SPIELRAUM-Team zu Besuch im Stadion

Die Teilnehmer des SPIELRAUM-Projekts trafen sich zu einem Workshop außerhalb des Trainingsplatzes.
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Freitag, 07.02.2014 // 09:38 Uhr

Seit 2012 trainieren Kinder aus dem Asylheim in Bremen-Hastedt in Kooperation mit der Organisation Refugio einmal wöchentlich auf dem Trainingsgelände am Weser-Stadion. Das SPIELRAUM-Training ist offen für jeden, der über das Vereinstraining hinaus in der Freizeit Fußball spielen möchte. Die Kinder bezahlen keinen Vereinsbeitrag. Dass das Training von mittlerweile achtzehn Kindern angenommen wird, ist zum einen begründet in der guten Arbeit der Trainer und Betreuer, die bis vor kurzem selbst einen ungesicherten Aufenthalt hatten oder noch mit Asylstatus leben. Aber auch begründet in der Tatsache, dass sich die Familien einen Beitritt in den Verein selten leisten können. Darüber hinaus bestehen Barrieren in Form von Unkenntnis über das Vereinswesen in Deutschland.

Am vergangenen Mittwoch versammelten sich die Kinder aus dem SPIELRAUM-Projekt am Weser-Stadion mal nicht wegen des gemeinsamen Fußballspielens, sondern um ihre eigenen Regeln für das Training sowie den Trainingsplatz aufzustellen.

Bei SPIELRAUM treffen Kinder unterschiedlicher Herkunft aufeinander, sodass die Kommunikation untereinander nicht immer leicht fällt. Dass der Sport und in diesem Fall der Fußball eine integrative Kraft besitzt, zeigt sich jedoch wöchentlich. Die Fußballregeln sind international und somit kann jeder mitspielen.

Dennoch lag den Trainern und Betreuern daran, dass die Kinder sich über den Sport hinaus gemeinsam Gedanken machen, welche Regeln und Werte im Fußball für sie wichtig sind, wie man sich auf dem Platz verhalten sollte, sodass der Spaß bei jedem Einzelnen vorhanden bleibt.

Ganz wichtig war den Sportlern der "Respekt" und somit sprachen die Beteiligten darüber, was sie unter Respekt verstehen. Spannend und lustig zugleich wurde es, als die Kinder die Wörter Respekt und Fußball in ihren Muttersprachen aufschreiben konnten.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob sich die Kinder an ihren eigens aufgestellten Regeln orientieren werden und ihre Wünsche für 2014 in Erfüllung gehen. Für das Jahr wünschen sie sich vor allem weiterhin an Turnieren teilzunehmen und Bundesligaspiele der Grün-Weißen zu besuchen.

Michael Arends