''Gelebte Inklusion'' beim Fußballcamp in Gersten

Einlauf der Teams: Unter viel Applaus ging es für die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren auf den Platz.
WERDER BEWEGT
Donnerstag, 24.07.2014 // 15:06 Uhr

80 Kinder mit und ohne Behinderung haben am letzten Wochenende beim integrativen Fußballcamp im Emsländischen Gersten trainiert. Der offizielle Werder Bremen Fanclub 'Werderfreunde Emsland Süd' hatte Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 13 Jahren eingeladen. Unterstützt wurden das Projekt von WERDER BEWEGT sowie dem Projekt Indus (Inklusion durch Sport im Emsland) des Kreissportbund Emsland.

Am Samstag und Sonntag absolvierten die Kinder Übungen in den Bereichen Torschuss, Zweikampf, Dribbling und Passgenauigkeit. Insgesamt 24 Trainer, unter anderem von Werder Bremen, betreuten das Training. „Trotz der sommerlichen Temperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke haben die Kinder sehr gut mitgezogen", bilanzierte der Präsident der 'Werderfreunde Emsland Süd', Ingo Lüttecke.

Ein Highlight während des integrativen Fußballcamps war das Freundschaftsspiel des Niedersachsenmeisters der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen (BFLN), Eintracht Schepsdorf, gegen die 'Werderfreunde Emsland Süd'. Die Fanclubmannschaft wurde dabei von prominenten Gastspielern wie Maria Reisinger (Emsländische Sportpersönlichkeit 2013), Michael Koop (Präsident Kreissportbund Emsland), Frank Eichholt (Projekt LinaS - Lingen integriert natürlich alle Sportler) und Jermaine Greene (Werder Fanbetreuung) unterstützt. Das Spiel endete 5:3 für den Niedersachsenmeister aus Schepsdorf.

Ein Fußballcamp dieser Art ist selten. Der Schirmherr der Veranstaltung, Matthias Lühn (Bürgermeister der Samtgemeinde Lengerich), brachte es bei seiner Begrüßungsrede auf den Punkt: „Das Thema Inklusion, also das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, ist derzeit eines der politischen Topthemen in unserer Gesellschaft. Während jedoch an vielen Stellen noch darüber gestritten wird, wie das Thema Inklusion umgesetzt werden kann, liefern die Werderfreunde Emsland Süd eines tolles Beispiel dafür, wie Inklusion vor Ort konkret und tatsächlich gelebt werden kann."