Kleiner Ungar und die große Hilfe

Laszlo Kleinheisler und Gabriella Tóth

Laszlo Kleinheisler hat mit Gabriella Tóth die perfekte Unterstützung gefunden (Foto: WERDER.DE).
Profis
Dienstag, 23.02.2016 // 12:39 Uhr

Von Steffen Wunderlich

Es gibt sicherlich einfachere Sachen auf dieser Welt, als sich in einem fremden Land fernab der Heimat zurecht zu finden. Wenn man auch noch als Neuling in der Stadt ist, wird es ungleich schwerer. Gut, wenn man dann auf ortskundige Unterstützung zurückgreifen kann.

So erging es auch Laszlo Kleinheisler. Werders Winter-Neuzugang lebte bis vor wenigen Tagen im Hotel. Nun hat der Ungar eine eigene Wohnung bezogen. Unterstützung bekam der quirlige Mittelfeldspieler von unerwarteter Seite. Gabriella Tóth, Spielerin der Werder Frauen und ebenfalls Ungarin, half ihm bei der Wohnungssuche in der Hansestadt. Der Kontakt kam über Werders Teammanager Tim Barten zustande. „Wir kannten uns beide vorher nicht. Gabriella ist aber auf Anhieb eine sehr große Hilfe. Das macht vieles einfacher für mich", zeigt sich Kleinheisler gegenüber WERDER.DE dankbar.

Er wiegt doch nur zwei Kilo

Laszlo Kleinheisler lebt sich immer besser in Bremen ein (Foto: WERDER.DE).

Doch nicht nur bei der Suche nach einer Wohnung unterstützt Tóth ihren Landsmann. Bei Behördengängen, Übersetzungen oder bei anderen Fragen - Kleinheisler kann sich immer auf die Hilfe der 29-Jährigen verlassen. Denn Tóth kennt sich aus. Seit nunmehr sechs Jahren ist die Nationalspielerin in Deutschland. Nach den Stationen Lokomotive Leipzig und den 1. FC Lübars wechselte ´Gaby´, wie sie von ihren Mannschaftskolleginnen genannt wird, im Sommer 2015 an die Weser. Ihre Erfahrungen in Deutschland, gibt sie nun gerne weiter. „Als ich gefragt wurde, ob ich ihm helfen möchte, habe ich sofort zugesagt. Ich wollte es gerne machen. Wenn ich Laszlo helfen kann, helfe ich", so Tóth. Anlaufschwierigkeiten, obwohl sich beide vorher nicht kannten, gab es zwischen den Ungarn nicht. „Wir verstehen uns sehr gut und lachen viel miteinander", so Kleinheisler.

Für weitere Treffen fehlt den beiden Fußballern aber schlichtweg die Zeit. Die freien Stunden verbringt Kleinheisler hauptsächlich mit seiner Freundin Kata und ihrem Hund Bodza. Gemeinsam erkunden sie Bremen und Umgebung. Fahren muss dann die Freundin, denn der 21-Jährige besitzt keinen Führerschein. „Wir haben noch nicht viel gesehen, kennen aber schon einige Orte in Bremen und war sogar schon in Bremerhaven", so Kleinheisler. Ein Ausflugsziel hat dem Ungarn auf seiner Erkundungstour besonders gefallen. „Ich mag den Zoo in Bremerhaven, denn ich liebe es in den Zoo zu gehen", gesteht der Rotschopf gegenüber WERDER.DE. Sein Lieblingstier ist der Puma: „Er ist so hart, kräftig und schnell, das gefällt mir." Seinem Hund dürfte der Besuch am Gehege des Raubtiers weniger gefallen haben. „Wir hatten unseren Yorkshire Terrier mit. Der Puma war sofort da und wollte ihn angreifen. Dabei wiegt unser Hund doch nur zwei Kilo", scherzt Werders Nummer 6.

Das Wörterbuch immer dabei

Verstehen sich blendend: Laszlo Kleinheisler und Gabriella Tóth (Foto: WERDER.DE).

Einen seiner nächsten Besuche will er dann Gabriella Tóth und ihren Mannschaftskolleginnen abstatten. Viel weiß Kleinheisler nicht über den Bremer Frauenfußball. „Deshalb habe ich ihn zu einem unserer nächsten Heimspiele eingeladen. Er hat gesagt, dass er bald vorbeikommen wird", erklärt Tóth.

Dann kann Kleinheisler vielleicht auch schon etwas deutsch. Seit einer wenigen Tagen bekommt der Ungar zweimal wöchentlich Unterricht. „Ein paar Wörter kann ich schon. Vor allem das was auf dem Platz wichtig ist. Das lernt man schnell beim Training", so 1,73-Meter-Mann stolz. Bei Auswärtsfahrten oder im Teamhotel sei das Wörterbuch immer dabei, erzählt er weiter.

Denn eins ist klar. Kleinheisler möchte sich so schnell wie möglich in Bremen einleben. Auch mit der Hilfe von Gabriella Tóth. 

 

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