"Optimist zu sein ist mein Charakter"

Joker Anthony Ujah

Anthony Ujah traf nach seiner Einwechselung im Derby zum ersten Mal als Joker für Werder (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 26.04.2016 // 10:08 Uhr

Von Yannik Cischinsky

 

 

Anthony Ujah lacht gerne. Auch jetzt, in einer schwierigen Phase für Mannschaft und Verein, versprüht er Optimismus. Dabei hätte der Hinrunden-Torjäger durchaus Gründe, unzufrieden zu sein. Stand Ujah vor dem Jahreswechsel noch in jedem der 17 Bundesliga-Partien in der Startelf, findet er sich im Saisonendspurt immer wieder auch in der Joker-Rolle wieder. "Das ist kein Problem für mich. Ich möchte den Jungs immer helfen, auch wenn ich nur eingewechselt werde", sagt der Nigerianer.

 

 

 

 

 

Versprüht trotz Joker-Rolle Optimismus: Anthony Ujah (Foto: nordphoto).

In Hamburg kam Ujah nach 59 Minuten in die Partie. In der 65. traf er per Kopf zum 1:2-Anschluss. Es war sein allererstes Joker-Tor im Werder-Trikot und nur wenige Sekunden später hatte er sogar den Ausgleich auf dem Fuß. „Leider hat das eine Tor nicht gereicht. Nach dem Spiel habe ich mir immer wieder gefragt: Wie kann ich das besser machen? Warum gehe ich nicht nach vorne?“, gibt er sich selbstkritisch. 

Zweifel am eigenen Leistungsvermögen hat Ujah indes nicht. „Ich versuche immer positiv gestimmt und optimistisch zu sein. Das ist ein Charakterzug von mir“, sagt „Tony“. Bei insgesamt zehn Toren und vier Assists in seiner ersten Werder-Saison wäre allzu große Selbstkritik wohl auch unangebracht. Vielmehr will Ujah weiter am Klassenerhalt mitwirken, am liebsten mit Einsatzzeiten und Toren. An Schicksal oder Fügung glaubt der 25-Jährige nicht. „Ich glaube an harte Arbeit“, sagt er und lacht. Und augenscheinlich an die Kraft des Optimismus.