Vestergaard zurück, Jóhannsson arbeitet hart

Kaum zurück von der Nationalmannschaft und schon wieder auf dem Trainingsplatz: Jannik Vestergaard (Foto:nph).
Profis
Dienstag, 13.10.2015 // 16:34 Uhr

Die Länderspielpause neigt sich langsam dem Ende entgegen und somit füllt sich auch wieder der Trainingskader des SV Werder. Nachdem am Montag bereits Florian Grillitsch von der Nationalmannschaft zurückkehrte, nahm am Dienstag auch Jannik Vestergaard wieder am Training der Grün-Weißen teil.

Hinter dem Verteidiger liegt eine Länderspielreise mit der dänischen Nationalmannschaft. Gänzlich zufrieden ist Vestergaard mit den vergangenen Tagen aber nicht. Bei der 0:1-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Portugal am vergangenen Donnerstag saß der 23-Jährige nur auf der Bank. Im Testspiel gegen Frankreich am Sonntagabend wurde der 1,99 Meter-Hüne erst in der 86. Minute beim Rückstand von 0:2 eingewechselt. „Ich war schon enttäuscht nicht mehr Spielzeit bekommen zu haben. Als Spieler strebt man immer nach mehr", so Vestergaard, für den die kurze Spielzeit am vergangenen Sonntag aber dennoch etwas Besonderes war. "Ich habe in dem Stadion gespielt, in dem ich früher die Nationalmannschaft von den Rängen angefeuert habe. Während des Spiels hatte ich das zwar ausgeblendet, aber das hat schon eine Bedeutung für mich."

Nun konzentriert sich Vestergaard aber wieder voll auf seine Leistung im grün-weißen Trikot. Am Dienstagmorgen stand er schon wieder gemeinsam mit seinen Kollegen auf dem Trainingsplatz. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen den FC Bayern läuft. „Es ist schön wieder nach Bremen zurückzukommen und die anderen zu sehen. Das Training war sehr intensiv. Aber das ist gut, wir wollen gegen den FC Bayern gut vorbereitet sein", erzählt der Verteidiger. Angst vor dem Rekordmeister hat der 23-Jährige jedenfalls nicht. „Die Lust auf einen Sieg ist nach den vergangenen Ergebnissen jetzt noch größer. Es sind schon andere Wunder im Fußball passiert", sagt der Däne und verrät: „Um diese Mannschaft zu schlagen, muss alles passen, aber auch ein Punkt wäre schon ein Erfolg für uns".

Jóhannsson schaut von Tag zu Tag

Ob bis dahin auch Aron Jóhannsson wieder mittrainieren kann, ist noch unklar. Der US-Nationalspieler laboriert weiter an der Nerven-Irritation im Bereich der rechten Hüfte. „Es wird schwierig bis Samstag, aber ich bin eine optimistische Person und tief in meinem Herzen hoffe ich, dass es reicht. Ich schaue von Tag zu Tag und arbeite so hart ich kann", so der Angreifer am Dienstag. Der US-Nationalspieler trainiert täglich individuell auf dem Rad und wird behandelt, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Jeder Tag sei unterschiedlich, manchmal habe er Schmerzen, manchmal sei alles okay, erzählt Jóhannson, doch eines stellt der Angreifer klar: „Wenn ich zurückkomme, will ich wieder bei 100 Prozent sein."

Ebenfalls wieder in Bremen sind Zlatko Junuzovic und Ulisses Garcia. Beide haben ihre Länderspielreise beendet und absolvierten nach den Einsätzen am Vortag (siehe Extra-Meldung) eine regenerative Einheit in den Katakomben des Weser-Stadions.