Auf 90 Sekunden mit Sebastian Mielitz

Vor heimischer Kulisse: Mit WERDER.DE sprach Sebastian Mielitz über seine Rückkehr an den Osterdeich (Archivfoto: nph).
Profis
Mittwoch, 01.10.2014 // 12:08 Uhr

Neun Jahre lang hat Sebastian Mielitz das „W" auf der Brust getragen. Wenn der 25-jährige Keeper am Samstagnachmittag ins Bremer Weser-Stadion zurückkehrt, wird er an gleicher Stelle statt ...

Neun Jahre lang hat Sebastian Mielitz das „W" auf der Brust getragen. Wenn der 25-jährige Keeper am Samstagnachmittag ins Bremer Weser-Stadion zurückkehrt, wird er an gleicher Stelle statt der Werder-Raute einen Greifkopf tragen. Mit seinem neuen Verein, dem SC Freiburg, trifft er auf ehemalige Mitspieler, alte Freunde und natürlich die Werder-Fans.

Warum ihm der Abschied von der Ostkurve besonders schwer gefallen ist, was ihm am Breisgau am besten gefällt und welche Taktik er sich fürs Wochenende überlegt hat. Über all diese Themen sprach WERDER.DE mit dem Torhüter - auf 90 Sekunden mit  Sebastian Mielitz!

 ,Miele' über...

...seine neue Heimat Freiburg im Breisgau:

Sebastian Mielitz: „Es ist wirklich schön hier. Freiburg ist eine sehr verwinkelte, sehr urige Stadt mit vielen tollen Restaurants. Außerdem liegt hier alles eng zusammen - ich schaue von meiner Wohnung aus auf die französischen Vogesen, Basel ist schnell zu erreichen und der Schwarzwald ebenso. Da kann man super Schwarzwälder Kirschtorte essen. (lacht) Das Wetter ist hier besser als in Bremen, es ist immer angenehm warm und die Menschen sind hier auch alle nett, sehr zuvorkommend und positiv gestimmt."

...seinen letzten Besuch in der Hansestadt:

Sebastian Mielitz: "Das letzte Mal war ich bei der Hochzeit von Philipp Bargfrede in Bremen. Es war schön, mal wieder da gewesen zu sein und ein paar alte Kollegen, wie Philipp, Felix Kroos, aber zum Beispiel auch Lukas Schmitz wiederzusehen. Ich habe noch zu einigen Werderanern einen engen Kontakt. Neben einigen Spielern aber unter anderem auch zu den Physiotherapeuten und Zeugwart Fritz Munder."

...seine Rückkehr ins Weser-Stadion:

Sebastian Mielitz: „Ich komme am Samstag sozusagen in mein altes Wohnzimmer zurück. Das wird bestimmt ein komisches Gefühl. Wenn man neun Jahren mehr oder weniger dort gewohnt hat, die meiste Zeit verbracht hat, wird das schon komisch. Aber ich freue mich natürlich total darauf - auf die Kollegen, aber auch auf die Werder-Fans. Ich habe mir auch schon eine Taktik zurechtgelegt: Wir Torhüter gehen normalerweise immer sehr früh zum Warmmachen raus. Dieses Mal werde ich warten, bis „Stolli" anfängt und dann erst einlaufen." (lacht)

...seine Verbindung zu Werder:

Sebastian Mielitz: „Natürlich schaue ich noch, was in Bremen passiert. Werder wird nie ein Klub wie jeder andere sein. Dafür war ich zu lange da, habe zu viele Leute kennen und schätzen gelernt und habe dem Verein viel zu viel zu verdanken. Ich verfolge das Geschehen beim SVW, aber logischerweise nicht mehr mit derselben Intensität. Auch wenn ich jetzt in Freiburg spiele, Werder ist immer noch Bestandteil meines Lebens."

...die Werder-Fans und das Duell am Samstag:

Sebastian Mielitz: „Ich freue mich sehr auf die Werder-Fans. Wie die mich im Sommer verabschiedet haben, war sehr schön. Das hat mich damals sehr ermutigt. Die Fans waren immer super zu mir und haben mich im Sommer mit einem weinenden Auge gehen lassen. Ich freue mich aber auch auf ein tolles Spiel - leider mit drei Punkten für den SC Freiburg. Danach darf Werder dann kräftig punkten."

Das Gespräch führte Dominik Kupilas