Cheftrainer Alex Nouri besucht Lesung im Wohnzimmer

Alexander Nouri diskutierte fleißig mit (Foto: WERDER.DE).
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 21.09.2017 // 12:15 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Gemütliche Atmosphäre, zahlreiche Besucher und kurzweilige Abendunterhaltung: Das zeichnete die Lesung von „Erzähl mir von Deutschland, Soumar“ aus. Neben Autor Florian Schmitz und Protagonist Soumar Abdullah war auch Werders Cheftrainer Alexander Nouri zu Gast im Wohnzimmer mitten im Viertel.

Florian Schmitz, Buchautor und Korrespondent in Griechenland, wohnt in Thessaloniki. Vor knapp zwei Jahren begegnete er in Griechenland Soumar, ein Flüchtling aus Syrien. Aus dieser Begegnung entstand eine tiefe Freundschaft, die zur Erstellung des vorgestellten Buches führte. Einen wichtigen Teil des Buches nimmt der SV Werder ein. 

Autor Florian Schmitz und Soumar lesen aus ihrem Buch vor (Foto: WERDER.DE).

Während Florian Schmitz mit Fußball nicht viel anfangen konnte, ist Soumar Abdullah glühender Fußballanhänger. Nach seiner Ankunft an der Weser ist er schnell zum Werder-Fan geworden und hat auch Florian Schmitz zumindest ein wenig angesteckt: „Ich habe erkannt, dass der Fußball ein wichtiger Teil unserer Kultur ist und sich durch die gesamte Gesellschaft zieht. Meine Erlebnisse mit Soumar haben mich dazu gebracht, meine Meinung zum Fußball zu überdenken. Der Multi-Kulti-Aspekt spielt in dem Sport eine große Rolle und ist positiv. Auch Soumar half der Fußball. Durch die Liebe zum Sport hat er hier in Bremen viele Leute kennengelernt, die ihm geholfen haben. Er wurde nicht als Flüchtling gesehen, sondern als jemand, der seine Werder-Jacke trägt und ins Stadion geht.“

Die Brücken, die der Fußball schlägt, faszinieren auch immer wieder Cheftrainer Alexander Nouri, der sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzt. Das unterstrich er auch an diesem Abend. „Wenn junge Menschen zusammenkommen und Fußball spielen, geht es um die Liebe zum Sport, diese zu teilen und gemeinsam Werte wie Respekt und Fairness zu leben. Aspekte wie Toleranz, Fairness und Solidarität, die auch in der Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, sind dort selbstverständlich“, so Nouri, der ergänzt: „Das Medium Fußball hat eine unfassbar integrative Kraft, die wir nutzen sollten. Daher freue ich mich auch, dass ich bei dieser Lesung dabei sein durfte, die genau diese Kraft zeigt.“

 

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