2:1 - "Merte" und ein Eigentor schlagen die Wölfe

Der Lange war's: Per Mertesacker sorgte für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, den er in dieser Szene mit Sebastian Boenisch und Torsten Frings bejubelt.
Profis
Samstag, 13.12.2008 / 17:44 Uhr

Das Jahr 2008 endet für Werder Bremen mit einem Erfolgserlebnis. Die Grün-Weißen schlugen den VfL Wolfsburg am letzten Hinrundenspieltag der Bundesliga mit 2:1 (1:1). Die Gäste gingen durch Gentner (3.) früh in Führung, doch Mertesacker (27.) und ein Eigentor von Josue (63.) drehten das Spiel verdientermaßen um.

 

Erstmals in dieser Saison setzte Cheftrainer Thomas Schaaf in der Startelf auf den jungen Bosnier Said Husejinovic, der neben Markus Rosenberg stürmte. Ansonsten lief die gleiche Elf auf, die vor vier Tagen in der Champions League Inter Mailand mit 2:1 geschlagen hatte.

 

Früher Rückstand schockt Werder nicht

 

Das Spiel war noch keine drei Minuten alt, da geriet Werder schon in Rückstand. Nach dem ersten Wolfsburger Eckball von Misimovic konnte Gentner am zweiten Pfosten ungestört abziehen und traf ins kurze Eck. Die Grün-Weißen zeigten sich jedoch unbeeindruckt, nahmen das Spiel fortan fest in die Hand. Werder kombinierte gefällig, viel lief über Mesut Özil, der überall zu finden war.

 

Zwingende Torchancen waren jedoch rar gesät. Eine gab es, und zwar in der 15. Minute. Nach tollem Zuspiel von Sebastian Boenisch passte Aaron Hunt den Ball vom linken Strafraumrand scharf in die Mitte, wo Barzagli in letzter Minute vor dem einschussbereiten Rosenberg zur Ecke rettete. Die brachte aber – ebenso wie die anderen fünf Bremer Eckstöße in der Anfangsviertelstunde – nichts ein.

 

Verdienter Ausgleich

 

Eine andere Standardsituation führte in der 27. Minute zum Ausgleich. Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite ins Strafraumzentrum, wo Per Mertesacker hochstieg und die Kugel ins lange Eck verlängerte – 1:1. Das Tor war hoch verdient, da die Grün-Weißen die deutlich aktivere und dominantere Mannschaft stellten. Wolfsburg versuchte zu kontern, blieb aber ungefährlich. Werder ließ allerdings nach dem Ausgleich etwas nach und hatte mit Ausnahme einer Boenisch-Direktabnahme, die sich mit viel Effet knapp am langen Pfosten vorbeidrehte (31.), vor der Halbzeit auch keine Torchance mehr.

 

Die zweite Hälfte begann vielversprechend. Rosenberg spielte einen starken Pass in den Lauf von Hunt, der Costa abschüttelte, aber an Benaglio scheiterte (48.). Danach sank das Niveau der Partie, vor allem weil Werder gegen passive Wolfsburger vorübergehend nicht viel einfiel. Ein Eigentor sorgte in der 63. Minute für die Bremer Führung. Nach einem Ballgewinn des enorm engagierten Boenisch landete der Ball über Hunt bei Özil, der ihn von der Grundlinie zurück an den Fünfmeterraum spielte. Dort war Josue vor Rosenberg und Husejinovic am Ball und drückte ihn über die eigene Torlinie.

 

Gäste wachen zu spät auf

 

Das 2:1 ließ nun auch die bis dahin enttäuschenden Gäste angriffslustiger werden. Zunächst hatte Werder durch den inzwischen für Vranjes eingewechselten Daniel Jensen noch eine gute Chance zu erhöhen. Ein Schuss des Dänen zischte nach Flanke von Clemens Fritz nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (71.). Danach war Wolfsburg dem Ausgleich mehrmals nahe, doch Madlung (73.), Misimovic (78.), Dzeko (80.) und Dejagah (89.) verfehlten ihr Ziel.

 

So blieb es beim letztlich gerechten Sieg für die Schaaf-Elf, die damit zur Winterpause noch Boden gut macht und in der Tabelle auf Rang sieben springt.

 

von Kevin Kohues

 

 

 

Werder Bremen – VfL Wolfsburg 2:1 (1:1)

 

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Prödl (81. Naldo), Boenisch - Frings - Hunt, Vranjes (64. Jensen) - Özil - Rosenberg, Husejinovic (76. Niemeyer); auf der Bank: Vander, Tosic, Baumann

 

VfL Wolfsburg: Benaglio – Hasebe (46. Riether), Costa, Barzagli, Schäfer – Zaccardo (60. Madlung), Josue – Dejagah, Misimovic – Gentner (79. Saglik), Dzeko

 

Tore: 0:1 Gentner (3.), 1:1 Mertesacker (27.), 2:1 Josue (63./Eigentor)

 

Schiedsrichter: Sippel (München)

 

Weser-Stadion: 40.008 Zuschauer

 

Gelbe Karten: Boenisch – Dejagah

 

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