Auf einer Wellenlänge

Gut gelaunt beantwortet Davy Klaassen die Fragen auf der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung (Foto: nph).
Profis
Samstag, 28.07.2018 // 09:03 Uhr

Von Max Brosta

Dienstagmorgen. Florian Kohfeldt macht sich früh auf den Weg zum Bremer Flughafen. Dort steigt der Cheftrainer des SV Werder in eine kleine Chartermaschine und fliegt nach Manchester. In der englischen Großstadt ist er mit Davy Klaassen verabredet. Ein Spieler, den die Grün-Weißen unbedingt verpflichten wollen – ein "absoluter Wunschspieler“ eben, wie ihn Kohfeldt nennt. Während sich der Werder-Coach im Landeanflug auf Manchester befindet, ist auch der niederländische Mittelfeldspieler auf den Weg zum gemeinsamen Treffpunkt.

Dienstagmittag. Kohfeldt und Klaassen sitzen zusammen und tauschen sich aus. Das dauert. „Wir haben drei Stunden über alles geredet“, verrät der 25-Jährige bei seiner Vorstellung, um dann fortzufahren: „Über die Stadt, den Verein sowie die Art und Weise wie wir Fußball spielen wollen.“ Das Eis zwischen beiden Protagonisten ist schnell gebrochen. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, findet der Neuzugang der Grün-Weißen. Diesen Eindruck teilt der Werder-Coach: „Es war ein sehr angenehmes Gespräch.“ Vor allem wie Kohfeldt ihm seine Spielphilosophie nahebringt, beeindruckt den Niederländer. „Das Ausschlaggebende war, wie er über den Fußball geredet hat. Er will Angriffsfußball, offensiven Fußball spielen“, so der Mittelfeldakteur.

Zeigte sein Können schon einmal im Weser-Stadion: Davy Klaassen (Foto: nordphoto).

Dienstagnachmittag. Klaassen lässt das Treffen Revue paisseren. „Ich hatte nach dem Gespräch mit dem Coach ein gutes Gefühl“, blickt er zurück. Auch Freundin Laura berichtet der niederländische Nationalspieler von dem Treffen. „Ich hab ihr gesagt, dass ich überzeugt bin“, so Klaassen. Aber er wolle „noch eine Nacht darüber schlafen.“ Das tut er auch. Am nächsten Morgen: das gleiche Gefühl. „Ich war noch immer überzeugt“, sagt er. Klaassen lacht. „Ich war mir sicher, dass ich für Werder spielen will.“

Kohfeldt fliegt ebenfalls positiv gestimmt zurück nach Bremen. „Nach wie vor hatte ich das Gefühl, dass es sehr gut passen könnte“, so der Cheftrainer. Dann geht alles ganz schnell. Am Donnerstag fliegt Klaassen in die Hansestadt. Medizincheck. Interview mit WERDER.DE. Freitagmorgen folgt die Unterschrift, Fotos im Weser-Stadion, die offizielle Vorstellung auf der Pressekonferenz. „Ich fühle mich hier sehr willkommen und bin glücklich, hier zu sein“, freut sich Klaassen. Über eine Sache muss er gleich mehrfach Auskunft geben: den Hauptgrund für seinen Wechsel an die Weser. „Es war das Treffen mit dem Trainer. Das zeigt einfach, dass man großes Vertrauen in mich hat." Der Kurztrip nach Manchester ist aufgegangen.