Behutsamer Start

Präsentierte sich am Sonntag der Öffentlichkeit: Lamine Sané mit Frank Baumann (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 08.08.2016 // 14:51 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Das Duell mit Chelsea konnte sich Lamine Sané nur von der Tribüne aus ansehen. Noch wird es einige Zeit dauern, bis der Neuzugang von Girondins Bordeaux selbst auf dem Rasen des Weser-Stadions mitwirken kann. Eine Knie-Verletzung warf den senegalesischen Abwehrrecken vergangene Saison zurück, aktuell kann er lediglich individuell trainieren. Doch Sané ist wieder optimistisch: „Es geht meinem Knie auf jeden Fall schon besser. Ich habe bei Werder mit dem Fitness- und Krafttraining begonnen und ich denke, dass ich in einigen Wochen bei den Spielen zum Einsatz kommen kann“, sagte der 29-Jährige bei seiner offiziellen Präsentation am Sonntagnachmittag.

Bei seinem neuen Arbeitgeber bekommt Sané genug Zeit, sich optimal auf die neue Herausforderung Bundesliga vorzubereiten. „Lamine hat in Bordeaux die Vorbereitung absolviert, aber wir wollen ihn trotzdem sehr behutsam aufbauen, um Rückschläge zu verhindern. Wir geben ihm die nötige Zeit, um im athletischen Bereich in einen Top-Zustand zu kommen. Dann können wir uns auf seine Qualitäten in den nächsten Jahren freuen“, so Frank Baumann, der dem erfahrenen Defensivakteur eine wichtige Rolle innerhalb des Teams zuspricht.

Erst in einigen Wochen wird Lamine Sané Sakko gegen Trikot tauschen können (Foto: WERDER.DE).

Sané hat in Bordeaux auf verschiedenen Positionen gespielt. Innenverteidigung oder defensives Mittelfeld, er selbst begreift sich als polyvalenten Fußballer. Und: Er hatte lange eine Führungsfunktion inne. Ehe sich Sané am Knie verletzte, trug er anderthalb Jahre die Kapitänsbinde des französischen Traditionsklubs. „Ich bin ein erfahrener Spieler, der die Führungsrolle bestens kennt. Das kann man auch in Bremen von mir erwarten“, sagt Sané. Knapp 190 Erstliga-Partien in Frankreich sowie 23 Einsätze in der Europa- und Champions League hat er absolviert, 31 Mal lief der groß-gewachsene Innenverteidiger für den Senegal auf. Seine Routine lässt sich an diesen Zahlen gut festmachen. 

Und doch steht Sané aufgrund seiner Verletzung und des Wechsels vor einem Neuanfang. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass er in den nächsten Wochen den nötigen Fitness-Zustand erreicht. Anschließend soll er die wichtige Rolle einnehmen, die wir uns von ihm erwarten“, formuliert es Baumann, um dann zu konkretisieren, warum Werder auf den Senegalesen baut: „Wir benötigen im Abwehrzentrum auch eine gewisse körperliche Präsenz was die Größe betrifft. In dieses Anforderungsprofil passt Lamine perfekt. Darüber hinaus bringt er große Qualitäten im Spielaufbau, im Zweikampf, beim Kopfballspiel und beim taktischen Verständnis mit. Dieses Gesamtpaket ist uns sehr wichtig“, so der Geschäftsführer Sport.