Ein Überlebender aus Auschwitz berichtet

Thomas Geve berichtete über seine Erfahrungen als Gefangener in Auschwitz.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 03.05.2007 // 19:47 Uhr

Das Fan-Projekt Bremen und Werder Bremen zeigten gestern Abend den Film „Thomas Geve – Nichts als das Leben“ von Wilhelm Rösing im OstKurvenSaal des Weser-Stadions. Außer den Werderfans, waren auch...

Das Fan-Projekt Bremen und Werder Bremen zeigten gestern Abend den Film „Thomas Geve – Nichts als das Leben“ von Wilhelm Rösing im OstKurvenSaal des Weser-Stadions. Außer den Werderfans, waren auch Schüler aus dem Projekt „100 Schulen - 100 Vereine“ eingeladen. Anwesend war auch der 77-jährige Thomas Geve aus Haifa.

 

Im Film berichtet Thomas Geve, der als 13-Jähriger von Berlin nach Auschwitz deportiert wurde, von seinem Überleben in Auschwitz und Buchenwald. Anschließend hatten die Zuschauer Gelegenheit, Thomas Geve selbst Fragen über sein Leben zu stellen: seine Kindheit als jüdischer Junge in Berlin, über Krieg und Deportation und den Verlust seiner Kameraden in den Lagern, sowie seinen Weg nach Israel, wo er heute lebt.

 

Die anwesenden Fans, Schüler und Lehrer waren beeindruckt, mit welcher Ruhe und Gefasstheit Thomas Geve von seinen Erfahrungen in den KZs berichten und umfassend jede Frage beantworten konnte. „Als Überlebender“, so Thomas Geve, „habe ich die Aufgabe, den Menschen – auch in Deutschland – die Wahrheit über die Vergangenheit zu sagen, auch aus Verpflichtung für jene, die nicht überlebt haben.“

 

Manuela Winkler vom Fan-Club Forever: „Besonders beeindruckt hat mich, dass er trotz seiner unmittelbaren Betroffenheit weder im Film noch heute Abend Anklage erhoben hat“.