Keine Schlummertaste für Jordan

"Lieblingself" mit Fin Bartels

Von Michael Jordan bis Clarence Seedorf - Fin Bartels und seine "elf Lieblinge" (Foto: WERDER.DE).
Lieblingself
Donnerstag, 15.11.2018 // 12:11 Uhr

Notiert von Yannik Cischinsky

Seit elf Monaten kämpft sich Fin Bartels durch die Reha, quälende elf Monate lang schon stand Werders Offensivdribbler nicht mehr auf dem Platz. In der neuen WERDER.DE-Serie „Lieblingself“ darf der 31-Jährige seinen Blick mal auf elf ganz andere, schöne Dinge richten und seine ganz persönlichen Favoriten verraten. Ein kurzer Abriss von Seedorf, Siedschlag und Schlummertaste.

#1 Meine Lieblingsbeschäftigung am Morgen: Die Schlummertaste zu drücken (lacht). Ich könnte zehnmal drauf drücken. Erholsamer wäre es sicherlich, einfach den Wecker später zu stellen, aber es tut so unfassbar gut, auf die Uhr gucken zu können und zu wissen: ‚Herrlich, ich kann noch mal kurz liegenbleiben.‘ Ich komme abends nicht früher ins Bett, muss mittlerweile aber um halb Sieben aufstehen. Das passt dann irgendwie nicht mehr zusammen.

#2 Die Lieblingsschlagzeile, die ich gerne über mich lesen würde: ‚Bartels topfit in die Rückrunde gestartet‘. Momentan geht es zum Glück wieder in die richtige Richtung und ich bin sehr froh, wieder mit dem Ball üben zu können. Aufgrund des Rückschlags konnte ich fünf, sechs Wochen gar nichts mit dem Ball machen. Das hat echt genervt.

In der Reha übt Fin Bartels - wen wundert's - am liebsten mit dem Ball (Foto: nordphoto).

#3 Mein Lieblingsheld in der Kindheit: Michael Jordan. Ich kann mich erinnern, dass ich auf einem Michael Jackson-Konzert in Kiel war und mir nachts einen Wecker gestellt habe, um Michael Jordan gucken zu können. Das muss 1997 gewesen sein.

#4 Meine Lieblingsbeschäftigung mit meinen Kindern: Kuscheln. Meine zwei Mädels und der Jüngste sind zum Glück alle noch kuschelbedürftig. Ich hoffe, das hält noch ein bisschen an, denn bald wird das in alle Richtungen gehen. Meine eine Tochter reitet und turnt gerne, die andere macht gerne Ballsportarten, momentan Tennis, und mein Sohn wird natürlich Ballett machen. Nein, Spaß.

#5 Mein eigenes Lieblingstor: Mein erstes Tor in der Bundesliga war ja bekanntlich ein Fallrückzieher. Das ist sehr schwer zu übertrumpfen.

#6 Meine Lieblingssportart neben dem Fußball: Ich würde gerne besser Golf spielen. Als ich vor zehn Jahren in Kiel meine Platzreife gemacht habe, da habe ich die Bälle locker ohne nachzudenken rausgehauen. Seitdem geht es stetig bergab (lacht). Bei mir hat sich so viel eingeschlichen, wie ich letztens bei einer Trainerstunde mit Video sehen musste. Aber wenn ich mit dem Fußball aufhöre, greife ich noch mal an.

Vermisst das Skifahren im Winter: Werder-Profi Fin Bartels (Foto: nordphoto).

#7 Mein Lieblingsurlaubsort: Eigentlich sind es die Berge, aber ich war schon lange nicht mehr Skifahren. Früher waren wir jedes Jahr in Österreich, in Mayrhofen oder Sölden. Als Familie machen wir im Sommer mittlerweile gerne Hotelurlaub, wo wir entspannen können und es jede Menge für die Kids zu machen gibt. Da geht’s um die reine Erholung und nicht um Wandern oder darum, aktiv zu sein.

#8 Meine Lieblingsnascherei: Da könnte ich zig Sachen aufzählen (lacht). Chips, am liebsten Riffels oder Taccos, Maoam und Schokolade oder Schokoladenkekse. Da lege ich mir gerne zuhause eine kleine Auswahl zurecht.

#9 Ein Tor, an das ich mich am liebsten erinnere: Das Tor von Clarence Seedorf aus 40 Metern mit Vollspann, damals im Madrid-Derby gegen Atletico. Ich habe noch nie so einen Schuss gesehen und weiß bis heute nicht, wie man so schießen kann. Der Ball zischt einfach gerade in den Winkel. Unfassbar.

#10 Mein Lieblingsmoment im Werder Trikot: Eigentlich die komplette vorletzte Rückrunde, wo es im Team und bei mir persönlich richtig rund lief. Das war die beste Phase in meiner ganzen Fußballerlaufbahn. Und da insbesondere der 6:2-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart, bei dem ich zwei Tore gemacht habe. Das war ein spezieller Moment für mich.

#11 Mein Lieblingstauschtrikot: Eins war auf jeden Fall das von meinem guten Kumpel Tim Siedschlag. Er ist der letzte Verbliebene aus der Zeit in Kiel, wo er immer noch spielt – allerdings in der zweiten Mannschaft. Auch mit Max Kruse habe ich mal getauscht, als er noch bei Wolfsburg gespielt hat.