SVW im wohninvest WESERSTADION die Eintracht vom Main zum Nachholspiel. Diese ursprünglich für den 01.03.2020 angesetzte Partie wurde von der DFL verschoben, nachdem das Zwischenrunden-Rückspiel in der UEFA Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und RB Salzburg kurzfristig aufgrund einer Orkanwarnung verlegt werden musste. Nun gab es für beide Teams genügend Vorbereitungszeit und Werder Bremen zeigt sich bereit, den guten Trend der letzten Spiele fortzusetzen.

Das Personal: Es klingt wie Musik in den Ohren aller Werderaner: Der Werder-Trainer kann gegen Eintracht Frankfurt auf sämtliche Spieler zurückgreifen, die am vergangenen Samstag beim 1:0-Auswärtssieg beim FC Schalke 04 im Einsatz waren. Dazu zählen auch Leonardo Bittencourt und Milot Rashica, die den Platz in Gelsenkirchen vorzeitig mit Blessuren verlassen hatten (zur Extrameldung). Zudem kehrt Milos Veljkovic nach seiner Gelbsperre zurück und auch die Spieler, die zuletzt nicht im Kader standen, sind einsatzfähig. Bis auf die Langzeitverletzten Füllkrug, Toprak, Möhwald und Pizarro sowie dem seit kurzem an einer Hüftverletzung laborierenden Nuri Sahin kann Kohfeldt also aus dem Vollen schöpfen. Egal, wen Florian Kohfeldt aufstellt, er erwartet vom ganzen Kader das Gleiche: "Fernab von persönlichen Interessen komplett dabei sein" und "alles für den Erfolg der Mannschaft geben." So, wie es auch schon in der letzten Woche spürbar der Fall war.

Ohne Netz und doppelten Boden

Florian Kohfeldt will im Nachholspiel punkten (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zum Spiel: "Wir haben es endlich geschafft, den Kader zusammen zu haben und fit zu sein", sagt Florian Kohfeldt mit Bezug auf Werders Verletztenmisere der bisherigen Saison. Eine Tatsache, die gegen die SGE nicht zu verachten ist. Denn der SVW-Coach erwartet ein physisches Spiel: "Eintracht ist eine Mannschaft, die grundsätzlich sehr über die Physis kommt und versucht, viel über Wucht zu regeln. Doch man sollte nicht unterschätzen, dass sie sehr gute Fußballer haben." Exemplarisch nennt der 37-Jährige Spieler wie Silva, Kamada, Rode, Hasebe, Kostic und Dost. "Es paart sich Physis und die Idee des Trainers, viel über Stress zu lösen und immer wieder Druck auf den Ball zu bekommen, mit einer hohen fußballerischen Qualität." Klingt nach keiner leichten Aufgabe für die Grün-Weißen. Doch vordergründig richtet Kohfeldt den Blick auf die eigene Mannschaft, denn er betont: "Wir haben nur noch diese Chancen. Es gibt kein Netz und keinen doppelten Boden mehr – wir müssen!" Damit meint er natürlich das Siegen. Helfen soll dabei eine gewisse Unzufriedenheit, die trotz der jüngsten Erfolge herrscht und hilft, "im Tunnel" zu bleiben.

Das letzte Duell: Das letzte Aufeinandertreffen zwischen SVW und SGE ereignete sich kurz vor der Corona-Pause, als die Frankfurter die Bremer am 04.03.2020 zum Viertelfinale des DFB-Pokal empfingen. In der Commerzbank-Arena konnte der Klub vom Main mit einem 2:0-Sieg den Halbfinaleinzug feiern (zum Spielbericht). Das letzte Bundesligaspiel zwischen den beiden Mannschaften fand hingegen keinen Sieger. Am 7. Spieltag erlebten die Zuschauer vor allem eine turbulente Schlussphase. In der 88. Minute drehte André Silva mit seinem Treffer zum 2:1 das Spiel, in dem Werder in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Davy Klaassen in Führung ging. Sebastian Rode egalisierte diese zu Beginn des zweiten Durchganges und fühlte sich nach Silvas spätem Treffer womöglich schon als sicherer Sieger. Doch nachdem Hasebe in der Nachspielzeit Klaassen im Sechzehner zu Fall brachte, rettete Milot Rashica mit dem verwandelten Strafstoß einen Bremer Punkt in Hessen (zum Spielbericht).

Wohltuendes Zahlenwerk

Davy Klaassen will wieder eine wichtige Rolle einnehmen (Foto: nordphoto).

Wohltuende Statistik: Da Florian Kohfeldt sich selbst als nicht abergläubisch bezeichnet, wird es ihn nicht sonderlich interessieren, dass der SV Werder Bremen in der Bundesliga nur gegen den FC Schalke 04 häufiger gewann als gegen Eintracht Frankfurt (42 Mal). Und wenn wir schon mal dabei sind: Die "Adler" sind seit vier Bundesligaspielen gegen den SVW sieglos.

Von Rückkehrern und Verwarnten: Nicht nur bei den Grün-Weißen kehrt ein Spieler nach der fünften Gelben ins Aufgebot zurück, sondern auch bei der Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Defensivspieler Stefan Ilsanker kann in der Startelf der Gäste zurückerwartet werden. Währenddessen muss Lucas Torró nach seiner Gelb-Roten Karte vom vergangenen Samstag pausieren und Daichi Kamada, Sebastian Rode sowie Goncalo Paciencia müssen mit jeweils vier Gelben Karten auf der Hut sein, damit sie das Schicksal der Zwangspause nicht in naher Zukunft ereilt. Bei Werder ist Kevin Vogt der einzige Spieler, der von einer Sperre bedroht ist.

Der Schiedsrichter: Die Ansetzung des Schiedsrichtergespanns gibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aufgrund der aktuellen Situation erst am Spieltag nach einer negativen Corona-Testung der Unparteiischen vom Vortag bekannt.

Alles zum Spiel: Wie immer ganz nah dran! Ab 19.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker von der Bundesliga-Partie. Zusätzlich können die kompletten 90 Minuten im neuen Werder Live-Radio (#WERDERfm, ab 20.20 Uhr auf Sendung) verfolgt werden. Sky zeigt das Spiel des SVW live. Zudem können alle Abonennten von WERDER.TV die Partie unmittelbar nach Spielende im re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung sehen. Jetzt Abonnent werden!

 
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