Werders Ziel in Arnheim: "Gutes Ergebnis, möglichst gewinnen"

Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Für den SV Werder Bremen steht am Donnerstag, 31.10.2002, um 20.30 Uhr das Hinspiel der 2. Runde im UEFA-Cup gegen Vitesse Arnheim im Gelredome auf dem Programm. Nachdem die Bremer in der ersten Runde keine Probleme gegen Metallurg Donetzk hatten und das Rückspiel im Weser-Stadion mit 8:0 gewinnen konnten, wartet nun ein Gegner, gegen den es erheblich schwerer werden dürfte.

 

Junge Spieler sollen zu Fehlern gezwungen werden

 

Um diese Aufgabe zu bewältigen, hofft Werders Cheftrainer auf schnelle Genesung seines Spielmachers Johan Micoud, der sich nach einem Zusammenprall mit dem Dortmunder Sebastian Kehl am Samstag auf dem Weg der Besserung befindet. "Sein Zustand hat sich seit Sonntag erheblich verbessert. Wir werden von Tag zu Tag sehen wie es ihm geht, aber ich hoffe natürlich, dass er bis Donnerstag wieder fit ist", sagte Schaaf. Bis auf Micoud und die Langzeitverletzten Banovic, Friedrich und Barten sind alle Spieler fit und der Kader komplett.

Das Ziel, mit dem die Bremer in die Niederlande reisen, ist klar. "Wir wollen ein gutes Ergebnis erzielen, nach Möglichkeit natürlich gewinnen", erklärt Schaaf. Wie der SV Werder in Arnheim zum Erfolg kommen will, verriet der Coach auch. "Vitesse hat eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft. Sie reagieren überhastet, wenn man sie unter Druck setzt. Das müssen wir versuchen." Schaaf will nicht auf den Gegner reagieren. "Entscheidend ist, was wir machen. Wir müssen die einzelnen Zweikämpfe entschlossener und konzentrierter angehen." Trotz der acht Gegentore in den letzten beiden Bundesliga-Spielen sind die Grün-Weißen in der Favoritenrolle. "Wir fahren selbstbewusst nach Arnheim und wollen ein gutes Spiel zeigen. Wer der Favorit ist interessiert mich weniger", so Schaaf.

 

Vitesse kann Überlegenheit nicht nutzen

 

Vitesse Arnheim rangiert in der niederländischen Ehrendivision zur Zeit auf dem neunten Tabellenplatz. In zehn Spielen holten die Gelb-Schwarzen 12 Punkte und liegen elf Zähler hinter Tabellenführer PSV Einhoven und dem punktgleichen Ajax Amsterdam. Im letzten Spiel vor dem UEFA-Cup-Einsatz kam Arnheim zu einem 0:0 bei NAC Breda. Trotz der momentanen Platzierung warnt Thomas Schaaf vor Vitesse. "Wir müssen eine starke Leistung zeigen um ein gutes Ergebnis zu erzielen und die nächste Runde zu erreichen." Seiner Meinung nach ist Arnheim von den Teams, die zugelost werden konnten, das stärkste. "Sie haben einen sehr guten und ausgeglichenen Kader. In der ersten Runde haben sie Rapid Bukarest rausgeworfen. Das macht man nicht einfach so. Sie haben dabei überzeugt", so die Einschätzung Schaafs.

 

SV Werder gut auf Arnheim vorbereitet

 

Vier Mal hat Werder die Niederländer beobachten lassen und Video-Aufzeichnungen angeschaut. Einmal waren Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs selbst im Gelredome. Die sportliche Leitung des SV Werder ist somit sehr gut auf den Kontrahenten vorbereitet und weiß alles über die Mannschaft. "In ihrer Spielanlage sind sie nach vorne ausgerichtet. Auf den Außenpositionen in der Abwehr sind Fränkel und Rankovic ebenfalls sehr offensiv", erläutert Schaaf.

Zu den stärksten Spielern im Vitesse-Kader zählt Schaaf den kopfballlstarken Abwehrspieler Stefanovic, Mittelfeldspieler Peeters, der von seiner Statur sehr an BVB-Stürmer Jan Koller erinnert, und Stürmer Mustapha, der durch seine Schnelligkeit und sein Ballgefühl überzeugt. Besonders warnt Werders Cheftrainer vor Standardsituationen: "Mit Peeters und Stefanovic haben sie zwei sehr kopfballstarke Spieler."

 

Gerrit Nolte