Einfach glücklich

Aron Jóhannsson feiert sein Comeback

Feierte in der U23 sein Comeback: Aron Jóhannsson (Foto: WERDER.DE).
Profis
Samstag, 23.03.2019 // 18:10 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Es war Aron Jóhannsson nach Schlusspfiff deutlich anzumerken: die Erleichterung. Knapp elf Monate musste der 28-Jährige auf das Gefühl verzichten. Auf das Gefühl bei einem Pflichtspiel auf dem Rasen zu stehen und seinen Teil zum Teamerfolg beizutragen. „Ich kann es gar nicht anders beschreiben. Ich bin einfach nur glücklich“, sagt er.

Sein Comeback beim Heimspiel von Werders U23 gegen Lupo Martini Wolfsburg dauerte 60 Minuten (zum Spielbericht). In dieser einen Stunde ging er weite Wege und ließ keinen Zweikampf aus. „Ich habe mich auf dem Platz sehr gut gefühlt. Zwar war es für uns in der Offensive schwierig, da der Gegner tief stand, doch ich hatte ein paar gute Aktionen im Spiel“, analysiert Werders Nummer 20.

Für den US-Amerikaner war es der erste Schritt in Richtung großes Ziel: das Weser-Stadion. Jóhannsson will nämlich schnellstmöglich zurück in den Kader von Cheftrainer Florian Kohfeldt. „Natürlich will ich wieder im Bundesliga-Kader stehen und im Weser-Stadion spielen. Ich werde mich jetzt im Training weiter anbieten und zeigen, dass ich eine Alternative bin. Immer wenn ich in der Bundesliga gespielt habe, habe ich auch meine Tore und Vorlagen beigesteuert“, so Jóhannsson.

Damit das gelingt, hat Aron Jóhannsson in den vergangenen Monaten viel getan. Zwar gab es auch vereinzelt „schwierige Momente, doch ich wollte einfach nur wieder Fußball spielen.“ Schweiften die Gedanken mal ab, half ihm seine Familie. Und auch ein aktuelles Beispiel aus dem Werder-Kader, schenkte ihm Mut. „Man kann schon sagen, dass Fin ein Vorbild für mich ist. Er hat einen ähnlichen Prozess hinter sich und stand wieder in der Bundesliga auf dem Platz“, sagt Jóhannsson.