Kruse: "Echte Standortbestimmung souverän bestanden"

Die Stimmen zum Schalke-Spiel

Die Grün-Weißen durften gegen Schalke das Bestehen eines echten Härtetests feiern (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 20.10.2018 // 22:26 Uhr

Von Yannik Cischinsky, Christoph Pieper und Alexander Werner

Werder reitet weiter auf der Erfolgswelle. Die Grün-Weißen können nach dem 2:0-Sieg auf Schalke (zum Spielbericht) zumindest für eine Nacht auf Platz zwei der Tabelle residieren. „Eine wirklich schöne Momentaufnahme“, freute sich Nuri Sahin, den vielmehr aber die „ordentliche Spielweise“ und die „stabile Punkteausbeute“ optimistisch stimmt. Dass sich Werder nach dem 8. Spieltag als Spitzenmannschaft bezeichnen könne, wollte trotz zufriedener Mienen keiner der Grün-Weißen unterschreiben. „Das heutige Spiel war eine echte Standortbestimmung, die wir souverän bestanden haben, aber als Spitzenteam würde ich uns deswegen nicht bezeichnen“, erklärte Kapitän Max Kruse.

WERDER.DE hat sich umgehört und fasst die O-Töne der siegreichen Werderaner zusammen.

Zum Spielverlauf:

Nuri Sahin freute sich mehr über die gute Spielweise als über den Tabellenplatz (Foto: nph).

Nuri Sahin: „Schalke hat uns alles abverlangt. Erst nach 30 Minuten haben wir es mit einem anderen Spielaufbau geschafft, Max besser ins Spiel zu bekommen und über die Außenverteidiger gefährlicher zu werden. In der zweiten Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel von uns, eine reife Leistung des Teams.“

Max Kruse: "Wir standen sicher und haben unsere Chancen eiskalt genutzt. Das war heute eine echte Standortbestimmung und wir haben sie souverän bestanden."

Florian Kohfeldt: „Wir sind sehr glücklich, dieses schwierige Spiel gewonnen zu haben. Am Ende war es in meinen Augen verdient. Wir haben die Balance gefunden, die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht – vor der Pause und in einer harten Phase. Das war sehr reif vom Team, eine sehr erwachsene Leistung. Sie haben sich nicht locken lassen, hatten viel Spielkontrolle. Ich muss ihnen eine großes Kompliment aussprechen.“

Sebastian Langkamp: „Es war am Anfang ein zähes Spiel. Wir konnten Schalke unser Spiel nicht aufzwängen und dennoch haben wir kurz vor der ersten Halbzeit eiskalt zugeschlagen. Mit meiner Einwechslung haben wir auf die Systemumstellung von Schalke auf zwei Stürmer reagiert. Ich denke, alle Einwechselspieler haben ihre Sache heute gut gemacht.“

Niklas Moisander: „Heute waren wir sehr effektiv bei unserer Chancenverwertung. Alle in der Mannschaft haben auf dem Platz einen sehr guten Job gemacht.“

Ex-Bremer Naldo: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Insgesamt hat Werder es aber cleverer gespielt als wir und verdient gewonnen.“

Zum Tabellenplatz:

Ein kurzer Moment der Euphorie: Eggestein, Klaassen und Co. feiern mit den Werder-Fans (Foto: nordphoto).

Nuri Sahin: „Das ist eine schöne Momentaufnahme. Wir freuen uns, dass wir eine ordentliche bis gute Spielweise an den Tag legen und die Punkteausbeute stabil ist. Das ist für mich wichtiger als der Tabellenplatz.“

Maximilian Eggestein: „Wir nehmen den zweiten Tabellenplatz gerne an, wissen aber auch, dass noch viele Spiele zu bestreiten sind.“

Max Kruse: "Wir nehmen diesen Lauf, diese Euphoriewelle gerne mit. Es gibt allen Grund dazu, denn wir spielen ansprechenden, offensiven Fußball. Wenn wir vor der Saison ganz offensiv den Anspruch formulieren, europäisch spielen zu wollen, dann müssen wir das auch mit Leistungen untermauern. Momentan gelingt uns das sehr gut, aber wir wissen alle, dass die Saison noch sehr sehr lang ist."

Sebastian Langkamp: „Wir müssen weiter hart arbeiten, aber freuen uns sehr und sind glücklich über den aktuellen Tabellenplatz.“

Werder, eine Spitzenmannschaft?

Nuri Sahin: „Uns zeichnet aus, dass wir eine echte Truppe sind. Wir haben Charaktere im Team. Aber als Spitzenmannschaft würde ich uns jetzt nicht bezeichnen.“

Florian Kohfeldt: „Die Punkteausbeute ist in Summe sehr ordentlich, aber wir sind keine Spitzenmannschaft.“

Sebastian Langkamp: „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist momentan enorm. Wenn wir so weitermachen, können wir Großes erreichen.“