Großeltern für einen Tag 2012

Viele knifflige Aufgaben galt es im Waldpädagogikzentrum zu lösen.
WERDER BEWEGT
Dienstag, 24.07.2012 // 18:17 Uhr

Die Sonne lachte den Teilnehmern bereits entgegen als sie sich früh um 8.30 Uhr am Weser-Stadion zur Abfahrt nach Hahnhorst trafen. Unter großer Aufregung und freudiger Erwartung fanden sich "Leih"-Großeltern und Kinder zusammen. So manches Paar kannte sich bereits aus dem letzten Jahr und die Wiedersehensfreude war groß. Pünktlich um 9 Uhr konnte es dann Richtung Schwaförden losgehen. Die 1-stündige Fahrt im Bus bot Zeit, sich kennen zu lernen, hier und da wurden Karten gespielt oder über Werder gefachsimpelt.

Am Montag, dem ersten Ferientag in Bremen, fand auch in diesem Jahr wieder ein ganz besonderer Ausflug statt. Unter dem Motto "Großeltern für einen Tag" hatten der SV Werder und der Verein für Innere Mission Bremen junggebliebene Ehrenamtliche dazu eingeladen, einen Tag lang eine Kindergruppe zu betreuen. Diesmal ging es in das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst bei Schwaförden.

Wie im Flug war die Zeit vergangen und der Bus rollte auf das idyllisch im Wald gelegene Gelände des Waldpädagogikzentrums Hahnhorst. Jessica Damast, Mitarbeiterin des WPZ, hieß alle herzlich willkommen und stellte die Teilnehmer vor die erste spielerische Herausforderung: Kleine, mit unterschiedlichen Sämereien gefüllte Filmdosen wurden verteilt und nun musste durch Schütteln der eigenen Dose die dazu passende zweite Dose - und damit die 4-köpfige Gruppe für die geplante Waldrallye - gefunden werden. Keine leichte Aufgabe, doch am Ende hatten sich alle gefunden und die Rallye konnte starten.

Mit Hilfe einer Karte und einigen Wegweisern im Wald galt es nun, knifflige Fragen und Aufgaben in der Gruppe zu meistern. Drei Stunden hatten alle Zeit, die vierzehn Aufgaben zu lösen, die sie kreuz und quer durch den Schwafördener Forst führten. Ein Griff ins Werder-Lunchpaket stillte währenddessen schnell den kleinen Hunger zwischendurch. Welcher Baum ist das? Wer wohnt hier? Und warum ist sogenanntes "totes" Holz so wichtig für den Wald? - Viele Fragen, die Großeltern und Kinder im Laufe der Rallye beantworten mussten, aber auch die vielen Schmetterlinge am Wegesrand sorgen für Gesprächsstoff und ließen die Teilnehmer gebannt innehalten. Ein Highlight der Rallye war die Überquerung eines Grabens auf einer gespannten Slackline, hier waren besonders viel Mut und Körperbeherrschung gefragt.

Nach einigen abenteuerlichen Stunden im Wald kamen um 14 Uhr alle wieder im Waldpädagogikzentrum zusammen, um sich gemeinsam bei Grillgut und leckeren Salaten zu stärken. WPZ-Mitarbeiter Steven zeigte den staunenden Teilnehmern, wie man ohne Streichhölzer und Feuerzeug, nur mit einem sogenannten Magnesiumstab, ein Feuer entzünden kann und es anschließend in Gang hält. Dabei halfen besonders die Kinder begeistert mit und konnten anschließend ihr eigenes Stockbrot über dem Feuer backen.

Am Nachmittag wurden die Sieger der Rallye gekürt und mit reichlich Applaus und kleinen Preisen belohnt. Die Geduldigsten konnten im Anschluss ihren eigenen Löffel schnitzen und brennen, wobei ihnen die Leih-Omas und -Opas helfend zur Hand gingen. Wer wollte, konnte sich zudem im Bogenschießen erproben oder auf dem Bolzplatz austoben.

Leider geht auch der schönste und ereignisreichste Tag einmal zu Ende und so machte sich die Gruppe am Abend wieder auf den Heimweg nach Bremen. Im Bus ließ man den Tag Revue passieren oder träumte bereits vom nächsten Jahr.


Gabriela Vadell Degener