Immer besser

Jiri Pavlenka hielt den SVW mit überragenden Paraden in Freiburg im Spiel (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 28.11.2018 // 16:15 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Es geht nicht besser. Wohl keinen Satz bekam Jiri Pavlenka in der Vorsaison häufiger zu hören. Mit überragenden Leistungen rettete der Schlussmann Werder die Punkte, avancierte wie selbstverständlich zum „Spieler der Saison“. Und genau das trübt den Blick auf den Werder-Keeper in dieser Saison, verfälscht möglicherweise sogar die Wahrnehmung seiner bisherigen Leistungen.

„Letztes Jahr hatten wir eine ganz andere Situation. Ich musste viel mehr Arbeit im Tor leisten, viel häufiger eingreifen. Das kann man nicht vergleichen“, merkt Pavlenka an. Die Zahlen untermauern, was Pavlenka sagt. In der Vorsaison ließen nur drei Teams mehr Chancen zu als Werder: die beiden Absteiger Hamburg und Köln sowie Freiburg. 2018/19 bekamen dagegen bis dato die Schlussmänner von neun Klubs mehr um die Ohren gefeuert als Pavlenka.

Positive Statistik: Jiri Pavlenka konnte in dieser Saison bereits 44 Torschüsse parieren (Foto: nph).

Wenngleich alleine das Rekordspiel gegen Freiburg mit unglaublichen 43 Torschüsse (24:19 für Freiburg, Saisonrekord) diese Statistik verzehrt. Achtmal parierte der Tscheche – ebenso häufig wie sein Gegenüber Alexander Schwolow. Gemeinsam kletterte das Duo auf Platz eins (Schwolow, 47 gehaltene Schüsse) und Platz vier (Pavlenka, 44 gehaltene Schüsse). „Pavlas, unser Superman“, wie ihn Torschütze Ludwig Augustinsson nach dem 1:1 in Freiburg taufte, hatte Werder am Sonntag im Spiel gehalten.

Es war nicht das erste sehr gute Spiel von Jiri Pavlenka in dieser Spielzeit, aber zum ersten Mal fühlten sich viele an seine sensationellen Partien der Vorsaison erinnert. „Einige Leute haben mich schon kritisiert. Ich hatte in der diesjährigen Vorbereitung ein paar Probleme mit meinem Körper, aber jetzt fühle ich mich gut“, sagte der Schlussmann bei WERDER.TV um mit einem Lächeln hinterher zu schieben: „Ich hoffe, das war nicht meine letzte gute Performance in dieser Saison.“ 

Mit seiner Leistung ist der 26-Jährige trotzdem nie zufrieden. „Es geht immer besser. Das habe ich mir selbst letzten Jahr immer wieder selbst gesagt.“