Viertel vor halb

Vorbericht zum Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen

Für Theodor Gebre Selassie und Co. gilt es, Leverkusens Leon Bailey zu stoppen (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 05.02.2018 // 17:24 Uhr

Zusammengestellt von WERDER.DE und OPTA

Alles oder nichts! Hop oder Top! Es kann nur einen Sieger geben! Der Pokal hat durch seinen K.O.-Modus einfach einen ganz besonderen Reiz. Umso erfreulicher, dass die Grün-Weißen im Viertelfinale immer noch mit von der Partie sind und am Dienstagabend um 20.45 Uhr (live in der ARD und ab 20.30 Uhr im betway Live-Ticker) gegen Bayer Leverkusen um den Einzug unter die letzten vier Teams kämpfen werden. Mit der Werkself hat der SV Werder nach Schalke 04 in der Liga die nächste harte Nuss zu knacken. Dabei werden die Bremer vor Ort in Leverkusen von rund 4.000 Bremern im Stadion maximal unterstützt. Ein Pokalkracher bahnt sich an.

Die letzten Pokalduelle: 'Der Pokal hat seine eigenen Gesetzte' ist ein oft bemühter Spruch für das Phrasenschwein. Dabei ist es ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass dieser K.O.-Wettbewerb immer wieder ganz einzigartige Geschichten schreibt. Die Pokalgeschichte von Werder ist lang und ruhmreich, ebenso wie selbige, wenn es zum Duell mit Bayer Leverkusen kommt. Ziemlich genau vor zwei Jahren schlug der SV Werder die Werkself, ebenfalls im Viertelfinale in der BayArena mit 3:1. Dabei nahm das Match aus Bremer Sicht zunächst einen denkbar unglücklich Verlauf. Chicharito brachte die Hausherren durch einen verwandelten Elfmeter mit 1:0 in Front, doch Werder gab nicht auf und drehte die Partie noch vor dem Pausenpfiff durch Tore von Santiago Garcia und Claudio Pizarro auf 2:1. In der 82. Spielminute war es schließlich Florian Grillitsch, der mit seinem Treffer zum 3:1 den Endstand besorgte und Werders Einzug ins Halbfinale perfekt machte (zum Spielbericht). Nun steht am Dienstagabend wieder ein Viertelfinale in Leverkusen gegen Bayer 04 an. Cheftrainer Florian Kohfeldt glaubt allerdings nicht an ein vorprogrammiertes Deja-Vu-Erlebnis: „Beide Mannschaften haben sich personell und fußballerisch total verändert. Ich denke nicht, dass der gleiche Ort und die gleiche Pokalrunde eine Rolle spielen werden." Einer der beim DFB-Pokalsieg 2009 gegen Leverkusen - dem vorletzten Pokalduell mit Bayer - mittendrin war, ist Frank Baumann. Der ehemalige Mittelfeldspieler und aktuelle Geschäftsführer Fußball erinnert sich noch bestens an seinen letzten großen Auftritt als Aktiver. „So wünscht sich jeder seine Karriere zu beenden. Einige Szenen ist aus dem Spiel sind natürlich noch präsent, obwohl es schon einige Jahre her ist. Auch die Feierlichkeiten auf dem Platz waren besondere Momente.“ Mesut Özil erzielte damals auf Vorarbeit von Diego den umjubelten 1:0 Siegtreffer im Finale (jetzt anschauen).

Beim letzten Aufeinandertreffen im Pokal siegte Werder mit 3:1 (Foto: nordphot).

Das Personal: Der SV Werder muss auf Philipp Bargfrede verzichten. Auch die Langzeitverletzten Fin Bartels und Michael Zetterer stehen nicht zur Verfügung. Darüber hinaus kann das Trainerteam allerdings aus dem Vollen schöpfen. Bei Leverkusen ist lediglich ein Einsatz von Julian Baumgartlinger fraglich. Der Österreicher fühlt sich nach einem Infekt aber wieder besser.

Der Cheftrainer über den Gegner: „Leverkusen hat im Laufe der Saison schon durch gute Leistungen und Ergebnisse ein gewisses Selbstverständnis erspielt“, erkennt Florian Kohfeldt an. Eine große Stärke der Leverkusener sind bekanntermaßen die Flügelspieler. „Julian Brand und Leon Bailey haben eine extrem hohe Qualität. Beide sind sehr schnell und verfügen über viel Kreativität“, weiß Kohfeldt um die Stärken von Bayers Flügelzange. Auch im Spiel gegen den Ball operieren die Leverkusener unangenehm für ihre Gegner. „Die Stürmer laufen sehr früh an und lassen dann selten abreißen. Das wird uns fordern“, so der Werder-Coach, der sich im Duell mit den Rheinländern von seiner eigenen Mannschaft mehr Spieltiefe erhofft. „Wir werden Geduld brauchen um in diese Situation zu kommen, aber dann müssen wir uns trauen, die Räume in der Tiefe auch anzuspielen.“

Der Cheftrainer über die Bedeutung des Pokals: „Das ist für uns ein extrem reizvoller Wettbewerb. Für mich ist es überhaupt nicht so, dass wir diesem Wettbewerb aufgrund unserer Tabellensituation weniger Bedeutung beimessen sollten. Ganz im Gegenteil. Wir wollen und werden in Leverkusen alles reinwerfen, um ins Halbfinale einzuziehen“, gibt Kohfeldt die Marschroute vor. Auch der grandiosen Pokalhistorie von Werder Bremen kommt hierbei eine wesentliche Rolle zu. „Das ist schon etwas, auf das wir hier neue Spieler hinweisen. Bremen und der DFB-Pokal haben eine große Geschichte, deswegen freuen wir uns alle sehr auf die Partie. Neben den Wettbewerb an sich hat auch der K.O.-Modus für den Fußballlehrer einen speziellen Reiz. „Du weißt direkt nach der Partie, ob es für dich weitergeht oder nicht. Für eine Mannschaft gibt es kein danach. Das ist spannend und ich glaube, dass wir mit Spielern wie Max Kruse oder Niklas Moisander und der Mannschaft insgesamt eine Mentalität auf den Platz bringen werden, die diese Bedingungen durchaus auch genießen kann.“

Der Pokalknipser: Im Erstrundenspiel gegen die Würzburger war Ishak Belfodil noch im Dress von Standard Lüttich aktiv. In den darauffolgenden Auftritten im Pokal als Spieler des SVW hatte der Algerier in beiden Spielen einen entscheidenden Anteil am positiven Ausgang der Partien. Sowohl gegen Hoffenheim in der zweiten Runde, als auch gegen den SC Freiburg im Achtelfinale brachte Belfodil die Bremer mit 1:0 in Führung. „Es freut, dass es bisher so geklappt hat, zumal beide Spiele gegen Erstligaclubs waren. Aber ich gehe jedes Spiel in jedem Wettbewerb mit einer hohen Motivation an. Deswegen kann man nicht behaupten, der Pokal läge mir mehr als die Liga“, würde Belfodil sich nicht als klassischen Pokal-Experten beschreiben.

In der Liga unterlag Werder der Werkself zuletzt mit 0:1 (Foto: nordphoto).

Pokalschreck Werder: Im DFB-Pokal sollte sich kein Erstligist darüber freuen, wenn die Losfee den SV Werder aus der Kugel zaubert. Denn: Fünf der letzten sechs Pokalduelle mit Ligakonkurrenten gewannen die Grün-Weißen. Beinahe genau andersrum liest sich die Statistik der Werkself. Fünf von sieben Duellen mit Teams aus dem Oberhaus des deutschen Fußballs gingen verloren.

Der Schiedsrichter: Geleitet wird das Viertelfinale gegen die Leverkusener von Marco Fritz. Der Bankkaufmann aus dem württembergischen Korb ist seit 2009 Bundesliga-Schiedsrichter und pfiff bisher 119 Partien der Eliteklasse. Assistieren werden Fritz Dominic Schaal und Marcel Pelgrim. Robert Schröder ist als vierter Offizieller mit von der Partie, während der DFB zum ersten Mal im Pokal den Videobeweis einsetzt. Als Videoschiedsrichter werden Wolfgang Stark und Patrick Alt fungieren.

Das ganze Paket: Für alle Grün-Weißen auf Ballhöhe! Ab 20.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker live aus Gelsenkirchen! Zudem können alle Werderaner die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung bei WERDER.TV sehen!

 

 

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