Freizeit? Fehlanzeige!

Izet Hajrovic im Rehatraining

Kann sich über einen positiven Verlauf seiner Reha freuen: Izet Hajrovic (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 07.02.2017 // 18:10 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Von Izet Hajrovic hört und sieht man nichts. Seit seiner Knie-OP gibt der sonst auf Instagram und Co. so aktive Werderaner keinen Mucks mehr von sich. „Für solche Späßchen habe ich keine Zeit“, sagt Hajrovic und lacht. Der Bosnier ist gerade in Serbien. In der Hauptstadt Belgrad schuftet er für sein Comeback. Seit sieben Wochen läuft die anstrengende Reha schon. „Es wird hart gearbeitet, sieben bis acht Stunden pro Tag“, berichtet der Mittelfeldakteur. Für ein kurzes Telefonat mit WERDER.DE bleibt aber Zeit. 

Die Stimme des 25-Jährigen klingt weit entfernt, nur mit etwas Verzögerung ist er zu verstehen. Und dennoch: es klingt positiv, was er da über sich erzählt. „Es geht gut voran. Meinem Knie geht es gut, ich habe von Woche zu Woche immer weniger Schmerzen und wir sind gut im Zeitplan“, so Hajrovic gegenüber WERDER.DE. Sein Physiotherapeut, Andrej Milutinovic, "ist wie Messi im Fußball, er ist der beste. Er zeigt mir Übungen, die ich in meinem Leben noch nicht gesehen habe“, sagt Hajrovic über seinen Rehatrainer, dem bereits Weltstars wie Gianluigi Buffon oder Andrej Schevchenko vertrauten. Gerade für die Heilung von Kreuzbandverletzungen gilt er als Spezialist.

Hajrovic zog sich seine schwere Knieverletzung im Spiel gegen den FC Ingolstadt zu (Foto: nordphoto).

Im Anschluss an die Operation Mitte Dezember verbrachte Hajrovic noch eine Woche in Bremen, ehe es in die Stadt an Donau und Save ging. Selbst über Weihnachten und zum Jahreswechsel blieb der bosnische Nationalspieler in der Reha. „Mein Ziel ist es, schnellstmöglich zurück zu kommen. Bisher hatte ich deshalb gerade mal zwei Tage frei“, erzählt Hajrovic.

Für ihn ist es die erste schwerere Verletzung seiner Karriere. „Es ist keine leichte Zeit für mich, vor allem der Anfang war hart, aber ich bin keineswegs am Boden zerstört. Mir macht es Spaß, wenn ich sehe, dass es von Woche zu Woche besser wird. Deshalb bin ich gut drauf“, sagt er. Rund um die Uhr an seiner Seite hat der gebürtige Schweizer seine Ehefrau Leyla: „Sie ist immer bei mir. Sie unterstützt mich, sie geht überall mit hin.“

Wann es endlich aus dem Kraftraum zurück aufs Grün geht, sei noch schwer zu sagen. Der grobe Plan ist dennoch klar umrissen: „Mein Knie muss komplett verheilen und ich will physisch hundertprozentig fit sein. Mein persönliches Ziel ist es, die Vorbereitung im Sommer vollständig beschwerdefrei absolvieren zu können.“