Eine Begegnung der besonderen Art

Nuri Sahin trifft am Samstag erstmals im Werder-Trikot auf seine "alte Liebe" (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 13.12.2018 // 15:25 Uhr

Von Daniel Gerdes

Wenn der SV Werder am Wochenende im Dortmunder Signal Iduna Park gastiert, verspricht das Spannung pur. Der eine oder andere Fan der Grün-Weißen dürfte sehr gerne an den 09. Dezember letzten Jahres zurückdenken als Kruse, Eggestein und Co. Borussia Dortmund mit 2:1 besiegen konnten. Nuri Sahin und Thomas Delaney wirkten beim letzten Aufeinandertreffen in Dortmund auch aktiv auf dem Platz mit, nur in vertauschten Rollen.

Für beide ist es ein besonderes Wiedersehen. Thomas Delaney spielt zum ersten Mal gegen seinen Ex-Arbeitgeber Werder Bremen, bei dem er die ersten Schritte in der Bundesliga gemacht hat. Gleiches gilt auch für Nuri Sahin. Der 30-Jährige – im letzten Jahr gegen Werder noch eingewechselt, steht vor seinem ersten Bundesliga-Auftritt gegen seinen Heimatverein. Eine Begegnung der besonderen Art also, aber nicht nur für die beiden Akteure.

„Auch für mich ist das Spiel in Dortmund etwas Besonderes. Diese Emotionalität im Stadion hast du außer hier im Weser-Stadion nirgendwo sonst in der Bundesliga“, so der Werderaner Übungsleiter Florian Kohfeldt. Zu Thomas Delaney wollte Kohfeldt nicht zu viele Worte verlieren, wünscht sich aber, „dass das Spiel für Thomas am Wochenende nur so semi-gut läuft. Nach dem Abpfiff werden wir uns aber sicher in den Arm nehmen.“

Florian Kohfeldt und Nuri Sahin werden sich auch im Vorfeld des BVB-Spiels austauschen (Foto: nph).

Sahin dagegen kennt Dortmund und vor allem den BVB besser als seine Westentasche, was natürlich auch für die Herangehensweise am Samstag Vorteile bieten kann: „Noch habe ich nicht mit Nuri gesprochen, werde das aber im Laufe des Tages tun. Er kennt die Mannschaft und hat Teile der Vorbereitung mit dem Team absolviert, da kann er schon hilfreich sein“, ist sich Kohfeldt sicher, der mit Sahin „Gespräche über Taktik auf hohem Niveau führen kann, die über die normalen Spieler-Trainer-Gespräche hinausgehen.“
Doch noch ein weiterer Akteur aus dem Bremer Kader kennt den Trainer der Schwarz-Gelben bestens. Kapitän Max Kruse hat zwischen 2013 und 2015 in Gladbach seine Fußballschuhe geschnürt und unter Lucien Favre gespielt. Wie Schweizer Trainer spielen lässt und darüber, „wie er auf Änderungen im Spiel reagiert, haben wir besprochen“, so Kohfeldt.

Auf eines können sich Fans, Spieler und Verantwortliche verlassen: Das Spiel am Samstag (ab 18.15 Uhr im betway-Liveticker auf WERDER.DE) wird auf mehreren Ebenen eine Begegnung der besonderen Art werden.