Gnabry: Mit Mut zur Premiere

Alexander Nouri herzt Torschütze Serge Gnabry (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 17.12.2016 // 20:28 Uhr

Von Yannik Cischinsky und David Steinkuhl

Im achten Anlauf hat es endlich geklappt! Gegen Köln erzielte Serge Gnabry sein erstes Tor im Weser-Stadion – und durfte mit den Werder-Fans feiern. Alle fünf Saisontreffer zuvor waren ihm auswärts geglückt. Es war an der Zeit für den ersten Heimtreffer. „Das war ein sehr schönes Gefühl. Es freut mich, dass ich damit zum Punktgewinn beitragen konnte“, so Gnabry über seinen Jubel kurz vor der Halbzeit. 

Aus gut 25 Metern hatte der 21-Jährige einfach mal abgezogen. Etwas glücklich rutschte der Ball Köln-Keeper Thomas Kessler über die Hand. „Am Ende zählt, dass der Ball drin war“, freute sich Coach Alexander Nouri. „Es war ein bisschen weit, aber ich habe Lamine von hinten schreien gehört, dass ich einfach schießen solle und dann hab ich meinen Mut zusammengenommen“, schilderte Gnabry die Situation, die Werder zurück ins Spiel brachte.

Gemeinsam mit Claudio Pizarro bejubelte Serge Gnabry sein erstes Tor im Weser-Stadion (Foto: nordphoto).

„Es war wichtig, so kurz vor der Halbzeit noch zum Ausgleich zu kommen“, ergänzte Nouri, der seinen erfolgreichsten Scorer im gleichen Atemzug für einige Ballverluste im ersten Durchgang in Schutz nahm. „Die Eins-zu-Eins-Situationen sind ja das, was wir immer wieder von ihm einfordern. Auch wenn er dann mal hängen bleibt, versucht er es immer weiter und bleibt mutig, das zeichnet ihn aus. Der Mut wurde dann durch seinen Treffer belohnt, das hat uns sehr geholfen“, so Nouri.

Nach Darmstadt und Hamburg rettete zum dritten Mal ein Gnabry-Tor den Grün-Weißen einen Punkt. Als eine Art Lebensversicherung wollte sich der 21-Jährige aber nicht deklarieren lassen: „Jedes Tor ist wichtig für mich, aber die Mannschaft ist wichtiger. Ich freue mich einfach, wenn es so weitergeht.“ Bei all der Bescheidenheit: Sechs Treffer aus den ersten 15 Bundesligapartien der Karriere sind ein bärenstarker Wert. Bleibt nur zu hoffen, dass Gnabry auch in der Rückserie noch das ein oder andere Mal mit den Werder-Fans jubeln darf.