"Werden uns gegenseitig helfen"

Jiri Pavlenka im Interview

Neu-Werderaner: Jiri Pavlenka bei seinem ersten Rundgang durchs Weser-Stadion (Foto: WERDER.DE).
Profis
Freitag, 30.06.2017 // 16:26 Uhr

Das Interview führte Markus Biereichel

Sämtliche Unterschriften sind gesetzt, die Verträge geschlossen. Jiri Pavlenka ist offiziell ein Werderaner. Am Freitagmittag unterzeichnete der 25-jährige Tscheche seine Arbeitspapiere. Anschließend ging es für den 1,96 Meter großen Keeper auf eine kleine Rundtour durchs Weser-Stadion, seine neue fußballerische Heimat.

WERDER.TV und WERDER.DE haben "Pavlas", wie er von den Teamkollegen genannt wird begleitet um mit ihm über Stadtführungen mit den Landsleuten Theodor Gebre Selassie und Jaroslav Drobny, Konkurrenzkampf im Tor und Kommandos auf dem Spielfeld gesprochen.

WERDER.DE: Der Transfer hat sich etwas hingezogen, aber du hast dich sehr frühzeitig für Werder entschieden. Wie froh bist du, jetzt hier zu sein?

Jiri Pavlenka: „Ich bin sehr froh hier zu sein. Werder ist einer der großen deutschen Traditionsvereine. Ich glaube, dass in diesem Verein sehr viel Potenzial steckt. Und natürlich freue ich mich, zwei Landsleute hier im Kader zu haben, die mir in der Anfangsphase sicher helfen werden.“ 

Done deal: Jiri Pavlenka und Frank Baumann nach der Vertragsunterzeichnung (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Warum hast du dich für Werder entschieden?

Jiri Pavlenka: „Es war schon immer mein Traum einmal in der Bundesliga zu spielen. Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt. Es war großartig, als ich von dem Interesse Werders gehört habe. Natürlich habe ich mich auch bei 'Theo' und 'Drobo' über Werder informiert, als ich mich für Werder entschieden habe und beide haben nur positiv über die Stadt, den Verein und die Fans berichtet.“

WERDER.DE: Jaroslav Drobny kennst du aus der Nationalmannschaft, er ist jetzt dein Konkurrent. Wie ist euer Verhältnis und mit welchem Ziel gehst du in die Vorbereitung?

Jiri Pavlenka: „Natürlich wird es nicht leicht für mich, weil Werder ein wirklich großer Verein ist und es hier viele gute Torhüter gibt. Aber ich glaube an mich und meine Fähigkeiten, mich hier durchzusetzen. Mit Jaroslav Drobny hat Werder einen sehr guten und erfahrenen Keeper. Für mich ist das hervorragend, denn ich kann noch eine ganze Menge von ihm lernen, aber ich werde auch versuchen ihm zu helfen. Am Ende werden wir uns gegenseitig helfen und pushen, wodurch das ganze Team profitieren kann.“

Im Stadion kennt Pavlenka die wichtigsten Ecken, für eine Tour durch Bremen blieb noch keine Zeit (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Ganz wichtig ist es als Keeper, Kommandos an die Vorderleute zu geben. In welcher Sprache wirst du deinen Teamkollegen Anweisungen erteilen?

Jiri Pavlenka: „Ein paar Wörter kann ich bereits auf Englisch sagen, aber natürlich wird es wichtig sein, Deutsch zu sprechen. Gerade deshalb werde ich versuchen, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen. Am besten sofort, aber zuerst werde ich mich mit Englisch verständigen.“

WERDER.DE: Hattest du überhaupt schon die Möglichkeit, etwas von der Stadt zu sehen?

Jiri Pavlenka: „Ich habe noch nicht viel sehen können. Ich weiß, dass Bremen nicht ganz so groß ist wie Prag, aber ich komme ursprünglich aus einer kleinen Stadt. Von daher werde ich mich hier sicherlich sehr wohl fühlen. Nach dem Trainingslager werde ich bestimmt etwas Zeit haben, um mich umzuschauen und mir auch die Sehenswürdigkeiten anzuschauen.“

WERDER.DE: Und wen bevorzugst du als Stadtführer, Gebre Selassie oder Drobny?

Jiri Pavlenka: „Ich glaube beide! 'Theo' würde mir am Tag alles zeigen, und mit 'Drobo' würde ich vermutlich nachts mehr erleben (lacht).“