Zweistelliger Torreigen: Werder besiegt Unterharmersbach 10:2

Sonntag, 06.10.2013 // 13:00 Uhr

Zweistelliger Torreigen am Sonntagvormittag. Werder Bremen gewann das Freundschaftsspiel gegen Südbaden-Bezirksligist FV Unterharmersbach, den Gewinner der TARGOBANK „Auffrischprämie", deutlich mit 10:2 (4:1)... 

Zweistelliger Torreigen am Sonntagvormittag. Werder Bremen gewann das Freundschaftsspiel gegen Südbaden-Bezirksligist FV Unterharmersbach, den Gewinner der TARGOBANK „Auffrischprämie", vor 3.000 Zuschauern im Sportpark Zell am Harmersbach deutlich mit 10:2 (4:1). In kurzweiligen 90 Minuten gelang gleich drei Bremern ein Doppelpack: Mateo Pavlovic, Tom Trybull und Melvyn Lorenzen. Ebenso trafen Levent Aycicek, Felix Kroos, Eljero Elia und Theodor Gebre Selassie. Auch die Gastgeber durften zwei Mal jubeln. Daniel Würz und Michael Schwarz erzielten die Tore für den FVU.

Cheftrainer Robin Dutt gab insbesondere den Spielern aus der Startelf der Stuttgart-Partie die wohlverdiente Regeneration. Angeführt vom international erfahrenen Theo Gebre Selassie bekamen die Zuschauer ein mit vielen hungrigen Talenten gespicktes Werder-Team im gewohnten 4-2-3-1-System zu sehen. Dabei feierten die lange verletzten Lukas Schmitz und Tom Trybull ihr Comeback im Bundesliga-Team.

Trybull mit einem Traumtor in den rechten Giebel

Theodor Gebre Selassie führte in Unterharmersbach die Werderaner als Kapitän aufs Feld.

Bis auf eine kleine Unkonzentriertheit zu Beginn nahmen die Grün-Weißen die Partie umgehend in ihre Hände. Mit einer sicher stehenden, wenn auch kaum geforderten Defensive im Rücken sorgte Werders überaus bewegliche, mutige und spielfreudige Offensivreihe aus Kobylanski, Aycicek, Hernandez sowie dem gestrigen Bundesliga-Debütanten Melvyn Lorenzen für gehörig Wirbel in Unterharmersbachs Hinterreihe. Insbesondere Levent Aycicek war an allen Ecken und Enden zu finden und wiederholt Ausgangspunkt von gefährlichen Angriffsaktionen. Erster Nutznießer von Ayciceks überzeugendem Auftritt hieß Mateo Pavlovic. Der Innenverteidiger hatte sich bei zwei Standards des Mitspielers auf den Weg nach vorn gemacht, seine 1,96 Meter jeweils wuchtig in die Höhe geschraubt und zwei Mal souverän eingeköpft (3., 16.).

Martin Kobylanski hätte in dieser Frühphase das Ergebnis schon weiter erhöht haben können, scheiterte aber erst am gut parierenden Dirk Haase im FVU-Gehäuse und gleich danach aus spitzem Winkel am Pfosten (10.). Ganz bitter für die Gastgeber, die Mitte der ersten Halbzeit mit einem richtig schönen Spielzug erstmals so richtig auf sich aufmerksam machten, dass Clemens Lehmann zwar Werder-Keeper Raphael Wolf als auch Pavlovic ausnahm, jedoch ins Straucheln kam und umfiel, anstatt zum Anschlusstreffer ins verwaiste Tor einzuschieben (25.) Das Sahnestück dieses Sonntagvormittags hielt derweil Tom Trybull bereit. Ayciceks Eckball fiel dem Mittelfeldspieler an der Strafraumgrenze vor die Füße, woraufhin er einen wunderbaren Außenristschuss in den rechten oberen Giebel zum zwischenzeitlichen 3:0 zementierte (29.).

Werder gelingen fünf Tore in den letzten 20 Minuten

Erster Einsatz bei den Werder-Profis nach seiner langen Verletzung: Lukas Schmitz konnte am Sonntag Spielpraxis sammeln.

Aber der FVU verzagte ob des bereits deutlichen Rückstandes und der vergebenen Großchance nicht. Ganz im Gegenteil. Unmittelbar nach Trybulls Ausrufezeichen ließ der eben erst eingewechselte Daniel Würz die Seinen dann doch ein Tor bejubeln (30.). In der verbleibenden Viertelstunde bis zum Pausenpfiff zogen die Bremer das Tempo wieder an. Schwede und Lorenzen verpassten nach energischen Vorarbeiten von Gebre Selassie weitere Treffer (40., 36.), außerdem zeichnete sich FVU-Schlussmann Haase gegen Hernandez aus (44.). Doch Melvyn Lorenzens 4:1 auf Vorlage Kobylanskis, das kaum eine Minute vor dieser Parade gefallen war, konnte auch Haase nicht verhindern.

Weitere Treffer sollten auch nach Wiederanpfiff nicht allzu lange auf sich warten lassen - und das sogar auf beiden Seiten. Zuerst trug sich wiederum Tom Trybull nach einem Eckball in die Torschützenliste ein (52.), ehe erneut die Unterharmersbacher und ihre Fans die Arme in die Luft reißen durften. Unter gütiger Mithilfe der grün-weißen Innenverteidigung samt Keeper Wolf traf Michael Schwarz zum 2:5 (56.). Werder agierte in diesen Minuten etwas zu schludrig, der FVU roch die Lunte. Clemens Lehmann kam viel zu frei zum Abschluss, verfehlte jedoch aus gut elf Metern (59.). Ebenfalls bekleidete FVU-Keeper Haase weiterhin aufmerksam seinen Posten. Er vereitelte die Versuche von Gebre Selassie und Aycicek (61., 65.). Dennoch agierten die Grün-Weißen in der Folge wieder zielstrebiger. Zudem mussten die Gastgeber langsam aber sicher ihrem leidenschaftlichen Auftritt Tribut zollen. Robin Dutts - mittlerweile auch auf einigen Positionen veränderte - Elf nutzte die aufkommende Müdigkeit des FVU. Levent Aycicek und Melvyn Lorenzen schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe (70., 72.), dazu trafen die eingewechselten Felix Kroos und Eljero Elia (79., 86.). Der Schlusspunkt zum zehnten Tor gelang dem heutigen Kapitän Theo Gebre Selassie kurz vor Abpfiff.

von Maximilian Hendel


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