"Haben keinen Grund, uns auf irgendwas auszuruhen"

Clemens Fritz im Mediengespräch zu den Themen der Woche

Clemens Fritz telefoniert auf dem Weg zum Werder-Training.
Clemens Fritz blickte auf eine intensive Trainingswoche (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 16.03.2021 / 14:14 Uhr

Von Lennard Worobic

Nach der ‚Englischen Woche‘ steht Werder in der Bundesliga-Tabelle gut da. Zu einer voreiligen Euphorie will sich Clemens Fritz aber nicht hinreißen lassen: „Wir werden alles andere beiseiteschieben und uns damit gar nicht beschäftigen, sondern nur mit unserem Fußball und unserem Spiel diese Saison.“ Im Mediengespräch (zum Video) gab der Leiter Scouting und Profifußball seine Einschätzungen zu den Themen der Woche ab - und zeigte anlässlich der Internationalen Anti Rassismus-Wochen 'Klare Kante gegen Rassismus'.

Clemens Fritz über...

…die Frage des vorzeitigen Klassenerhalts: „Ich glaube, das ist der größte Fehler, den man machen kann. Für uns intern ist es kein Thema. Wir haben keinen Grund, uns auf irgendwas auszuruhen. Wir werden alles andere beiseiteschieben und uns damit gar nicht beschäftigen, sondern nur auf unseren Fußball und unser Spiel diese Saison.“

…Coronafälle bei Zweitligisten: „Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, dass es eine ganz spezielle Zeit ist. Man kann sich nicht auf alles vorbereiten, aber man muss so gut wie möglich seine Aufgaben erfüllen. Wir haben ein gutes Hygienekonzept, an das wir uns halten und wir haben die Spieler immer wieder sensibilisiert. Wir sind sehr darauf bedacht, dass es von allen eingehalten wird. Wir können nichts anderes tun, als darauf aufmerksam zu machen. Und das tun wir bisher gut.“

…Nichtnominierung von Mbom, Agu und Johannes Eggestein für die U21-EM: „Es ist unheimlich schade – auch für uns. Klar hätten wir uns sehr gefreut, wenn die Jungs nominiert worden wären. Ich konnte noch nicht mit ihnen sprechen. Wir haben letzte Woche nochmal dem DFB signalisiert, dass wir sie im Falle einer Nominierung abstellen werden. Es tut uns leid für Manu, Felix und Johannes. Aber man muss es akzeptieren. Man kann sich drüber ärgern, sollte sich drüber ärgern, aber auch schnell wieder nach vorne blicken und die Leistung auf dem Platz bringen.“

Clemens Fritz mit dem 'Klare Kante gegen Rassismus'-Shirt vor dem Werder Logo.
Clemens Fritz zeigte 'Klare Kante gegen Rassismus' (Foto: WERDER.DE).

…Länderspielpause: „Wir haben letzte Woche mit allen Spielern gesprochen. Es betrifft nicht nur Jiri Pavlenka, sondern auch Josh Sargent, Marco Friedl und Romano Schmid, dass sie nicht in Mutations-Gebiete abgestellt werden können. Wir haben es den Jungs gesagt und sie haben vollstes Verständnis dafür. Die 14-tägige Quarantäne könnten wir uns nicht erlauben, das will auch kein Spieler. Wir versuchen das bestmögliche rauszuholen, haben die Spieler dafür sensibilisiert. Die Jungs waren in den letzten zwei Abstellungsphasen nicht bei ihren Mannschaften, deswegen ist auch ein Verständnis unsererseits da. Jetzt freuen sich alle, wieder für ihr Land spielen zu können.“

…Kaderzusammensetzung: „Das Wichtigste ist, dass man eine Ausgewogenheit hinbekommt. Man braucht Erfahrung, aber auch junge Spieler in der Mannschaft. Genauso ist es charakterlich – man braucht Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen und den Mund aufmachen. Anderseits aber auch solche, die einen ruhigeren Part übernehmen. Das Gesamtbild ist einfach entscheidend, sowohl charakterlich als auch fußballerisch.“

…Kapino: „Natürlich haben wir ihn im Blick. Zunächst einmal, war es sehr wichtig, dass ‚Kapi‘ die Rolle annimmt. Er wollte den Schritt gehen. Er hat in Sandhausen direkt von Anfang an sehr gute Leistungen gezeigt, hat Stabilität reingebracht. Wir haben uns, als wir in Hoffenheim gespielt haben, kurz vor Ort gesehen. Ihm geht es gut, er fühlt sich wohl. Es ist aber noch nichts entschieden, wie es im Sommer aussieht.“

… das Bayern-Spiel: „Wir haben am Wochenende bis zum Gegentor ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir standen kompakt, haben uns mit Ball aus Drucksituationen rausgespielt und sind in die Räume reingekommen. Dann kriegen wir ein Tor aus einer Standardsituation, was nicht passieren sollte. Danach hatte man das Gefühl, dass in unserem Spiel ein Bruch drin war und wir uns schwergetan haben. Und man muss sagen, dass die Bayern ein hervorragendes Spiel gemacht haben. Wenn die Bayern einen guten Tag erwischen, kannst du auch einen sehr guten Tag erwischen und es reicht trotzdem nicht. Nach vorne haben wir einige gute Ansätze gesehen – gerade in der ersten Halbzeit.“

…Wolfsburg: „Gegen Wolfsburg wird es natürlich wieder ein ganz anderes Spiel. Sie spielen eine hervorragende Saison, sind stabil in ihrem Auftreten. Stehen defensiv kompakt, strahlen aber auch eine unglaubliche Torgefahr aus. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten.“

…Prinzip des Leihspieler-Modells: „Es ist schon ein Schritt aus der U19 oder U23 direkt in die Profimannschaft. Es gibt Spieler, die das schaffen und es gibt Spieler, denen es guttut, nochmal einen Zwischenschritt zu machen. Wir versuchen da, die bestmögliche Lösung zu finden. Es ist wichtig, das einzeln zu bewerten. Und ich glaube, dass wir damit auch in Zukunft arbeiten werden.“

 

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