Kleinheisler: "Ich fiebere dem Samstag entgegen"

László Kleinheisler im Interview

Trifft mit den Darmstädtern am Samstag auf Werder: Leihspieler László Kleinheisler (Foto: nordphoto).
Interview
Freitag, 30.09.2016 // 14:45 Uhr

Das Interview führte Dominik Kupilas

Das Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 ist für die Grün-Weißen auch ein Wiedersehen mit Leon Guwara und László Kleinheisler, die beide für die laufende Saison an die Hessen ausgeliehen sind. Während Linksverteidiger Guwara aufgrund einer gelb-rot-Sperre nicht gegen seine alten Kollegen auflaufen kann, steht einem Einsatz von Kleinheisler nichts im Wege. WERDER.DE sprach im Vorfeld der Partie gegen seine alten Kollegen mit dem ungarischen Nationalspieler über seinen Wechsel nach Hessen und die Gefühlslage vor dem Duell am Böllenfalltor.

WERDER.DE: Moin László! Du bist mit großer Euphorie von der Europameisterschaft zurückgekommen, ehe dich in der Vorbereitung eine Verletzung zurückgeworfen hat. Wie sehr ärgerst du dich im Nachhinein darüber?

László Kleinheisler: Die Europameisterschaft ist für mich sehr gut gelaufen und hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Die Verletzung kam dann wirklich zu einem ungünstigen Zeitpunkt und hat mich schon zurückgeworfen. Aber ich habe relativ schnell aufgehört, mit der Situation zu hadern und habe mich nur darauf konzentriert, möglichst schnell wieder auf dem Platz zu stehen.

WERDER.DE: Der Wechsel nach Darmstadt ging dann sehr schnell über die Bühne. Was hat den Ausschlag gegeben, dass du jetzt für die Lilien aufläufst?

László Kleinheisler: Ich hatte natürlich nach der EM darauf gehofft, mich in Bremen durchsetzen zu können. Aber durch die Verletzung und die verpasste Vorbereitung, wäre es schwer geworden, in Bremen auf meine erhofften Einsatzzeiten zu kommen. Darmstadt hat sich sehr um mich bemüht, und ich habe hier gute Chancen gesehen, regelmäßig in der Bundesliga zu spielen, was bislang ja auch gut geklappt hat.

Sechsmal lief László Kleinheisler für Werder in der Bundesliga auf (Foto: nordphoto).

WERDER.DE: Am Wochenende kommt es bereits zum Wiedersehen mit deinen alten Werder-Teamkollegen. Freust du dich schon auf die Partie und zu wem gibt es im Vorfeld besonders intensiven Kontakt?

László Kleinheisler: Im Vorfeld gab es keinen Kontakt zu den Jungs, aber ich freue mich darauf, viele bekannte Gesichter zu sehen. Ich fiebere dem Samstag entgegen und möchte dann natürlich auf dem Platz meine Qualitäten zeigen.

WERDER.DE: Mit welchen Gefühlen gehst du in die Begegnung mit deinem alten Verein?

László Kleinheisler: Ich freue mich auf jedes Bundesliga-Spiel, aber das Spiel gegen Werder ist schon etwas Besonderes, gegen den Verein, der mich in die Bundesliga geholt hat. Danach steht die Länderspielpause an, auch deshalb möchte ich unbedingt ein gutes Spiel machen, um mit einem sehr guten Gefühl zur Nationalmannschaft zu reisen.

WERDER.DE: Werder und Darmstadt sind beide nicht gut in die Saison gestartet. Was für eine Partie erwartest du am Samstag?

László Kleinheisler: Beide Mannschaften werden alles daran setzen, um in diesem Spiel Punkte einfahren zu können. Bislang haben wir zuhause gute Spiele gezeigt und auch die Trainingswoche ist sehr gut gewesen. Daher bin ich sehr optimistisch, dass wir die drei Punkte hierbehalten, auch wenn ich Bremen in den anderen Spielen die Daumen drücke.

WERDER.DE: Du kommst bisher auf vier Einsätze in der laufenden Saison, hast aber noch kein Spiel über 90 Minuten bestritten. Wie würdest du den Start für dich persönlich beurteilen?

László Kleinheisler: Ich bin froh darüber, regelmäßig auf dem Platz zu stehen, kann mit Sicherheit aber noch bessere Leistungen abrufen als bislang. Daran arbeite ich und merke, dass viele Abläufe besser werden. Ich bin in eine neue Mannschaft gekommen, lerne meine Teamkollegen immer besser kennen und wir sind als Team auf einem sehr guten Weg.