Vorbericht: Basel im Kopf, Zagreb vor der Brust

Schaaf und Mannschaftskapitän Frank Baumann bei der offiziellen Pressekonferenz.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Wenn im Weser-Stadion am Mittwoch, 15.08.2007, ab 20.30 Uhr das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League zwischen Werder Bremen und Dinamo Zagreb angepfiffen wird, werden bei den Bremern Erinnerungen wach. Im September 2005 setzten sich die Grün-Weißen nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen den FC Basel durch und zogen in die Königsklasse ein. Das Hinspiel in der Schweiz ging mit 1:2 verloren, erst im Rückspiel machten die Werderaner mit einem 3:0 alles klar – eine Zitterpartie, die Werder so nicht noch einmal erleben möchte.

 

Klaus Allofs ist gewarnt. "Ich befürchte, dass es ein ähnlich schweres Stück Arbeit wird. Zagreb ist ebenso spielstark wie Basel", erklärt Werders Geschäftsführer, fügt aber sogleich den Reifeprozess der Bremer als Vorteil an: "Wir sind weiter als damals, haben seitdem zwei Mal in der Champions League gespielt. Die gewonnene Erfahrung sollte uns weiterhelfen."

 

Mannschaftskapitän Frank Baumann argumentiert ähnlich: "Es ist immer schwer zwei Mannschaften zu vergleichen. Unser Team hat sich im Vergleich zu dem vor zwei Jahren verändert. Wir müssen aber natürlich konzentriert zu Werke gehen, um in die Champions League einzuziehen."

 

Dinamo jubelt: Auf solche Bilder möchte Werder am Mittwoch gerne verzichten.

Doch Konzentration allein wird nicht reichen. Zagreb dominiert die kroatische Liga nach Belieben, feierte in den vergangen zwei Spielzeiten den Gewinn der Meisterschaft und startete mit fünf Siegen in Folge in die aktuelle Saison. Dinamo ist kein leichtes Los für die Bremer, das weiß auch Werders Cheftrainer Thomas Schaaf: "Kroatische Mannschaften sind grundsätzlich technisch sehr stark. Zagreb hat viele junge Spieler, die bereit sind, lange Wege zu gehen und viel aufzubieten. Das, gepaart mit der angesprochenen guten Technik, macht sie gefährlich." Dennoch blickt der Bremer Trainer der Partie zuversichtlich entgegen: "Uns ist bewusst, dass es in zwei Spielen entschieden wird und man nicht eine weitere Möglichkeit hat etwas gut zu machen. Also wollen wir ein gutes Spiel machen, um uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu verschaffen. Wir sind relativ relaxed, wir wissen was auf uns zukommt."

 

Was auf die Bremer zukommt, kann Jurica Vranjes besonders gut einschätzen. Der kroatische Nationalspieler im Dienste der Werderaner warnt vor einer defensiv eingestellten Mannschaft aus Zagreb: "Sie werden hinten eng stehen und uns das Leben schwer machen. Da müssen wir durch, es gilt Geduld zu haben und unsere Chancen zu nutzen."

 

Geduld die sich bezahlt machen könnte. Werder will sich mit den Topklubs Europas messen und das geht nur über die Hürde Dinamo. Christian Schulz betont den Stellenwert der Partie gegen Zagreb: "Wir wissen wie wichtig diese Begegnung ist. Die Spiele in der Champions League sind die Highlights der Saison. Dort warten die attraktiven Gegner, mit denen Werder sich messen muss. Da wollen wir hin." Gegen den FC Basel ist den Bremern dieses Kunststück vor zwei Jahren schon einmal gelungen. Es gilt zum vierten Mal in Folge in die Königsklasse einzuziehen. "Das wollen wir wieder erreichen, es geht um sportliches Renommee", so Allofs.

 

Folgende 18 Spieler stehen gegen Dinamo Zagreb im Kader der Grün-Weißen: Wiese, Vander, Pasanen, Niemeyer, Naldo, Mertesacker, Schulz, Baumann, Andreasen, Jensen,Vranjes, Alberto, Diego, Rosenberg, Sanogo, Almeida, Schindler, Harnik.

 

von Timo Strömer