Möhwald: Gekommen, um zu spielen

Für jeden Spaß zu haben, aber nicht zum Spaß gekommen: Werder-Neuzugang Kevin Möhwald (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 04.07.2018 // 17:35 Uhr

Von Yannik Cischinsky

In knapp zwei Monaten könnte sich ein Traum von Kevin Möhwald erfüllen. Ende August beginnt die Bundeliga. Für Werder plant der Neuzugang, dann auf dem Platz zu stehen. Seit dieser Woche ist Möhwald 25. Der Mittelfeldakteur ist kein blutjunges Talent mehr. Er weiß, was er will: „Ich bin nicht zum Spaß hier“, sagt Möhwald auf der Pressekonferenz anlässlich seiner Präsentation. Der ehrgeizige Erfurter ist gekommen, um zu spielen.

Möhwald weiß, wo er herkommt. Rund 100 Drittligaspiele hatte er auf dem Buckel, als er 2015 zum 1. FC Nürnberg wechselte. 87 Zweitligapartien später steht er jetzt beim SV Werder unter Vertrag. „Ich habe das ganz klare Ziel, mich hier durchzusetzen“, formuliert Möhwald und blickt zurück: „Als ich nach Nürnberg gewechselt bin, wollte ich so viele Einsätze wie möglich sammeln. Ich war allerdings ein eher unbeschriebenes Blatt. Den Durchbruch habe ich dann erst im zweiten und dritten Jahr geschafft.“

Möhwald: "Meine Stärken liegen im Passspiel"

Kommt mit der Erfahrung aus knapp 200 Zweit- und Drittligapartien zum SVW (Foto: nordphoto).

Möhwald weiß, worauf es ankommt. Er ist aufgeräumt und reflektiert, das zeigt nicht zuletzt seine bisherige Laufbahn. Auch für die kommenden Monate hat er einen klaren Plan. „Es ist erstmal sehr wichtig, in die Mannschaft reinzukommen, alles kennenzulernen und sich zu integrieren. Das Team hat vor allem im letzten halben Jahr einen sehr guten Weg eingeschlagen. Ich will mich einbringen und den Weg weiter mit nach vorne treiben.“

Möhwald weiß, was seine Stärken sind. Im Mittelfeld kann er viele Positionen bekleiden. Offensiv wie defensiv, rechts wie links, am liebsten aber im Zentrum. „Meine Stärken liegen vor allem im Passspiel und in der Übersicht“, sagt Möhwald. Seine Schwächen kennt der Neu-Werderaner mindestens genauso gut. „Die Defensivarbeit ist ausbaufähig“, erklärt Möhwald, um im gleichen Atemzug zu verdeutlichen, was ihn bis zu Werder gebracht hat: „Ich bin einfach ein sehr ehrgeiziger Typ, der an seinen Schwächen arbeitet. Ich glaube, dass ich in Bremen genau richtig bin.“