Werder startet betriebliches Gesundheitsmanagement

Gehen mit gutem Beispiel voran: Die Geschäftsführer Klaus Allofs, Klaus-Dieter Fischer und Klaus Filbry.
WERDER BEWEGT
Mittwoch, 20.06.2012 // 14:05 Uhr

Klaus-Dieter Fischer, Vereinspräsident des SV Werder Bremen, kommt heute im Trainingsanzug zur Arbeit. Denn seinen Schreibtisch tauscht er gegen den Fitnessraum im Weser-Stadion ein ...

Die Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs, Klaus-Dieter Fischer und Klaus Filbry kommen heute im Trainingsanzug zur Arbeit. Denn ihre Schreibtische tauschen sie gegen den Fitnessraum im Weser-Stadion ein, die Bürostuhle werden durch Ergometer ersetzt. An ihrer Seite steht keine Sekretärin, sondern ein Trainer, der regelmäßig ihren Puls und den Milchsäuregehalt des Blutes misst. Später sitzen mit Allofs, Fischer und Filbry die Direktoren und Abteilungsleiter des SVW in einem Seminar über Stressbewältigung, Bewegung und gesunde Ernährung. Es ist der Startschuss für das betriebliche Gesundheitsmanagement der Grün-Weißen, ein Mitarbeiter-Projekt im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements WERDER BEWEGT - LEBENSLANG.

Gesunde Mitarbeiter sind leistungsfähiger und zufriedener, das belegen wissenschaftliche Studien seit Jahren. Eine im Mai dieses Jahres veröffentlichte Roland Berger-Studie belegte, dass gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement krankheitsbedingte Ausfälle in Unternehmen um bis zu 40 Prozent reduziert. Wer von seinem Unternehmen gefördert wird, identifiziere sich außerdem mehr mit dessen Werten und Zielen, mache weniger Fehler und leiste qualitativ hochwertige Arbeit. Das gelte auch für einen Profi-Fußballclub wie den SV Werder Bremen, erklärt Klaus Allofs: "Wir stärken mit unserer Maßnahme die Mannschaft hinter der Mannschaft. Denn von dynamischen, innovativen Mitarbeitern profitieren letztlich auch unsere Profis."

"Etwas für die eigene Gesundheit zu tun", fügt Klaus-Dieter Fischer an, "erfordert nun einmal viel Eigeninitiative. Wir wollen unsere Angestellten dabei unterstützten", erläutert der Vereinspräsident den Entschluss, zusammen mit der AOK Bremen/Bremerhaven Bewegungsangebote für die Belegschaft einzuführen. Die Maßnahme ist außerdem Teil des Coporate-Social-Responsibility-Konzeptes des Vereins.

"Mit unserer CSR-Marke WERDER BEWEGT - LEBENSLANG setzen wir uns für Belange der Gesellschaft im Ganzen ein - zum Beispiel mit dem Bereich 'Lebenslang gesund' für gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung. Wenn wir das glaubwürdig tun wollen, müssen wir im eigenen Unternehmen damit anfangen", argumentiert der Präsident des SV Werder Bremen. Sein Geschäftsführerkollege Klaus Filbry ergänzt: "Wir arbeiten daran, einer der attraktivsten Arbeitgeber Norddeutschlands zu werden. Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein Punkt in unserer Strategie 2016. Denn nur mit guten, leistungsfähigen Mitarbeitern ist Werder in Zukunft erfolgreich."

Was die Geschäftsführer und Direktoren in diesen Tagen vormachen, soll in den folgenden Wochen jeder Angestellte des Profi-Clubs in Anspruch nehmen, wünscht sich Klaus-Dieter Fischer. Er geht mit gutem Beispiel voran: Der 71-Jährige ließ die wichtigsten Blutwerte von einem Arzt bestimmen. Der Hamburger Gesundheitsberater padoc®, der das betriebliche Gesundheitsmanagement im Auftrag der AOK mit dem SV Werder Bremen umsetzt, testet an diesem Workshoptag zusätzlich die körperliche Fitness des Vereinspräsidenten.

Nach dem Seminar über gesunde Ernährung, dem letzten Programmpunkt des Tages, sitzt Klaus-Dieter Fischer am offenen Fenster des Seminarraums im Weser-Stadion und stellt sich einen individuellen Trainingsplan zusammen. Vor ihm liegt ein USB-Stick, auf dem eine Physiotherapeutin Übungen abgespeichert hat, die er zwischen zwei Arbeitsschritten im Büro machen kann: Rückentraining am Schreibtisch, Gymnastik vom Bürostuhl aus. Das werde er zusätzlich zu seinen sonstigen sportlichen Aktivitäten morgen gleich ausprobieren, verspricht der Werder-Präsident, während er seine Sporttasche packt. "Beim SV Werder haben wir natürlich schon viele sportbegeisterte Mitarbeiter. Aber ich bin sicher", sagt Fischer, "wenn in einem halben Jahr der erste Kontrolltermin ansteht, werden wir erkennen, dass sich das Gesundheitsbewusstsein noch mehr verfestigt hat."