Dutt vor Abreise: "Gebt noch mal Vollgas nächste Woche!"

Jerez 2014 vorbei: Robin Dutt zieht ein positives Fazit über das Trainingslager in Andalusien (Foto:nph).
Profis
Freitag, 17.01.2014 // 13:16 Uhr

Am Freitagvormittag, kurz nach 11.10 Uhr, endete die Vorbereitungszeit in Jerez de la Frontera für den SV Werder. Der kurz vor Trainingsschluss einsetzende starke Regenguss war das passende Signal:  Danke Jerez - Bremen, wir kommen zurück! Denn: Die Grün-Weißen trainierten insgesamt zehn Tage - mit Ausnahme der letzten Einheit - unter optimalen Bedingungen im Südwesten Spaniens. „Die Mannschaft hat super mitgezogen, das habe ich ihr eben auch schon gesagt. Wir konnten hier das komplette Programm durchziehen. Die taktischen Elemente konnten wir nach vorne bringen. Wir haben trotzdem gemerkt, dass wir alle eine schwierige Aufgabe bewältigen müssen. Es ging in Jerez Schritt für Schritt nach vorne", fasste Werder-Coach Robin Dutt noch am Trainingsplatz im letzten Gespräch mit den Medienvertretern zusammen.

In Jerez wurde der Fokus vor allem auf die Defensive gerichtet. „Wir haben eine Anpassung in der Defensivarbeit vorgenommen, also in der Art und Weise, wie wir den Zugriff auf den Gegner haben wollen. Ich denke, wir konnten in diesem Bereich eine Grundlage für die nächsten Wochen schaffen", so der Cheftrainer.

Nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt standen aber auch zwei Testspiele sowie die Kämpfe auf vielen Positionen oder die Frage nach der Nummer eins im Werder-Tor im Mittelpunkt. „Der Test gegen Bukarest war ein deutlicher Schritt nach vorn im Vergleich zu Beginn des Trainingslagers. Gerade gegen Bukarest habe ich viele wichtige Erkenntnisse ziehen können", blickt Dutt auf die Matches gegen NEC Nijmegen (0:1) und den rumänischen Rekordmeister Steaua Bukarest (0:0) zurück.

Ob Sebastian Mielitz oder - wie in den vergangenen vier Bundesligaspielen - Raphael Wolf gegen Eintracht Braunschweig im Tor stehen wird, ließ der Coach dagegen noch offen. „Es sind zwei unterschiedliche Typen mit unterschiedlichen Stärken. Es ist daher eine Entscheidung, die mit bestem Gewissen getroffen werden muss. In der nächsten Woche wird es dann in Rücksprache mit Marco Langner eine Entscheidung geben, wer die Nummer eins ist."

Darüber hinaus konnte sich Werders Cheftrainer in fast zwei täglichen Einheiten weiterhin einen Überblick verschaffen, wen er am kommenden Sonntag neben ‚Miele‘ oder Wolf einsetzen wird. Die Positionskämpfe lebten auch in Jerez weiter. „Wir haben in allen Mannschaftsteilen Spieler, die Konkurrenz aufbauen. Alle Positionen sind doppelt besetzt. Ich habe jedem gesagt: Gebt nochmal Vollgas nächste Woche", verriet Dutt, und ergänzte: „Die jungen Spieler haben einen guten Eindruck gemacht. Ich bin keiner, der total abgeneigt ist, mal einen Jungen vorzuziehen."

Einer dieser jungen Spieler könnte Luca Zander sein. Zwar musste der 19-Jährige, der sowohl in der U19 als aber auch in der U23 auf der rechten Verteidigerseite beheimatet ist, in den vergangenen beiden Trainingstagen wegen einer Sehnenreizung im linken Knie aussetzen. Doch zuvor wusste der Youngster durchaus zu überraschen. „Er hat einen guten Eindruck gemacht. Er konnte sich hier sehr schnell integrieren, was schon überraschend war. Wenn er nächste Woche wieder fit ist, ist er bei den Profis im Training dabei."

Doch zuvor hieß es für Zander und Co.: Koffer packen und ab zum Flughafen. Um 14.30 Uhr wird dann die Maschine zurück gen Bremen fliegen. Das anstehende Wochenende ist für alle frei. „Wir haben eine lange Woche vor uns. Am Montag trainieren wir wieder, erst am Sonntag ist dann das Spiel. Wir werden in der nächsten Woche den Feinschliff in der spielerischen Arbeit, gerade im Kurzpassspiel, angehen. Dann sind wir gut gerüstet für Braunschweig."

Gut eine Woche haben die Bremer dann also noch Zeit, um das Abarbeiten abzuschließen. Bis dahin freut sich Robin Dutt auf „meine Familie und deutsches Essen".