Von wegen Formsache!

Der Vorbericht zum Leipzig-Spiel

Diesmal wollen Serge Gnabry und Co. gegen Leipzig auch am Ende die Nase vorn haben (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 16.03.2017 // 17:56 Uhr

Die aktuelle Verfassung des SV Werder lässt hoffen, der Blick auf die Tabelle dagegen verleitet keineswegs dazu, sich auszuruhen. Trotz der Serie von vier Spielen ohne Niederlage sind die Grün-Weißen vor dem Duell mit RB Leipzig am Samstag, 18.03.2017, 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) punktgleich mit Wolfsburg und dem Hamburger SV, der momentan den Relegationsplatz innehat. „Nach wie vor stehen wir unten drin, man sieht es deutlich beim Blick auf die Tabelle. Wir sind nicht die einzigen, die den Klassenerhalt schaffen wollen“, sagt Felix Wiedwald, fügt aber an: „Wenn wir weiter gewinnen, werden wir uns irgendwann absetzen können.“ Ein Heimsieg gegen die 'Roten Bullen' wäre der nächste Schritt in die richtige Richtung. Der Gast aus Sachsen kommt dabei vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt. Warum man sich auf das Momentum nicht verlassen sollte, weiß Werder-Coach Alexander Nouri: "Über die hohe Qualität und das Potential des Leipziger Kaders brauchen wir nicht diskutieren."

Warum es der ideale Zeitpunkt sein könnte, um auf den Tabellenzweiten zu treffen, welcher Werderaner vor seinem 50. Bundesligaspiel steht und welcher Schlüsselspieler dem Gast nicht zur Verfügung stehen wird, ist im Folgenden zusammengestellt.

Wussten Sie schon, dass…

... Leipzigs Form zu Jahresbeginn eine kleine Delle bekommen hat? Am letzten Wochenende gegen den VfL Wolfsburg wurde es deutlich: Vom gefährlichen Kombinations- und Umschaltfußball, der RB in der Hinrunde so stark machte, ist derzeit nicht ganz so viel zu sehen. Schon zum dritten Mal blieben die Leipziger in sieben Rückrundenspielen ohne eigenen Treffer, in der gesamten Hinrunde war dies nur zweimal der Fall – selbiges gilt übrigens auch für Niederlagen. Unter dem verletzungsbedingten Ausfall von Angreifer Yussuf Poulsen scheint das Offensivspiel schwer zu leiden, nur Ingolstadt (5), Hertha und Freiburg (je 7) kreierten in der zweiten Saisonhälfte weniger Großchancen.

Die Form der Grün-Weißen stimmt, nur die Bayern waren zuletzt noch besser (Foto: nordphoto).

… nur Bayern zuletzt in besserer Form war als der SVW? Vier Spiele in Folge hat Werder jetzt nicht mehr verloren. Nimmt Werder auch am Samstag gegen Leipzig mindestens einen Punkt mit, verlängern die Grün-Weißen diese Serie auf fünf, ähnlich also wie zum Ende des Kalenderjahres 2016. Der Unterschied: In den fünf Spielen zum Jahresausklang holte das Team von Alexander Nouri neun Punkte, aus den letzten vier Begegnungen sind es schon deren zehn! Nur der FC Bayern steht aufgrund des besseren Torverhältnisses in der Formtabelle besser da als Grün und Weiß.

… für Felix Wiedwald ein kleines Jubiläum bevorsteht? Großen Anteil an der guten Phase des SV Werder hat Keeper Felix Wiedwald. In den letzten vier Partien konnte Wiedwald 18 von 20 Schüssen (90 Prozent) auf seinen Kasten abwehren, kein Bundesligatorwart kann in derselben Periode einen ähnlich starken Wert aufweisen. Am letzten Spieltag feierte Werders Schlussmann in Leverkusen mit seinem ersten gehaltenen Elfmeter in der Bundesliga zudem eine Premiere, eine Woche später steht er nun vor einem Jubiläum. Drei Tage nach seinem 27. Geburtstag könnte Wiedwald sein 50. Bundesliga-Spiel für den SV Werder bestreiten.

… das Hinspiel in Leipzig der Auftakt einer Negativserie für Werder war? Keine guten Erinnerungen dürfte man in Bremen an das Hinspiel in Sachsen haben. Im ersten Pflichtspiel gegen die 'Roten Bullen' unterlag Werder mit 1:3, in der Folge gab es drei weitere Niederlagen gegen Freiburg (1:3), Schalke (1:3) und Frankfurt (1:2). Glücklicherweise konnte sich Werder mit dem bereits angesprochenen Schlussspurt zum Jahresende noch rechtzeitig von dieser Mini-Krise erholen, eine erneute Niederlagenserie sollte sich der SVW im sich aktuell zuspitzenden Abstiegskampf allerdings nicht erlauben.

 

Im Hinspiel sah Naby Keita seine erste gelbe Karte, jetzt fehlt er gesperrt (Foto: nordphoto).

… einer der wichtigsten Leipziger in Bremen fehlen wird? So richtig auf dem Zettel hatte Naby Keita vor dieser Saison niemand, doch der im Sommer aus Salzburg nach Leipzig gekommene Mittelfeldmotor ist mit vier Toren und acht Torvorlagen gleich zu einer der wichtigsten Stützen in der Mannschaft von Ralph Hasenhüttl geworden. Am 3:1-Sieg gegen den SVW in der Hinrunde hatte der 21-Jährige mit seinem Doppelpack großen Anteil. Nachlegen können wird Keita am Samstag aber nicht, gegen Wolfsburg sah er am letzten Spieltag seine fünfte Gelbe Karte und wird damit im Weser-Stadion fehlen.

… die Partie im Weser-Stadion von Christian Dingert geleitet wird? Zum dritten Mal pfeift der Lebecksmühler die Grün-Weißen in dieser Saison. Bisher gingen die Spiele unter Dingerts Leitung aus Werder-Sicht jeweils verloren, nach den Auswärtsniederlagen bei den Bayern und in Augsburg pfeift Dingert den SVW jetzt aber zum ersten Mal in Bremen. Mit dem 36-jährigen Diplom-Verwaltungswirt reisen die beiden Assistenten Tobias Christ und Dr. Martin Thomsen sowie der vierte Offizielle Markus Schüller in die Hansestadt.

… die Begegnung gegen RB Leipzig im Live-Ticker auf WERDER.DE und auf dem Smartphone verfolgt werden kann? Ab 15.15 Uhr am Freitag berichtet das Medien-Team der Grün-Weißen live aus dem Bremer Weser-Stadion und wird alle Informationen schnell und umfangreich direkt auf die Endgeräte der Werder-Fans bringen.

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE