Hitze-Deja-vu: Werder verliert 1:3 n.V. in Saarbrücken

DFB-Pokal
Sonntag, 04.08.2013 // 17:12 Uhr

Zum dritten Mal in Folge ist der SV Werder Bremen in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen Drittligisten ausgeschieden. Bei heißen Sommertemperaturen unterlagen die Grün-Weißen ...

Zum dritten Mal in Folge ist der SV Werder Bremen in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen einen Drittligisten ausgeschieden. Bei heißen Sommertemperaturen unterlagen die Grün-Weißen gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:3 (0:1) - ebenfalls wie in der Vorsaison nach Verlängerung. Trotz des zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichs durch Sebastian Prödl (59.) konnten die Werderaner im ersten Pflichtspiel unter Neu-Coach Robin Dutt nicht gewinnen.

Im Saarbrücker Ludwigsparksstadion setzten die Grün-Weißen zu Beginn auf Kontrolle. Mit viel Ballbesitz versuchten Fritz, Hunt und Co. Sicherheit in das eigene Spiel zu bringen. Doch das gelang nur in Ansätzen. Den ersten großen Aufreger gab es vor dem Kasten von Sebastian Mielitz: Nach einem Missverständnis zwischen dem SVW-Schlussmann und Sebastian Prödl hätte Marcel Ziemer den Ball beinahe im Werder-Tor untergebracht, doch Mielitz konnte die Abstimmungsschwierigkeiten mit einer guten Parade gerade noch ausbügeln (17.).

Mehmet Ekici, hier im Duell mit Christian Eggert, hatte die einzige Werder-Chance im ersten Durchgang. (Foto: nph)

Während den Werderanern im neuformierten 4-3-3 Spielsystem immer wieder Fehler unterliefen, lauerten die tiefstehenden Saarländer auf Konter – und wurden mit Chancen für Korte (24.), Göcer (27.) und Maek (30.) belohnt. In dieser Phase fehlte den Grün-Weißen Tempo und Genauigkeit im eigenen Aufbauspiel. Lediglich Mehmet Ekici setzte mit einem satten Distanzschuss in der 38. Minute ein Ausrufezeichen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte Nils Fischer dann für hängende Köpfe bei den Werderanern. Der FCS-Verteidiger hämmerte das Leder zum 0:1 in die Maschen (45.), nachdem zuvor Mielitz und Nils Petersen einen Freistoß nicht klären konnten.

Doch von dem Gegentreffer ließ sich das Team von Robin Dutt nicht unterkriegen. Nach der Pausenansprache starteten die Grün-Weißen energisch in Durchgang zwei. Eine Kopfballchance von Prödl (47.) und ein Distanzschuss des für Füllkrug eingewechselten Marko Arnautovic (52.) dokumentierten die Offensivbemühungen der Bremer. Angefeuert von den rund 3.000 mitgereisten Werder-Fans und Dutt, der seine Mannschaft aus der Coaching-Zone dirigierte, kämpften sie sich zurück ins Spiel. Prödl sorgte mit einer Kopie des Führungstreffers folgerichtig für den verdienten Ausgleich (59.). Nach einer Ecke von Ekici drosch der Österreicher den Ball ins Tor. Nur Sekunden zuvor war Cedric Makiadi per Kopf am FCS-Keeper Ochs gescheitert.

Clemens Fritz freut sich über den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer von Sebastian Prödl. (Foto: nph)

In der Folge entwickelte sich ein temporeicher, spannender und völlig offener Pokalfight. Mit gleich zwei Glanztaten verhinderte Mielitz einen erneuten Rückstand. In der 71. Minute behielt Werders Nummer eins gegen den allein auf ihn zustürmenden Korte die Nerven und parierte anschließend auch gegen Ziemer (78.). Im Gegenzug hatte Arnautovic die Riesenchance: Zentral vor dem Tor und völlig freistehend vergab der österreichische Nationalspieler die mögliche Führung. Nur Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit war es erneut "Miele", der Werder mit einem großartigen Reflex gegen den freistehenden Göcer im Spiel hielt.

Und so musste die Verlängerung einen Sieger der Partie hervorbringen - in die der 1. FC Saarbrücken mit einer Doppelchance (96./97.) besser startete. Im heißen Ludwigsparkstadion wollten beide Teams unbedingt den Einzug in die zweite Runde. Prödl hatte mit einem Kopfball in der 103. Minute die beste Chance auf Seiten der Bremer, doch erneut kurz vor dem Seitenwechsel trafen die Gastgeber. Ein Distanzschuss von Tim Stegerer fälschte Kapitän Clemens Fritz unglücklich ab - Mielitz blieb keine Abwehrchance (105.).

Und das war noch nicht der Schlusspunkt: Marcel Ziemer vollendete acht Minuten vor dem Abpfiff einen Konter der Hausherren zum 1:3-Endstand. Nach dem Ausscheiden bei ähnlich heißen Temperaturen und ebenfalls in der Verlängerung im Vorjahr gegen Preußen Münster, muss Werder auch 2013/14 mit einer Auftaktniederlage im DFB-Pokal in die Saison starten. 

Von Yannik Cischinsky

 

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