Zufriedener Hoffenheim-Spezialist

Gegen seinen "Lieblingsgegner" erzielte Philipp Bargfrede sein drittes von vier Bundesliga-Toren (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 05.02.2015 // 14:28 Uhr

Als die Weder-Profis am Donnerstagmorgen den Trainingsplatz betraten, strahlte sogar die Sonne kurz zwischen der Wolkendecke hindurch. Die Zufriedenheit der Grün-Weißen war nach dem 2:1-Auswärtssieg am Tag ...

Als die Werder-Profis am Donnerstagmorgen den Trainingsplatz betraten, strahlte sogar die Sonne kurz zwischen der Wolkendecke hindurch. Die Zufriedenheit der Grün-Weißen war nach dem 2:1-Auswärtssieg am Tag des 116-jährigen Bestehens des Vereins über das gesamte Gelände zu spüren. Auch im Kratfraum, wo sich ein Hoffenheim-Spezialist zufrieden die müden Beine ausradelte.

Torschütze Philipp Bargfrede stand die Freude auch am Tag danach noch ins Gesicht geschrieben: „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und verdient gewonnen", blickte der Mittelfeld-Mann nach einer Einheit auf dem Ergometer auf den Vorabend zurück. Sein 2:1-Siegtreffer in der 52. Minute beim Gastspiel in Hoffenheim war das vierte Bundesliga-Tor in der Karriere des 25-Jährigen. Drei davon gelangen ihm, wenn der Gegner 1899 Hoffenheim hieß und immer punktete Werder, wenn Bargfrede einnetzte. Insbesondere nach dem vergangenen Spiel sei es nun natürlich Pflicht, ihn gegen die Kraichgauer spielen zu lassen, scherzte der Hoffenheim-Schreck, der nun hofft, nicht bis zum nächsten Aufeinandertreffen auf sein fünftes Bundesliga-Tor warten zu müssen: „Es kann gerne in den nächsten Spielen wieder passieren."

Bargfrede: "Ausrichtung kommt mir entgegen"

Die offensivere und mutigere Spielweise, die Werder-Coach Viktor Skripnik fordert, könnte ihm dabei zum Vorteil werden. „Die Ausrichtung kommt mir schon entgegen, aber ich muss trotzdem versuchen, die richtige Mischung aus Offensiv- und Defensivaufgaben zu finden." Mit der Abwehrleistung war der „Sechser" in Hoffenheim ebenso zufrieden: „Es ist immer jemand da, der für den anderen rettet, es sind immer alle hellwach", lobte Bargfrede die geschlossen starke Defensivarbeit der Kollegen. „Hoffenheim hat in der zweiten Halbzeit zwar nochmal Druck gemacht, aber eine wirkliche Torchance haben wir nicht zugelassen." Darauf ausruhen will und kann sich die Mannschaft aber nicht. Im Gegenteil: Schon am kommenden Sonntag wartet mit der Partie gegen Bayer Leverkusen das nächste „schwere Spiel" auf Werders Nummer 44 und seine Kollegen.

Bis dahin sollen die Kräfte neu gesammelt werden. Entsprechend stand am Donnerstag auch bei Franco Di Santo, Fin Bartels und Raphael Wolf Regeneration auf dem Trainingsplan. Das Trio absolvierte gemeinsam eine individuelle Einheit im Kraftraum. Bis zum kommenden Sonntag soll der Akku wieder voll sein.

von Erik Scharf