"Zladdi" ohne Chance am Brett gegen Bode

Hatten sichtlich Spaß am Brett: Marco Bode und Zlatko Junuzovic.
Profis
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Zuvor setzten sich die beiden Bremer jedoch erst einmal selbst an das Schachbrett und spielten ein paar Züge. Mit dem besseren Ende für Werders Rekordtorschützen: Nach knapp zehn Minuten hatte Marco Bode seinen Kontrahenten matt gesetzt. „Da habe ich ein wenig Aufholbedarf. Es ist schon einige Jahre her, dass ich Schach gespielt habe. Da muss ich erst wieder das Gefühl für entwickeln", so Zlatko Junuzovic, der trotz der schnellen Niederlage sichtlich Spaß hatte und seinen „Spielmacher" - den König - bis zum letzten Zug über das Feld jagte. „Der kommt halt mehr über die Zweikämpfe!"

Prominent ging es am Montagnachmittag bei Werders Internationalem Schach-Großmeisterturnier zu. Marco Bode und Zlatko Junuzovic statteten am Montagnachmittag Werders Schach-Event in der Weser-Lounge des Weser-Stadions einen Besuch ab und eröffneten die 3. Runde.

Ganz fair war die Partie jedoch auch nicht gewesen. Gilt Marco Bode doch als passionierter Schachspieler, der sein Können eindrucksvoll in der humorvollen Begegnung demonstrierte. „Wir wollten Marco sogar schon einmal für unser zweites Schachteam gewinnen. Er hat dann aber doch alternative Angebote angenommen", so Dr. Oliver Höpfner, Vorsitzender von Werder Schachabteilung, mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Nach dem schnellen Aus gab sich Zlatko Junuzovic aber noch lange nicht geschlagen und absolvierte ein zweites Match. Gegner war dieses Mal der elfjährige Robin Ohlrogge - ein Nachwuchstalent aus Werders Schachabteilung. Die Begegnung dauerte dieses Mal zwar länger, das Ergebnislautetet jedoch auch hier: Sieg für Deutschland.

Dem Schachsport bleibt der österreichische Nationalspieler jedoch weiterhin treu: „Das ist ein sehr guter Denksport. Fast jeder Zug kann dabei entscheidend sein. Wie in vielen anderen Bereichen auch muss man hier sehr clever vorgehen. Mir macht das Schachspielen daher sehr viel Spaß."

Für Werders Ehrenspielführer Marco Bode war der Besuch des Schachturniers eine willkommene Abwechslung: „Auf so ein Schachturnier, bei dem das Niveau so hoch ist, musste Bremen lange warten. Ich hoffe, das dieses Turnier zu einer dauerhaften Institution in Bremen wird und bin gespannt, wie es ausgeht."

Nach zwei Spielrunden führt der Favorit Vlastimil Babula das zehnköpfige Teilnehmerfeld an. Wer auch einmal bei Werders Schach-Großmeisterturnier vorbeischauen möchte, hat an den kommenden Tagen noch ausreichend Gelegenheit dazu. Bis Sonntag werden die weiteren Runden ab jeweils 14 Uhr in den Schachräumen in der WERDER Halle (Hemelinger Halle) ausgetragen.

Norman Ibenthal