Interimslösung und Trainersuche

Frank Baumann über...

Frank Baumann äußerte sich zu der Trennung von Alexander Nouri und zur Trainersuche (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 30.10.2017 // 13:23 Uhr

Am Montagmorgen mussten die Verantwortlichen des SV Werder eine Entscheidung treffen, die keinem der Grün-Weißen leicht gefallen ist. „Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass wir in der aktuellen Konstellation nicht aus der Situation herauskommen und ein neuer Impuls wichtig ist“, so Werders Geschäftsführer Sport, Frank Baumann. Am Montagvormittag trat der Geschäftsführer Sport vor die Kameras und stand den Medienvertretern Rede und Antwort.

WERDER.DE fasst die wichtigsten Aussagen der Presserunde zusammen.

Frank Baumann über…

… die Verabschiedung Alexander Nouris von der Mannschaft: „Wir standen immer in einem offenen und ehrlichen Austausch und haben sehr eng zusammengearbeitet. Alex hat die Entscheidung akzeptiert, hatte aber auch die Überzeugung, es mit der Mannschaft noch zu schaffen. Er hat ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet, sich von jedem einzelnen Spieler und dem Funktionsteam verabschiedet und dem Team viel Glück für die Zukunft gewünscht.“

… die Reaktion von Florian Kohfeldt auf die Berufung zum Interimstrainer: „Ich habe in der Nacht zum ersten Mal mit ihm telefoniert und ihm mitgeteilt, dass es darauf hinauslaufen könnte. Er hat keine Angst vor der Herausforderung und ist bereit, dem Verein in dieser schwierigen Situation zu helfen. Er traut sich die Aufgabe zu.“

Florian Kohfeldt und Thomas Horsch übernehmen interimsweise die Bundesliga-Mannschaft. Tim Borowski komplettiert das Trainer-Team (Foto: nordphoto).

… der Qualifikation von Florian Kohfeldt: „Florian genießt im Verein schon sehr lange eine hohe Wertschätzung. Er war im Jugendbereich bereits in zahlreichen Trainerteams dabei und hat mit der U 23 als einzige U 23 in Deutschland die Klasse in der 3. Liga gehalten. Zudem hat er Erfahrung als Co-Trainer in der Bundesliga gesammelt und kennt den Abstiegskampf. Er kennt die Mannschaft und braucht jetzt nicht lange Zeit, um sich einzugewöhnen. Florian hat eine klare Ansprache, hat junge Spieler weitergebracht. Er ist ein junger und innovativer Trainer.“

… die Zusammenstellung des Trainerteams: „Tim Borowski hat in seiner langen Karriere als Profi schon viele Situationen erlebt. Er bringt ein Element ins Team ein, dass die anderen beiden Trainer nicht vorweisen können. Mit seiner Art kann er den Spielern, auch in Gesprächen, helfen. Natürlich war er etwas überrascht, aber er hat sofort gesagt, dass er gerne diese Aufgabe übernimmt, wenn er dem Verein helfen kann. Bei der U 17 hat er zuletzt erste Erfahrungen gesammelt und sehr akribisch gearbeitet. Mit Thomas Horsch haben wir zudem einen Co-Trainer im Team, bei dem Abläufe, Kommunikation und Verständigung mit Florian Kohfeldt eingespielt sind.“

… das weitere Vorgehen bei der Trainersuche: „Das Ziel ist es, in der Länderspielpause nach dem Frankfurt-Spiel eine endgültige Entscheidung zu präsentieren. Wir lassen uns bei dieser sehr wichtigen Position des Cheftrainers aber nicht unter Druck setzen und nehmen uns die nötige Zeit. Florian Kohfeldt gehört zu den Kandidaten, es ist mit ihm aber besprochen, dass wir parallel den Markt sondieren und Gespräche führen. Wir werden nicht nur mit freien, sondern auch mit Trainern, die unter Vertrag stehen, sprechen. Das muss korrekt und sauber ablaufen. Dafür benötigen wir Zeit.“

… das Anforderungsprofil des neuen Cheftrainers: „Er muss der Mannschaft eine klare Handschrift vorweise, junge Spieler weiterentwickeln und die Balance zwischen Offensive und Defensive vermitteln können. Er sollte mit seiner Art nach Bremen und zu Werder passen, muss aber keinen Stallgeruch haben.“

… die Verantwortung der Spieler: „Wir erwarten auch von der Mannschaft jetzt eine klare Reaktion. Die Leistung am Sonntag war indiskutabel. Das können wir so nicht stehen lassen und das habe ich dem Team in der Kabine klargemacht. Die Mannschaft ist jetzt in der Pflicht. Es herrschte in der Kabine eine sehr gedrückte Stimmung, da die Mannschaft weiß, dass sie ihren Teil zur Situation beigetragen hat.“