Laufend mehr Verantwortung

Läuft vorneweg: Max Kruse nimmt seine Führungsrolle an und macht in der Offensive viele Wege (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 08.02.2017 // 17:14 Uhr

Im Grunde genommen hat die Saison von Max Kruse erst vor zweieinhalb Monaten begonnen. Mitte November, im Spiel gegen Eintracht Frankfurt, gab der 28-Jährige sein Werder-Comeback in der Bundesliga. Zuvor war der in vielen Augen größte grün-weiße Hoffnungsträger verletzt ausgefallen. Doch seit seinem Premieren-Einsatz am 11. Spieltag zeigt die Formkurve für die neue Nummer 10 der Grün-Weißen stetig nach oben, wird immer wertvoller für die Mannschaft - das belegen auch die Zahlen. 

Vier Tore aus sieben Spielen verbuchte Kruse zuletzt, vor allem gegen Bayern und in Augsburg zählte er zu den besten Werderanern auf dem Feld. Die Bewegungen von Kruse werden zunehmend dynamischer, er wird immer laufstärker und auch in Sachen Abstimmung in der Offensive passt dank der guten Vorbereitung immer mehr zusammen. Kruse, zuletzt immer als zweite Spitze eingesetzt, hat aber auch selbst viel an seiner Fitness gearbeitet.

Max Kruse erzielte in Augsburg sein erstes Elfmetertor für Werder (Foto: nordphoto).

Am Wochenende kommt nun sein ehemaliger Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach ins Weser-Stadion. Am Niederrhein hatte Kruse die persönlich erfolgreichsten beiden Jahre seiner Karriere. 23 Treffer und 20 Assists steuerte der Reinbeker in 66 Bundesliga-Spielen bei ehe es im Sommer 2015 nach Wolfsburg ging. Mit Dieter Hecking  wird sein Trainer bei den Wölfen am kommenden Wochenende nun sein Gegner sein.

Noch in Diensten des nächsten Gegners entwickelte Kruse auch eine Stärke, die er am Sonntag in Augsburg zum ersten Mal im SVW-Trikot unter Beweis stellen konnte: Vom Elfmeterpunkt aus ist er eiskalt. Kruse verwandelte alle seine Bundesliga-Elfmeter, sieben für Mönchengladbach, nun seinen ersten für Grün und Weiß. Der Nationalspieler hat die Führungsrolle, für die er vorgesehen war, angenommen.