"Viel investiert, verdient belohnt"

Die Stimmen zum Hoffenheim-Spiel

Mit viel Kampfgeist und Mut entführte der SV Werder einen Punkt aus Sinsheim (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 21.12.2016 // 23:47 Uhr

Von Yannik Cischinsky und David Steinkuhl

Einen großen Dank sprach Alexander Nouri seinem gesamten Team nach der guten Leistung und dem Punktgewinn bei den noch ungeschlagenen Hoffenheimern zum Jahresabschluss aus. Trainerkollege Julian Nagelsmann gab Werders Cheftrainer noch ein paar lobende Worte mit auf den Weg, dann verschwand Nouri wieder in den Katakomben der Arena in Sinsheim und wirkte höchst zufrieden mit dem stark erkämpften Zähler im Kraichgau. Mit fünf Spielen ohne Niederlage geht es für den SV Werder jetzt auf Tabellenplatz 15 in die Winterpause.

WERDER.DE sammelte nach dem Spiel in Sinsheim Stimmen von zufriedenen Grün-Weißen, die im Folgenden zusammengefasst sind.

Zum Spielverlauf:

Mit neuem Mut gingen Max Kruse und Co. in die zweite Spielhälfte - und wurden belohnt! (Foto: nordphoto)

Alexander Nouri: „In der ersten Halbzeit waren wir in meinen Augen schon gut im Spiel, hatten auch guten Zugriff. In den Umschaltaktionen fehlte uns da leider ein bisschen die Präzision. Beim Gegentor haben wir den zweiten Ball nach einem Standard nicht gut verteidigt. Nach der Pause haben wir dann mutiger nach vorne agiert und als Team viel investiert. Wir haben uns mit diesem verdienten Punkt belohnt.“

Fin Bartels: „Hoffenheim steht ja nicht umsonst da oben, sie haben es uns in der ersten Halbzeit wirklich schwer gemacht, da sind wir viel hinterhergelaufen. Je mehr es auf das Ende zuging, haben wir den Druck immer weiter erhöht und sogar noch ein, zwei Möglichkeiten gehabt, das Ding hier mit ein bisschen Glück zu gewinnen. Alles in allem aber eine gute zweite Halbzeit von uns, ich denke wir verabschieden uns hier mit einem guten Auftritt in die Winterpause.“

Zlatko Junuzovic: „Vor allem in der ersten Halbzeit ist der letzte Pass bei uns nicht so richtig angekommen. Das Tor fällt dann mal wieder durch einen Fehler, zuvor haben wir wenige Chancen zugelassen. In der zweiten Hälfte haben wir versucht mehr Druck nach vorne zu entwickeln und so gab es dann einige Konterchancen für die TSG. Auch wenn die Hoffenheimer noch ungeschlagen waren, wollten wir etwas mitnehmen und wir haben etwas mitgenommen.

Frank Baumann: „Wir wussten, dass es ganz, ganz schwer wird und wir nicht alles in Grund und Boden schießen werden. Wir haben das in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gemacht und defensiv wenig zugelassen. Das Gegentor fiel nach einer Standardsituation, bei der wir etwas zu früh abgeschaltet haben. Wir haben aber nicht nachgelassen und sehr offensiv ausgewechselt, auf den Ausgleich gedrängt. Natürlich mussten wir dann bei den Kontern enorm aufpassen. Da haben wir auch mal Glück gehabt, es im Großen und Ganzen aber gut hinbekommen. Wir haben gefightet, die Wege mit zurück gemacht und uns in die Zweikämpfe geworfen. “

Max Kruse: „In der ersten Halbzeit hatten wir uns natürlich einen Plan zurechtgelegt, aber so einfach wie auf der Tafel, ist es dann auf dem Platz nicht immer. Hoffenheim ist nicht irgendein Gegner, da hatten wir am Anfang ein paar Probleme das Ganze richtig zuzustellen. Dann haben wir umgestellt und das andere System hat besser funktioniert. Wir hatten in der Folge mehrfach gute Momente in der Offensive, deswegen ist das ein gerechtes Unentschieden.“

Zum späten Punktgewinn:

Frank Baumann: „Jeder Punkt zählt, von daher können wir für heute zufrieden sein. Hoffenheim spielt eine absolute Top-Saison, ist noch ungeschlagen. Wir sind immer dran geblieben, konnten mit einer starken Mannschaft mithalten. Der Punkt war über 90 Minuten gesehen verdient.“

Max Kruse: „Wir laufen in der vorletzten Situation drei auf zwei, das kann man vielleicht sogar noch besser ausspielen, dann gewinnen wir das hier. Der Punkt ist aber sicher ein guter Abschluss der Hinrunde.“

Zlatko Junuzovic: „Man hat gemerkt, dass die Hoffenheimer Selbstvertrauen haben. Immer wieder haben sie versucht zu kombinieren, wie vom Trainer vorgegeben. Aber ich glaube wir haben heute sehr viel Leidenschaft und Moral bewiesen. In einigen Kontersituationen hatten wir Glück, aber der Punkt ist schon verdient, wir haben einfach versucht nochmal alles rauszuhauen.“

Zur bevorstehenden Winterpause:

Abschied in die Winterpause: Mit fünf Spielen ohne Niederlage lässt es sich gut regenerieren (Foto: nordphoto).

Fin Bartels: „Natürlich würde man gerne weiterspielen, wenn man so eine kleine Serie hat, wie wir jetzt. Aber ich glaube es tut uns auch ganz gut, dass wir uns mal ein bisschen erholen können, um dann mit Volldampf wieder in die Rückrunde starten zu können.“

Robert Bauer: „Ich denke, man hat schon gemerkt, dass wir in der ein oder anderen Phase schon etwas auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Heute war es einfach der Wille, der uns die letzten Meter hat machen lassen, gerade mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir jetzt mal eine kurze Pause bekommen.“

Max Kruse: „Natürlich sind wir froh, dass wir jetzt fünf Spiele nicht verloren haben, wir brauchen jeden Punkt. Es ist aber auch nicht so, dass wir an der 30-Punkte-Marke kratzen und uns jetzt ausruhen dürfen. Jetzt regenerieren wir zehn Tage und ab dem 02. Januar gilt es dann, die volle Konzentration auf die Rückrunde zu legen.“

Frank Baumann: „Für die Spieler ist jetzt Zeit, etwas durchzuatmen. Das war eine aufreibende Hinrunde, sowohl körperlich als auch für den Kopf. Dann müssen wir uns sehr konzentriert auf die verbleibenden 18 Spiele vorbereiten. Wir haben ein sehr schweres Startprogramm.“