Klaassen: „Wollen attraktiven Fußball spielen“

Neuzugang Davy Klaassen im Interview

Davy Klaassen speaks to WERDER.TV in an interview (Photo: WERDER.DE).
Interview
Freitag, 27.07.2018 // 12:15 Uhr

Das Interview führte Yannik Cischinsky

Jetzt ist es fix. Davy Klaassen ist Werderaner (siehe Extrameldung). Am Donnerstagnachmittag landete der Flieger auf dem Bremer Flughafen, am Freitagmorgen setzte der niederländische Nationalspieler die letzte Unterschrift unter seinen neuen Vertrag. WERDER.DE hat sich mit dem 25-Jährigen über seine Ambitionen mit Werder, das Jahr in Everton und seine Persönlichkeit auf sowie neben dem Platz unterhalten.

WERDER.DE: Herzlich Willkommen in Bremen, Davy. Wie fühlt es sich an, bei Werder gelandet zu sein?

Davy Klaassen: „Vielen Dank! Ich fühle mich wirklich sehr gut und bin glücklich, in Bremen zu sein. Ich habe den Medizincheck absolviert und die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt. Jetzt ist alles fix. Das fühlt sich gut an.“

Moin Davy: Mit sofortiger Wirkung läuft Klaassen mit der Raute auf (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Wie ist dein erster Eindruck von Bremen?

Davy Klaassen: „Super! Das Wetter ist klasse. Ich hoffe, das bleibt so (lacht).“

WERDER.DE: Was war der Grund, warum du dich für Werder entschieden hast?

Davy Klaassen: „Die wichtigsten Gründe waren einerseits die Ambitionen des Klubs und andererseits die Art und Weise, mit der der Trainer spielen möchte. Ich habe mit Florian Kohfeldt in Manchester gesprochen und war danach wirklich total enthusiastisch. Er hat mir erklärt, wie wir spielen wollen und welche Rolle mir zukommt. Danach war für mich klar, dass ich zu Werder wechsele.“

WERDER.DE: Das letzte Jahr war sehr schwierig für dich, du hast nur sieben Spiele in der Premier League gemacht. Würdest du diese Erfahrung am liebsten aus deiner Karriere streichen?

Davy Klaassen: „Nein, wir können darüber reden. Das war einfach ein negatives Jahr für mich, was die Einsatzzeiten betrifft. Aber ich hatte eine tolle Zeit mit den Teamkollegen und den Menschen bei Everton. Das war wirklich gut. Nichtsdestotrotz: Ich will jedes Wochenende spielen, ich will auf dem Platz stehen und meine Leistung bringen können. Ich hoffe, dass ich das hier bei Werder unter Beweis stellen kann.“

Ich bin ein klassischer ‚box-to-box‘-Spieler.
Davy Klaassen

WERDER.DE: Was schießt dir durch den Kopf, wenn du Werder hörst?

Davy Klaassen: „Das erste, an das ich denken musste, war das Duell zwischen Ajax und Werder vor einigen Jahren im UEFA-Cup. Das war das erste Mal, dass ich Werder spielen sah. Aber natürlich verfolge ich die Bundesliga. Ich weiß um die Tradition von Werder. Und ich kenne Niklas Moisander aus der gemeinsamen Zeit bei Ajax Amsterdam. Ich habe mit ihm über Werder gesprochen. Er hat mir ausschließlich gute Dinge berichtet.“

WERDER.DE: Waren seine Aussagen ausschlaggebend für den Wechsel?

Davy Klaassen: „Er war natürlich nicht der eine Grund, aber mit seinen Aussagen hat er mir geholfen. Ich kenne ihn sehr lange und vertraue ihm. Ich weiß, dass er mir nur die Wahrheit erzählen würde. Deshalb habe ich ihn gefragt und er hat wie gesagt nur Positives zu berichten gewusst.“

Freut sich auf die Zeit in Bremen: Davy Klaassen (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Was sind deine Ziele mit Werder?

Davy Klaassen: „Wir wollen in der Liga auf jeden Fall besser abschneiden als in den letzten Jahren. Wir wollen einfach guten Fußball spielen, attraktiven und offensiven Fußball. Und natürlich gewinnen (lacht).“

WERDER.DE: Die Werder-Fans wollen dich kennenlernen: Wie würdest du dich als Spielertyp auf dem Feld beschreiben?

Davy Klaassen: „Das ist eine schwere Frage. Wer spricht schon gerne über sich selbst und seine Stärken? Ich würde sagen, ich bin ein klassischer ‚box-to-box‘-Spieler, der eine ganz gute Torquote aufweisen kann. Ich arbeite hart und bin sehr fokussiert auf das Spiel, vielmehr als auf mich selbst. Ich glaube, das ist meine Stärke.“

WERDER.DE: Und abseits des Platzes?

Davy Klaassen: „So verrückt ich auf dem Feld bin, so gechillt bin ich im Privatleben. Ich bin eher ein ruhiger Zeitgenosse. Ich glaube, dass ich witzig bin. Zumindest versuche ich es zu sein (lacht).“