Augustinsson: "Möchte nächste Saison noch mehr zeigen"

Das erste Interview auf Deutsch

Hat Spaß, Deutsch zu lernen und fühlt sich immer wohler in Bremen: Ludwig Augustinsson (Foto: WERDER.DE).
Interview
Freitag, 13.04.2018 // 11:37 Uhr

Seit September paukt Ludwig Augustinsson Deutsch. Das Ergebnis lässt sich nach gerade einmal sieben Monaten durchaus sehen, oder besser gesagt hören! Mit WERDER.TV und WERDER.DE hat der schwedische Nationalspieler sein allererstes Interview auf Deutsch geführt – und über seine Eingewöhnung in Bremen gesprochen, die Anpassung an die Bundesliga und Pläne für die kommende Saison.

WERDER.DE: Moin Ludde, was waren deine ersten Worte auf Deutsch?

Ludwig Augustinsson: „Das weiß ich noch! Es waren ‚Ich verstehe das nicht‘ und ‚Können Sie das wiederholen?‘ (lacht).“

WERDER.DE: Wir kennen dich als ‚Mister Hundertprozentig‘. Wie ehrgeizig bist du beim Deutschlernen?

Ludwig Augustinsson: „Für mich ist es sehr wichtig, deutsch zu sprechen. Ich habe einmal pro Woche Unterricht mit meinem Deutschlehrer Detlef. Ich denke, es wird besser und besser. Die Entwicklung ist gut. Ich hoffe, dass ich in sechs Monaten hundertprozentig deutsch sprechen kann. Das ist mein Ziel.“

Mit seinem Deutschlehrer Detlef trifft sich "Ludde" einmal pro Woche (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Das klappt schon hervorragend. Lernst du auch zuhause viel?

Ludwig Augustinsson: „Nur ein wenig gemeinsam mit meiner Freundin. Sie spricht wie ich Schwedisch, Dänisch und Englisch, aber auch ein bisschen Spanisch und jetzt etwas Deutsch.“

WERDER.DE: Wie schwer fällt es dir, Deutsch zu lernen?

Ludwig Augustinsson: „Ach, Deutsch ist gar nicht so schwer. Die Grammatik ist relativ kompliziert und man braucht sehr viele Worte, um sich auszudrücken. Deutsch zu lernen ist deutlich schwieriger als damals Dänisch in Kopenhagen, aber meine Motivation ist auch größer. Deutsch ist wichtiger für mich. Damals hatte ich keine Termine bei einem Sprachtrainer, sondern habe das nebenbei gelernt.“

WERDER.DE: Ehrliche Antwort, bitte! Wie unterhältst du dich mit Thomas Delaney und Niklas Moisander?

Ludwig Augustinsson: „Nicht so viel auf Deutsch (lacht). Wir sprechen meistens etwas Englisch und einen Schwedisch-Dänisch-Mix. Aber mit Ishak Belfodil spreche ich zum Beispiel sehr viel Deutsch, eigentlich nur Deutsch. Wir lernen zusammen im Weser-Stadion. Das macht Spaß.“

WERDER.DE: Du bist jetzt fast eine Saison in Bremen. Wie gut hast du dich abgesehen von der Sprache eingelebt?

Ludwig Augustinsson: „Bremen ist nicht so groß, aber sehr schön. Ich habe viele verschiedene Restaurants ausprobiert und die wichtigsten Orte der Stadt besucht. Der beste Platz ist natürlich das Weser-Stadion (schmunzelt).“

Perfektionist: Auch beim Deutschlernen gibt Ludwig Augustinsson 100 Prozent (Foto: W.DE).

WERDER.DE: Was hat dich in den vergangenen Monaten am meisten überrascht?

Ludwig Augustinsson: „Es hat mich wirklich überrascht, dass die Stadt sehr schön ist, vor allem mit der Weser. Auch die Menschen haben mich überrascht. Die Fans sind klasse, einfach unser 12. Mann.“

WERDER.DE: Vermisst du etwas an Kopenhagen und was ist dein Lieblingsplatz in Bremen?

Ludwig Augustinsson: „Kopenhagen ist für mich die schönste Stadt Europas. Da ist es natürlich schwer, mitzuhalten. Aber ich mag Bremen sehr. Mein Lieblingsrestaurant ist 'The Grill'. Mein Lieblingsessen Fleisch, vor allem ein Entrecôte, also Ribeye-Steak.“

WERDER.DE: Die Grillsaison geht ja auch gerade wieder los…

Ludwig Augustinsson: „Ja, darauf freue ich mich. In diesem Jahr habe ich es leider noch nicht geschafft, aber vielleicht baue ich morgen den Grill auf. Ich liebe es, zu grillen.“

WERDER.DE: Wie blickst du auf deine erste Spielzeit bei Werder zurück?

Ludwig Augustinsson: „Ich bin zufrieden. Das war eine gute erste Saison mit Werder. Ich weiß aber, dass ich viel besser spielen und mich noch mehr entwickeln kann. Ich möchte nächste Saison noch mehr zeigen.“

WERDER.DE: Wie schwer ist dir die Anpassung an die Bundesliga gefallen?

Ludwig Augustinsson: „Es war gar nicht so schwer. Am Anfang war es natürlich ein Unterschied im Vergleich zur dänischen Liga. Die ersten drei Monate waren auch echt hart, aber ab November wurde es besser und besser. Mit den letzten sechs Monaten bin ich sehr zufrieden.“