Werder im Rausch! 3:0-Sieg gegen S04

Hochverdienter Heimsieg des SVW

Theodor Gebre Selassie brachte mit seinem Kopfballtor den SVW auf die Siegerstraße (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 04.04.2017 // 22:00 Uhr

Von Erik Scharf

Dem SV Werder ist in einem mitreißenden Heimspiel gegen den FC Schalke 04 durch einen hochverdienten 3:0-Heimsieg der nächste Streich gelungen. Theodor Gebre Selassie erzielte per Kopf den Führungstreffer (24.) im ersten Durchgang, nach dem Wechsel machten die Grün-Weißen durch einen Doppelschlag den Deckel drauf. Erst verwandelte Max Kruse einen Foulelfmeter (76.), dann schloss Maximilian Eggestein einen selbst eingeleiteten Konter ab (80.). Für die Elf von Werder-Coach Alexander Nouri ist es das siebte ungeschlagene Spiel und der dritte Heimsieg ohne Gegentor in Folge.

Aufstellung und Formation: Nach dem 5:2-Auswärtssieg beim SC Freiburg vor drei Tagen muss Alexander Nouri den verletzten Robert Bauer ersetzen, dafür meldete sich Zlatko Junuzovic wieder fit. Der Österreicher kehrt auch direkt in die Startelf zurück, ebenso sind Linksverteidiger Santiago Garcia (ersetzt Bauer) und Claudio Pizarro im Sturm von Beginn an dabei. Dafür bleiben Maximilian Eggestein und Fin Bartels auf der Bank. Taktisch agiert der SVW in einem 3-5-2-System mit Junuzovic, Thomas Delaney und Florian Grillitsch in der Zentrale und der Doppelspitze Pizarro und Max Kruse.

Mit Köpfchen zur Führung

Theodor Gebre Selassie erzielt per Kopf die Führung für den SVW (Foto: nordphoto).

2. Minute: Der erste Schuss aufs Tor gehört dem SV Werder. Theo Gebre Selassie hat auf der rechten Seite Platz zum Flanken und findet im Strafraum Junuzovic. Dessen Kopfball ist aber zu zentral, Ralf Fähramann im Schalker Tor kann den Versuch festhalten.

10. Minute: Die knisternde Flutlicht-Atmosphäre im Weser-Stadion hat sich auch auf den Platz übertragen. Beide Teams suchen ohne Umwege den gegnerischen Strafraum. Bislang gelingt das den Grün-Weißen besser, auch wenn noch keine zwingende Torchance herausgesprungen ist.

15. Minute: Santiago Garcia und Luca Caldirola klären im Verbund gegen Leon Goretzka und Alessandro Schöpf. Kurz darauf zieht Schöpf mit links knapp am langen Pfosten vorbei. Die Gäste haben momentan das Spiel an sich gerissen, die Grün-Weißen lauern auf schnelle Konter. 

24. Minute: TOOOOOR FÜR WERDER! Herrliches Ding von Theodor Gebre Selassie! Ein Freistoß vom Österreicher wird zwar abgefangen, doch der bekommt die Kugel zurück auf den Fuß und bringt das Spielgerät technisch stark genau auf Gebre Selassie. Der köpft die Flanke gegen die Laufrichtung von Fährmann ins lange Eck. Führung für den SVW!

28. Minute: Felix Wiedwald muss nun auch erstmals eingreifen. Erst pariert er einen Distanzschuss von Max Meyer, den Nachschuss von Daniel Caligiuri aus halbrechter Position kann Werders Schlussmann dann festhalten.

35. Minute: Ähnliche Position wie beim Führungstor, auch diesmal entsteht wieder Gefahr nach Junuzovics Hereingabe. Auf der anderen Seite hat Werder keine Probleme, die vielen hohen Bälle der Schalker in Richtung Strafraum abzuwehren.

45. Minute: Goretzka probiert es aus der Distanz, sein Schuss geht aber über die Querstange. Auf der anderen Seite bedient Pizarro am Strafraum Grillitsch, der aber nicht an Fährmann vorbei kommt. Dann ist Halbzeit im Weser-Stadion.

Kruse und Eggestein entscheiden die Partie

Max Kruse sorgt mit seinem Elfmetertor für die Vorentscheidung (Foto: nordphoto).

46. Minute: Werder wechselt zur Pause. Maximilian Eggestein ersetzt Thomas Delaney, der angeschlagen in der Kabine bleibt.

51. Minute: Ähnlich wie im ersten Durchgang ist direkt hohes Tempo und viel Hektik im Spiel. So auch bei der Freistoßentscheidung für Werder, 25 Meter vor dem Tor. Den ruhenden Ball zirkelt Junuzovic über die Mauer, Fährmann ist aber zur Stelle.

54. Minute: Starker Konter der Grün-Weißen. Max Kruse läuft aus der eigenen Hälfte los, zieht den Sprint an und ist bis kurz vor dem Strafraum nicht aufzuhalten. Sein Pass auf Grillitsch ist aber einen Tick zu steil. Schade!

58. Minute: Alessandro Schöpf tankt sich im Strafraum von rechts kommend durch, doch sein Schuss ist zu hoch angesetzt. Kurz darauf kommt Max Meyer aus ähnlicher Position zum Abschluss, diesmal ist Wiedwald beim Flachschuss zur Stelle.

63. Minute: Zwar ist erst etwas mehr als eine Stunde gespielt, doch gefühlt läuft hier die Schlussphase. Königsblau drückt, Werder eröffnen sich im Konterspiel immer größere Räume. Derweil ist Fin Bartels für Claudio Pizarro im Spiel, für S04 sind Klaas-Jan Huntelaar und Jewhen Konopljanka für Choupo-Moting und Meyer auf dem Platz.

69. Minute: Bartels sorgt für Entlastung. Seit langer Zeit mal wieder eine längere Ballbesitzphase für Werder, an dessen Ende sich Bartels gegen zwei Schalker behauptet, den Schuss aber nicht genau genug ansetzen kann.

76. Minute: TOOOOOOR! Max Kruse mit der Vorentscheidung vom Elfmeterpunkt. Lässig verlädt er Fährmann und schiebt die Kugel in die linke Torhälfte. Höwedes fällt Bartels zuvor im Strafraum. Den fälligen Elfmeter versenkt Max Kruse eiskalt. YES!

80. Minute: DECKEL DRAUF! Maximilian Eggestein schließt einen herrlichen Konter zum 3:0 ab. Der Torschütze selber erobert den Ball gegen Stambouli und schaltet sofort in den Angriff um. Max Kruse bedient am Ende den völlig blankstehenden Eggestein, der aus drei Metern einköpft. Wahnsinn!

85. Minute: Das Weser-Stadion ist schon lange in Feierlaune, die Partie geht dem Abpfiff entgegen.

90. Minute: Abpfiff! Werder schlägt Schalke 04 mit 3:0!

Fazit: Werder schwimmt auf der Erfolgswelle! Im ersten Durchgang zeigte sich der SVW defensiv stark und offensiv effizient. Mit Theodor Gebre Selassie erzielte der auffälligste Bremer das Führungstor. Zwar hatte Schalke deutlich mehr Spielanteile, doch Werder arbeitete hochkonzentriert in der Defensive und setzte immer wieder gute Konter. Im zweiten Durchgang änderte sich daran nichts. Mit viel Einsatz und einer kompakten Staffelung boten die Grün-Weißen den Königsblauen kaum Platz, lediglich Einzelaktionen der Gäste ließen Gefahr aufkommen. Der Elfmeter sorgte zum richtigen Zeitpunkt für die Entscheidung, der Rest war Schaulaufen gegen völlig indisponierte Schalker. Ein letztendlich hochverdienter Sieg der Werder-Elf. Am kommenden Freitag, den 9. April, ist Werder um 20.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt zu Gast.