SVW unterliegt Schalke 1:3

Werder verpasst Befreiungsschlag

Der SVW unterlag beim FC Schalke 04 mit 1:3 (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 15.10.2016 // 19:30 Uhr

Von Erik Scharf

Der SV Werder hat sein Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 mit 1:3 (1:2) verloren. Einen Doppelschlag der Schalker durch Alessandro Schöpf (35.) und Nabil Bentaleb (38.) beantwortete Serge Gnabry mit einem verwandelten Elfmeter (42.). Nach dem Seitenwechsel besorgte Schöpf mit seinem zweiten Tor (63.) aber die Entscheidung zu Gunsten der Königsblauen.

Aufstellung und Formation: Aller guten Dinge sind drei. Mit drei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche will Werder-Coach Alexander Nouri zum dritten Mal in Folge auf Schalke ungeschlagen bleiben. Lamine Sané, der angeschlagen nicht mitwirken kann, wird von Milos Veljkovic ersetzt. Vor der Viererkette kommt Thanos Petsos zu seinem Startelfdebüt für die Grün-Weißen. Zudem rückt Serge Gnabry vom Flügel ins Sturmzentrum, Fin Bartels übernimmt Gnabry´s Position. Ousman Manneh und Izet Hajrovic sitzen hingegen zunächst auf der Bank, auf der nach langer Verletzungspause auch Claudio Pizarro wieder Platz nimmt. Taktisch bleibt der SVW im 4-1-4-1-System.

Gnabry kontert königsblauen Doppelschlag

Serge Gnabry hält den SVW mit seinem Elfmeter im Spiel (Foto: nordphoto).

2. Minute: Werder mit der ersten Ecke. An deren Ende kommt Theodor Gebre Selassie zum Kopfball, wird aber noch gestört und bekommt so nicht genügend Power hinter die Kugel. Ralf Fährmann im Schalker Tor packt sicher zu.

5. Minute: Auf der Gegenseite hat Eric-Maxim Choupo-Moting für S04 die erste riesige Chance. Auch hier war es eine Ecke, die auf den Stürmer verlängert wurde. Doch völlig freistehend jagt er den Ball über das Werder-Tor.

15. Minute: Gebre Selassie haut ein mächtiges Pfund raus! Aus knapp 25 Metern kann sich der Rechtsverteidiger viel Zeit nehmen und lässt den Ball in Richtung rechter Torwinkel fliegen. Fährmann lenkt den Schuss gerade so um den Pfosten. Insgesamt ein sehr guter Auftritt der Grün-Weißen in der geschlossenen Arena. Schnelles Umschalten, gute Zweikampfführung. So kann es weitergehen.

27. Minute: Die Königsblauen haben die Partie mittlerweile zwar an sich gerissen, doch Werders Defensive macht weiterhin einen guten Eindruck. Kompakt und diszipliniert lassen sie Schalke rund um den eigenen Strafraum keinen Platz. Den Kontern des SVW fehlt hingegen noch etwas die Präzision, um sich daraus Chancen zu erarbeiten.

35. Minute: Und dann doch das Tor für Schalke. Choupo-Moting legt einen langen Ball mit dem Kopf auf Max Meyer ab, der den Ball voll trifft. Zwar klatscht der Schuss an die Querlatte, doch Alessandro Schöpf köpft den Abpraller über die Linie.

38. Minute: Doppelschlag Schalke. Wieder war es ein Abpraller. Naldo donnert einen Freistoß aus 25 Metern flach aufs Tor, Wiedwald kann den Schuss zwar zur Seite abwehren, doch Nabil Bentaleb läuft durch und überwindet Werders Schlussmann. Bitter, jetzt müssen sich die Grün-Weißen aufrappeln und zurück beißen.

42. Minute: Anschlusstreffer! Serge Gnabry trifft vom Elfmeterpunkt! Clemens Fritz findet mit seiner flachen Hereingabe von rechts Ganbry am langen Pfosten nicht ganz, doch beim Laufudell um den Ball zwischen dem Werder-Stürmer und Schöpf trifft dieser Gnabry im Strafraum am Fuß. Den fälligen Strafstoß verwandelt Werders Nummer 29 sicher links unten. Und der SVW meldet sich zurück!

45. Minute: Pause in Gelsenkirchen. Beinahe ruiniert sich der SVW in drei Minuten eine anständige Vorstellung. Mit Serge Gnabry hält der bislang auffälligste Bremer seine Farben aber im Spiel. So ist für die Grün-Weißen im zweiten Durchgang noch alles möglich. 

Schöpf entscheidet Partie

Clemens Fritz und Werder kamen im zweiten Durchgang nicht mehr an der Schalker Defensive vorbei (Foto: nordphoto).

57. Minute: Sead Kolasinac bringt eine Flanke von links auf Schöpf, der aber mit seiner Direktabnahme an Wiedwald scheitert. Kurz darauf wäre um ein Haar wieder ein Abpraller im Werder-Tor gelandet. Den abgewehrten Schuss von Geis köpft Choupo-Moting aber vorbei. Werder muss aufpassen, dass der Schalker Druck nicht zu groß wird.

62. Minute: Bartels mit einem offensiven Lebenszeichen. Der Flügelstürmer zieht nach innen, sein Rechtsschuss kann Fährmann aber fangen.

63. Minute: Schöpf trifft zum 1:3. Werder verliert den Ball an der Mittellinie, Kolasinac bringt den gewonnenen Ball schließlich flach in den Strafraum. Im Zentrum verpassen zwar alle den Ball, doch Schöpf lauert am langen Pfosten und kann von Zlatko Junuzovic nicht mehr entscheidend gestört werden. Zweiter Treffer für den Schalker Mittelfeld-Mann.

70. Minute: Werder Coach Alexander Nouri setzt nun auf volle Offensive. Nach Izet Hajrovic für Clemens Fritz kommt nun Claudio Pizarro für Fin Bartels. Saisondebüt, schön, dass du wieder da bist, Claudio! Vielleicht kann der Peruaner am Spielausgang noch etwas ändern.

80. Minute: Zwar hat Schalke die offensiven Bemühungen eingestellt, der Abwehrriegel ist für den SVW aber nur schwer zu knacken. Die Grün-Weißen versuchen es dennoch unermüdlich, irgendwie zurück ins Spiel zu kommen. 

86. Minute: Florian Grillitsch wird im Strafraum umgerannt, doch Werder bekommt keinen zweiten Elfmeter. Der SVW stürmt, eine zwingende Torchance springt bislang nicht heraus. Fünf Minuten verbleiben.

90. Minute: Abpfiff. Werder unterliegt dem FC Schalke 04 mit 1:3.

Fazit: Der SVW zeigte sich defensiv stabil, doch zwei unaufmerksame und unglückliche Momente in kurzer Zeit zerstörten den guten Auftritt. Auch im zweiten Durchgang kassierten die Grün-Weißen nach ordentlicher Anfagnsphase das Gegentor. Danach schaffte es Werder aber nicht mehr, abermals ins Spiel zurückzufinden. Die Einstellung stimmte beim Team von Alexander Nouri durchaus, doch die Schalker Defensive war aus dem Spiel heraus nicht zu knacken. Der nächste Bundesliga-Auftritt des SVW steht nach der Länderspielpause in zwei Wochen zur gleichen Zeit gegen Eintracht Frankfurt auf dem Plan.