Saisonabschluss mit Überraschungsgast

Maria Doll, Eva-Marlen Votava, Kea Eckermann und Josefine Holsten werden in der kommenden Saison nicht mehr für Werder auflaufen.
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Diese Überraschung ist geglückt! Mitten in die Saisonabschlussfeier der grün-weißen Fußballerinnen schaute Werders ehemalige Spielerin Doreen Nabwire Omondi vorbei..

Diese Überraschung ist geglückt! Mitten in die Saisonabschlussfeier der grün-weißen Fußballerinnen schaute Werders ehemalige Spielerin Doreen Nabwire Omondi vorbei und sorgte für erstaunte und zugleich strahlende Gesichter bei ihren ehemaligen Teamkolleginnen.

„Ich habe mich richtig gefreut, die Mannschaft wiederzusehen, auch wenn viele neue Gesichter dabei sind", so die kenianische Nationalspielerin, die von 2009 bis 2010 die Fußballschuhe für Werder schnürte. Die 26-Jährige ist seit Mitte April für drei Monate beim DJK DV Köln zu Gast. Im Rahmen eines Praktikums hilft die sozial engagierte Fußballerin dem olympischen Sportverband bei der Organisation und Durchführung des größten deutschen Jugendfußball-Turniers "kirche kickt" und wird Vereine und Schulen besuchen, um für den Mädchenfußball und das Turnier zu werben. Ein Abstecher nach Bremen bot sich auf Einladung von Birte Brüggemann, Leiterin des Mädchen- und Frauenfußballs bei Werder, daher natürlich an.

Doll, Eckermann, Votava und Holsten verlassen Werder

Der Abschlussabend im Vereinsheim auf „Platz 11" stand aber nicht nur im Zeichen des Wiedersehens, sondern auch zugleich des Abschieds. So werden neben Kea Eckermann, die bereits am letzten Spieltag gegen Kiel verabschiedet wurde, auch Torfrau Maria Doll, Eva-Marlen Votava und Josefine Holsten in der nächsten Saison nicht mehr für Werder in der 2. Frauen-Bundesliga auflaufen. Aus dem Regionalligateam wurden Stephanie Schröder, Ylenia Sachau, Sonja Dundon, Merle Liebs, Sara Jobe, Saskia Bohling, Maria Kleinfeld und Jasmina Hartmann verabschiedet. Dazu wird auch das Trainerteam bestehend aus Thomas Gefken, der eine andere Funktion in Werders Mädchen- und Frauenfußballabteilung übernehmen wird, und Tina Kopplin, die als Verbandstrainerin nach Brandenburg gehen wird, in der kommenden Saison nicht mehr an der Seitenlinie in der Regionalliga stehen.

"Der Umbruch bei uns ist in diesem Jahr größer als in der Vergangenheit. Wenn sich Türen schließen, gehen andere dafür auf. Thomas, Tina und alle Spielerinnen haben sich in den vergangenen Jahren, teilweise sogar seit der ersten Stunde, bei Werder ganz viel Herzblut reingesteckt und mit den Mannschaften viel erreicht. Dafür möchten wir ein ganz großes Dankeschön loswerden. Für den weiteren Lebensweg wünschen wir allen viel Erfolg", so Birte Brüggemann.

Personell wird es vor allem in der ersten Mannschaft noch weitere Änderungen geben. So werden Ann-Christin Bopp, Liva Zunker, Nahrin Uyar und Kira Buller zwar im erweiterten Kader des Bundesliga-Teams bleiben, jedoch vornehmlich in der Regionalliga-Mannschaft Spielpraxis sammeln. Gleiches gilt für Maike Timmermann, die aus beruflichen Gründen zukünftig das Regionalligateam verstärken wird. 

Wilde wird „Spielerin der Saison“

Wie jedes Jahr nach dem Ende der Saison wurde der Abschlussabend, bei dem auch Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer und Björn Schierenbeck, kmmissarischer Leiter des WERDER Leistungszentrums teilnahmen, aber auch dazu genutzt, die eine oder andere Ehrung vorzunehmen. So wurden Daniela Schacher, Jessica Golebiewski und Meggie Schröder mit der „Dauerbrennerfackel" ausgezeichnet, da sie alle drei in allen 25 Pflichtspielen (Meisterschaft und Pokal) zum Einsatz gekommen sind.

Auf 21 Einsätze kam in der Saison 2012/2013 Neuzugang Anna Mirbach, in denen sie guten Eindruck bei den Verantwortlichen der Grün-Weißen hinterlassen haben muss. Denn die 25-Jährige in ihrer ersten Spielzeit für Werder wurde zur „Aufsteigerin der Saison" gekürt.

Eine eindeutige Angelegenheit war die Auszeichnung der „Torjägerin der Saison". Mit 17 Treffern, 15 in der Meisterschaft und 2 im DFB-Pokal, sicherte sich Cindy König die Torjägerkrone. Zweitbeste Angreiferin war Maike Timmermann mit elf Treffern , gefolgt von Stephanie Goddard mit 9 Toren.

Ganz eng fiel die Wahl zur „Spielerin der Saison" aus, die von den Fans gewählt werden konnte. Am Ende sicherte sich Werders Juniorinnen-Nationalspielerin Manjou Wilde den Titel. Herzlichen Glückwunsch!

Für Werders Fußballerinnen geht es nun in die verdiente Sommerpause. Die neue Cheftrainerin Chadia Freyhat wird ihre Mannschaft dann Mitte Juli wieder zu der ersten Trainingseinheit an der Weser begrüßen.

Norman Ibenthal