Nach dem Sturz in Kiel gegen Burghausen aufstehen

Enttäuscht: Onur Ayik und Torsten Oehrl nach der 3:4-Niederlage gegen Burghausen.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Werders U 23-Trainer Thomas Wolter am vergangenen Wochenende ganz und gar nicht zufrieden. "So darf man sich in dieser Liga nicht präsentieren", fand der Bremer Coach angesichts der 0:4-Niederlage deutliche Worte. Doch der 45-Jährige ist sich auch bewusst, "dass es solche Tage gibt, an denen gar nix geht. Und das war am letzten Samstag der Fall!"

 

Viel wichtiger ist für den DFB-Fußball-Lehrer jedoch die Reaktion, die sein Team nun am Samstag, 22.08.2009, um 14 Uhr zu Hause im Stadion "Platz 11" gegen Wacker Burghausen zeigen wird. "Ich habe Anfang der Woche den tollen Lauf der Siebenkämpferin Jennifer Oeser im Fernsehen gesehen. Wie sie im 800m-Lauf hingefallen ist, aber sofort wieder hoch kam und sich noch die Silbermedaille erkämpfte. Man hat richtig gesehen, dass sie das noch schaffen wollte. So ähnlich verhält es sich bei uns. Auch wir sind in Kiel hingefallen und richtig böse auf die Schnauze gefallen, aber nun müssen wir auch wieder aufstehen und zeigen, wozu wir im Stande sind", fordert Thomas Wolter.

 

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Der Verein: Durch die Inbetriebnahme des Wacker-Werkes im Jahre 1916 wurde in Burghausen ein enormes wirtschaftliches Wachstum ausgelöst, aus dem auch im Jahr 1930 die Gründung des Sportvereins Wacker Burghausen hervorging. Der größte Erfolg in der Clubgeschichte war der überraschende Aufstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 2002. Insgesamt fünf Jahre lang hielt man sich in Deutschlands zweithöchster Spielklasse und stieg 2007 in die Regionalliga Süd ab. Nach erfolgreicher Qualifikation für die 3. Liga 2008 folgte in diesem Sommer der sportliche Abstieg, der nur verhindert wurde, da sich Kickers Emden aus der 3. Liga zurückzog.

 

Die aktuelle Situation: Wacker Burghausen spielte trotz Neuzusammenstellung des Teams eine starke Vorbereitung, an die man zum Saisonstart anknüpfte. Nach zwei Siegen gegen Borussia Dortmund und Holstein Kiel fand man sich sogar an der Tabellenspitze wieder. Anschließend folgte ein torloses Unentschieden gegen Regensburg ehe man am vergangenen Wochenende gegen den aktuellen Tabellenführer Eintracht Braunschweig die erste Niederlage einstecken musste. "Mich überrascht es nicht, dass sie derzeit auf Platz 7 stehen. Ich habe Burghausen gegen Kiel gesehen, da haben sie mir gut gefallen", warnt Trainer Thomas Wolter.

 

Der Kader: Nach dem Abstieg, der am Ende doch keiner war, blieb den Verantwortlichen nicht viel Zeit ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen - immerhin haben über 15 Spieler den Verein verlassen, darunter auch Torjäger Marco Calamita, der zu Eintracht Braunschweig wechselte. Bei der Zusammensetzung des neuen Teams setzte Neu-Coach Jürgen Press vor allem auf den eigenen Nachwuchs sowie talentierte Spieler aus zweiten Mannschaften. Mit Bajram Nebihi (Zob Ahan Isfahan) steht auch ein Spieler im Wacker-Kader, der auch bei Werder schon einmal unter Beobachtung stand.

 

Alexander Hessel steht am Samstag wieder zur Verfügung.

Die personelle Situation: Bei Wacker Burghausen könnte Cappek nach überstandenen Außenbandriss in den Kader zurückkehren. Werder muss weiterhin auf die drei Langzeitverletzten Kevin Artmann, José Alex Ikeng und Julian Grundt (alle Kreuzbandriss) verzichten. Madjid Albry (Trainingsrückstand) und Philipp Bargfrede (Profis) stehen voraussichtlich ebenfalls nicht zur Verfügung. Dafür könnte Alexander Hessel nach überstandenen Oberschenkelproblemen ins Team zurückkehren.

 

Die Bilanz: Zwei Spiele, zwei Unentschieden, zwei Mal 2:2 – die Bilanz gegen Wacker Burghausen könnte nicht ausgeglichener ausfallen. In beiden Spielen glich Wacker jeweils zwei Mal aus.

 

Tickets: Aus Burghausen werden rund 50 Anhänger erwartet, so dass noch zahlreiche Tickets für den Heim- und Gästebereich am Spieltag erhältlich sind. Für die Mitglieder von Werder Bremen stehen noch rund 250 Freikarten zur Verfügung. Trainer Thomas Wolter hofft wie zuvor gegen Erfurt und Dortmund erneut auf eine gute Kulisse: "Es ist immer schön, wenn man vor möglichst vielen Zuschauern spielen kann. Unsere Profis spielen erst am Sonntag, vielleicht schaut der eine oder andere ja einen Tag zuvor bei uns mal vorbei. Wir alle würden uns über die Unterstützung freuen!"

 

Norman Ibenthal