"Kann es kaum erwarten, vor diesen Fans zu spielen"

Ludwig Augustinsson über seine Zukunft beim SV Werder

Freut sich auf seine erste Saison im Weser-Stadion: Ludwig Augustinsson (Foto: WERDER.DE).
Profis
Mittwoch, 07.06.2017 // 12:05 Uhr

Von León Küther und Marcel Kuhnt

Für Ludwig Augustinsson hätten die letzten Wochen kaum erfolgreicher laufen können. Erst gewann der Schwede mit dem FC Kopenhagen vorzeitig die dänische Meisterschaft, ein paar Wochen später dann auch den dänischen Pokal. Mit dem Double und lehrreichen Erfahrungen einiger internationaler Begegnungen im Gepäck steht für den erfolgreichen Außenverteidiger jetzt das nächste Abenteuer an. Ab dem Sommer trägt Augustinsson die Werder-Raute auf dem Trikot und wird für die Grün-Weißen in der Bundesliga auflaufen. Warum er sich für den SVW entschied, welche ersten Eindrücke der Linksverteidiger von Werder und Bremen nach seinem Besuch in der Hansestadt hat und wie er seine Sommerpause verbringt, hat er im Gespräch mit WERDER.DE verraten.

Wirklich schwer gefallen ist es Augustinsson nicht, den Schritt nach Deutschland zu wagen. Schließlich habe er „von Anfang an gemerkt, dass Werder mich unbedingt unter Vertrag nehmen will.“ Hinzu kam der äußerst überzeugende Eindruck beim ersten Besuch des Klubs: „Als ich das erste Mal hierhergekommen bin und mich umgeschaut habe, war ich wirklich sehr positiv überrascht.“ Besonders freut sich der Linksverteidiger auf die Anhänger der Grün-Weißen. „Ich habe sie bislang im Fernsehen gesehen. Einfach unglaublich. Ich kann es kaum erwarten vor diesen Fans zu spielen“, so der siebenfache Nationalspieler.

Ludwig Augustinsson hat einen positiven ersten Eindruck von Werder (Foto: WERDER.DE).

Die Stadt an der Weser hat ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und das, obwohl es bis dato nur für kurze Besuche reichte. „Ich habe schon in ähnlich großen Städten gelebt. Es scheint einige gute Restaurants zu geben und meine Freundin und ich freuen uns, diesen Schritt hierher gemeinsam zu gehen.“ Mit etwas über 500.000 Einwohnern sind sowohl Göteborg als auch Kopenhagen, seine beiden Profi-Stationen, fast genauso groß wie Bremen. Nur Augustinssons Geburtsort und Heimstadt Stockholm ist etwas größer.

Aus der schwedischen Hauptstadt war er als Jung-Profi nach Göteborg gewechselt, Erfolge feierte er in zweieinhalb Jahren beim FC Kopenhagen. Drei Pokalsiege und zwei Meisterschaften durfte der Schwede bejubeln. Anderthalb Jahre davon spielte er dabei an der Seite von Thomas Delaney, den er bald wiedersehen wird und der seine Wechselgedanken mit Werder „als Kumpel“ bekräftigte. „Ich habe mit Thomas geredet und ihn ernsthaft gefragt, ob er mir nicht irgendetwas Negatives erzählen kann. Aber er hat nur von der Qualität der Mannschaft berichtet und von den Fans geschwärmt“, erzählt ‚Lude‘, wie ihn seine Freunde nennen, lachend.

Wie es seinem ehrgeizigen Naturell entspricht hat der Defensivspezialist für sich und Werder klare Ziele vor Augen. „Der Klub ist gerade dabei zu wachsen. Ich denke, dass auch ich hier gut meine Fähigkeiten weiterentwickeln und mich einbringen kann“, sagt Augustinsson. Bis er beim Trainingsstart der Grün-Weißen Anfang Juli loslegen kann, ist der gebürtige Stockholmer jedoch erst einmal bei der Nationalmannschaft und danach im wohlverdienten Urlaub.