Werder-Leihgaben als Faustpfand

Leihspieler überzeugen bei ihren Vereinen

Läuft derzeit für den FC. St. Pauli auf: Luca Zander (Foto: nordphoto)
Dienstag, 06.03.2018 // 17:37 Uhr

Von Niklas Behrend

Von Frankreich und den Niederlanden über das Unterhaus der Bundesliga bis nach Österreich. Insgesamt sechs Werderaner sind in der laufenden Spielzeit ausgeliehen. WERDER.DE wirft einen Blick auf die Kicker von D wie Fallou Diagne bis Z wie Luca Zander und gibt einen Einblick, wie es den Exilbremern im bisherigen Saisonverlauf ergangen ist.

Fallou Diagne (FC Metz): Den Senegalesen hat es bereits vor anderthalb Jahren zum FC Metz nach Frankreich verschlagen. Dort läuft die Saison für Diagne persönlich zufriedenstellend. Insgesamt 21 Einsätze, davon zumeist als Innenverteidiger von Anfang an, stehen für Diagne bisher zu Buche. Darüber hinaus konnte sich Diagne einmal in die Torschützenliste eintragen. Für den Club könnte die Situation hingegen kaum dramatischer sein. Diagne und Co. stehen abgeschlagen am Tabellenende der Ligue1.

Garcia kämpf beim Club um Spielzeit (Foto: nordphoto).

Ulisses Garcia (1. FC Nürnberg): Erst in der Winterpause wechselte der Schweizer U21-Nationalspieler von der Weser zu den Franken. Nachdem Garcia im Trainingslager der Nürnberger mächtig aufhorchen ließ und im Testspiel gegen die Schotten von Heart of Midlothian sehenswert zum 5:0-Endstand traf, kommt der Außenverteidiger derzeit noch nicht richtig zum Zug. In den bisherigen sieben Ligaspielen nach der Winterpause stand Garcia zwar bis auf eine Ausnahme immer im Kader, doch die bisherige Spielzeit ist mit 38 Minuten aufgeteilt auf zwei Einsätze noch überschaubar.

Leon Guwara (1. FC Kaiserslautern): Für den zweiten ausgeliehenen Außenverteidiger Leon Guwara läuft es, gemessen an der Spielzeit, besser. Der 21-Jährige ist beim 1.FC Kaiserslautern in der zweiten Bundesliga derzeit gesetzt und bestritt bisher 18 Ligaspiele für die roten Teufel. Nachdem der FCK lange Zeit als sicherer Abstiegskandidat galt, ist für den aktuellen Tabellen-Achtzehnten auch der Klassenerhalt wieder ein realistisches Ziel. Das rettende Ufer, auf dem derzeit Erzgebirge Aue rangiert, ist „nur“ noch sechs Punkte entfernt. Nach der Hinrunde hatten die Lauterer zehn Punkte Rückstand.

Thanos Petsos (SK Rapid Wien): Dreimal lief der Grieche für die Profis des SV Werder auf, bevor es im Frühjahr 2017 für ein halbes Jahr nach England zum FC Fulham ging. Nach der Sommervorbereitung liehen die Grün-Weißen Petsos erneut aus. Diesmal zu seinem Ex-Verein Rapid Wien in die Österreichische Bundesliga. Dort rangiert Petsos mit seinen Mannschaftskollegen auf Tabellenplatz vier. Daran hat auch der vierfache griechische Nationalspieler seinen Anteil. Petsos hat sich nach Anfangsschwierigkeiten im zentralen Mittelfeld der Wiener festgespielt und kommt bisher auf elf Saisoneinsätze.

Lennart Thy (VVV Venlo): Eigentlich ist Lennart Thy beim Erstligisten in der niederländischen Grenzstadt Venlo kaum noch wegzudenken. Der Angreifer ist beim VVV unangefochtener Stammspieler und stand in allen bisherigen 26 Saisonspielen in der Startelf der Schwarz-Gelben. Dazu erzielte Thy sechs Treffer und legte sechs weitere auf und ist damit Topscorer seiner Mannschaft, für die auch der ehemalige Keeper von Fortuna Düsseldorf, Lars Unnerstall, aufläuft. Insgesamt läuft es für den VVV um Thy und Co. richtig gut. Als Aufsteiger steht Venlo im gesicherten Mittelfeld der Eredivsie.

Luca Zander (FC. St. Pauli): Letzte Saison war Luca Zander noch ein Fixpunkt im Spiel von Werders U23. Nun spielt Zander rund 100 km weiter nördlich am Millerntor. In der Hinrunde eroberte sich Zander auf Anhieb einen Stammplatz und pendelte zwischen der Position des Rechtsaußens und Rechtsverteidigers. Auch nach der Winterpause war Zander zunächst gesetzt, kam in den letzten beiden Spielen aber nicht zum Einsatz. Dennoch sind die bisherigen 18 Saisoneinsätze mit zwei Vorlagen eine ordentliche Bilanz für das Bremer Eigengewächs.