Schröder Spezial: Imposantes Hotel, intensive Tage

Für WERDER.DE schildert Rouven Schröder, wie er das Trainingslager in Belek erlebt (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 08.01.2015 // 20:01 Uhr

Acht Tage lang arbeiten die Werder-Profis im türkischen Belek an ihrer Rückrundenform. Acht intensive Tage, in denen innerhalb des Teams und rund um den 26-köpfigen Kader jede Menge los ist. Für WERDER.DE blickt Rouven Schröder, Direktor Kaderplanung und Scouting, hinter die Kulissen. Ganz nah dran schildert er in der mehrteiligen Reihe „Schröder-Spezial" die Geschehnisse aus seiner ganz eigenen Perspektive und lässt die Werder-Fans teilhaben am Alltag im Teamhotel.

Teil 1 - Donnerstag, 08.01.2015:

Die Zeit rennt. Ein Drittel des Trainingslagers in Belek ist schon wieder vorbei. Und erst jetzt weiß ich, wo ich was finde in unserem Hotel. Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. Das ist eine unglaubliche Anlage, die wir hier vorfinden. Die Zimmer haben einen sehr hohen Standard, das Essen ist gut, es ist alles sehr gepflegt und die Leute sind absolut auf Zack. Hier kann man sich wohlfühlen. Und wenn man die (Frei-)Zeit hätte, würde einem in diesem Hotel bestimmt nicht langweilig werden. Egal ob Kino oder Gamecenter, Schmuck- oder Klamottenläden, Diskothek oder Bar - die haben in unserem Hotel wirklich alles abgedeckt. Einfach imposant, ein absolutes Prestige-Objekt.

Unsere Anhänger sind verdammt wichtig

Davon konnten sich auch die Teilnehmer unserer Fanreise überzeugen, als "Baumi" und ich sie heute durch unsere Unterkunft geführt haben. Sie haben die Eindrücke förmlich aufgesogen, haben sich vorgestellt, wie sich der Aufenthalt für unsere Spieler anfühlt und gestaltet: Wann holen sie welche Sachen aus der Kleiderkammer? Wann hat welcher Spieler einen Termin bei den Physiotherapeuten? Wann beginnt der Zeugwart mit der Vorbereitung für die anstehenden Testspiele? Und wie sieht eigentlich die Abendgestaltung der Spieler aus? Es ist alles wunderschön hier, aber in Wirklichkeit bekommen die Jungs davon nicht viel mit. Von denen sitzt abends keiner in der Lobby und trinkt einen Tee. Die Tage sind so intensiv, da ist abends Sense.

Die Hotelführung mit den Fans war ein sehr angenehmer Termin. Ohnehin hat mich die Zahl der mitgereisten Fans wirklich beeindruckt, als ich das erste Mal davon hörte. Man darf schließlich nicht vergessen, dass die alle aus ihrem Alltag rauskommen, sich Urlaub nehmen. Deshalb finde ich das immer sehr begeisternd, mit denen ins Gespräch zu kommen. Man merkt einfach, Werder hat einen großen Anteil an ihrem Leben. Ich finde es wichtig, dass sie voll mitgenommen werden. Das ist für den Fan sehr wichtig - und wie jeder weiß, sind unsere Anhänger wiederum verdammt wichtig für uns.

Im linken Bild: Video zur Hotelführung

Am Rande der Tour (im linken Bild gibt es ein Video zur Hotelführung) wurde ich übrigens gefragt, wie mein Alltag hier aussieht. Ich muss sagen, dass er sich gar nicht so sehr von dem in Bremen unterscheidet: Ich führe viele intensive Gespräche, telefoniere mit Beratern, schreibe E-Mails und natürlich gibt es auch noch das aktuelle Transfergeschäft. Der große Unterschied zu Bremen ist, dass man hier den kompletten Tag mit der Truppe zusammen ist und man kurze Arbeitswege hat. Ich habe deshalb immer die Möglichkeit, das Training zu beobachten und bei der Integration der Neuen und Jungen zu helfen. Und wenn ich vorher gesagt habe, dass die Spieler abends nur noch ins Bett fallen, so nutzen wir die Zeit, uns in der Gruppe zusammenzusetzen. Wir haben dann unsere ganz eigene Vorbereitung auf die Rückrunde und loten aus, ob es die Möglichkeit gibt, Dinge für uns zu entwickeln.

Jetzt freue ich mich drauf, unsere Mannschaft morgen wieder unter Wettbewerbsbedingungen zu sehen - und das gleich 180 Minuten am Stück.

Euer Rouven Schröder