Lukimya: ''Wir lassen uns nicht blenden''

Assani Lukimya im Duell mit Chelseas Didier Drogba: "Es hat riesig Spaß gemacht, gegen ihn zu spielen" (Foto: nph).
Profis
Sonntag, 03.08.2014 // 20:26 Uhr

Das Testspiel gegen den FC Chelsea war der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen Tages. Der „Tag der Fans" ließ auch im 20. Jahr keine Fan-Wünsche offen. Viele bunte Aktion für Jung und Alt ...

Das Testspiel gegen den FC Chelsea war der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen Tages. Der „Tag der Fans" ließ auch im 20. Jahr keine Fan-Wünsche offen. Viele bunte Aktionen für Jung und Alt vor dem Stadion und ein 3:0-Erfolg gegen den Champions-League-Teilnehmer aus London auf dem neuen Rasen des Weser-Stadions bildeten das optimale Paket für das Bremer Fan-Herz. Doch während sich auf den Rängen während der 90 Minuten ein leichter Anflug von Euphorie breit machte, blieben die Akteure selbstkritisch.

„Mir ist das Ergebnis ehrlich gesagt zu hoch ausgefallen. Wir haben zwar einige Sachen umgesetzt, die wir im Training erarbeitet haben und es ist auch gut, dass wir die Null gehalten haben, aber es wichtig, dieses Spiel richtig einzuordnen", trat Clemens Fritz kurz nach Spielschluss auf die Euphoriebremse.

WERDER.DE hat sich in der Mixed Zone nach dem Testspiel-Kracher umgehört und fasst das Wichtigste zusammen.

Zum Spielausgang:

Robin Dutt: „Das Ergebnis ist absolut zweitrangig, auch wenn es für die Fans an so einem Tag wie heute selbstverständlich sehr schön ist. Wir müssen unser Selbstbewusstsein aus guten Aktionen ziehen und nicht aus Ergebnissen. Das Wichtigste ist, dass wir Trainingsinhalte umsetzen. Das habe ich heute phasenweise gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir offensiv einige gute Aktionen, in der zweiten Halbzeit standen wir defensiv sicherer. Es gilt aber, noch einen Haufen Trainingsarbeit zu leisten. Wir müssen körperlich zulegen, uns offensiv konstanter Chancen erspielen und defensiver weniger zulassen."

Zlatko Junuzovic: „Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen, aber wir sollten ihn auch nicht zu hoch hängen. Wir bleiben realistisch. Es war ein Freundschaftsspiel und das hat man auch auf dem Platz gesehen. Die Leistung war in Ordnung. Darauf kann man aufbauen. Trotzdem haben wir in den nächsten zwei Wochen noch einiges vor uns."

Thomas Eichin: „Für die Fans war es ein schöner Tag, an dem alles gepasst hat. Chelsea war ein toller Gegner, die mit vielen tollen Spielern aufgelaufen sind. Ich denke, wir haben heute über 90 Minuten gut dagegen gehalten. Vor allem die gute Ordnung hat mir gefallen. Es ist immer schöner, wenn man gewinnt, aber wir dürfen das 3:0 jetzt auch nicht überbewerten. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Jungs das Spiel realistisch einschätzen werden."

Zum Stand der Vorbereitung:

Assani Lukimya: „Wir setzen in dieser Vorbereitung vieles davon um, womit wir in der Rückrunde der letzten Saison begonnen haben. Wir starten nicht bei null, sondern können anknüpfen. Das ist sehr gut."

Clemens Fritz: „Wir haben in der Rückrunde schon viele Sachen gut gemacht, das setzen wir jetzt fort. Wir haben in der Vorbereitung intensiv gearbeitet, haben aber auch noch Arbeit vor uns. Man sieht, dass wir einen Schritt weiter sind, aber wichtig sind die Spiele im Pokal und in der Bundesliga."

Thomas Eichin: „Noch haben wir keinen Blumentopf gewonnen oder irgendwas erreicht. Mit der ersten Niederlage in der Bundesliga ist die Vorbereitung schnell vergessen. Wir haben noch zwei Testspiele vor der Brust, dann erst müssen wir bei hundert Prozent sein."

Zur Leistung der Defensive:

Assani Lukimya: „Einiges hat heute ganz gut funktioniert, auch bei uns in der Defensive. Wir werden jetzt aber nicht euphorisch. Wir dürfen uns von dem 3:0 nicht blenden lassen und das tun wir auch nicht. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg."

Thomas Eichin: „Mir hat die Ordnung heute sehr gut gefallen. Wir sind defensiv gut rangegangen und haben das Spiel nach vorne gut aufgebaut. Vor allem die beiden Innenverteidiger waren sehr stark. Es ist gut, so zwei Türme in der Schlacht zu haben."

Aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas, Yannik Cischinsky und Marcel Kuhnt