Petersen schmunzelnd: "Bayern gar nicht auf Punkte in Bremen angewiesen"

Hofft auf einen erfolgreichen Einsatz gegen die Münchner am Samstag: Nils Petersen.
Profis
Donnerstag, 27.09.2012 // 18:34 Uhr

Doch auch der Stürmer weiß, dass jede Serie mal ein Ende hat. Und darauf ruhen auch seine Hoffnungen am 6. Spieltag. „Vielleicht sind sie am Samstag gegen uns mal dran. Irgendwann hängt man im Laufe einer Saison etwas durch. Ich hoffe, dass die Zähler in Bremen bleiben", so der gebürtige Wernigeröder, der sich jedoch bewusst ist, dass auf die Werderaner ein ganz großer Brocken wartet: „Sie haben sich vor der Saison überragend verstärkt. Davor muss man den Hut ziehen. Ich hoffe, dass die Bayern einen schlechten, wir einen guten Tag erwischen. Wir sollten zusätzlich hinten stabil stehen, dann kann was gehen." Außerdem habe die junge Werder-Mannschaft nach dem Erfolg im Breisgau erst recht Rückenwind bekommen und möchte vor eigenem Publikum ungeschlagen bleiben.

Werder gegen Bayern - für Nils Petersen hat dieses Spiel einen besonderen Stellenwert, geht es doch gegen den Verein, bei dem er noch bis 2015 unter Vertrag steht. Doch in dieser Saison schnürt der 23-Jährige die Fußballschuhe für den SV Werder - als Leihgabe. Dabei scheint der Gegner am Samstag im Weser-Stadion fast übermächtig zu sein. Ob DFB-Pokal, Champions League oder Bundesliga: Der FC Bayern hat in dieser Saison ausnahmslos Siege eingefahren. „Die Bayern sind richtig gut drauf zurzeit. Sie haben noch keinen Punktverlust, das geht eigentlich gar nicht! Die sind doch gar nicht mehr auf Punkte in Bremen angewiesen", äußert sich Petersen mit einem Schmunzeln über die Siegesserie des Spitzenreiters aus München.

Inwieweit Nils Petersen selbst einen Teil dazu beitragen kann, dass es am Samstag, so gegen 17.20 Uhr, nur lachende grün-weiße Gesichter gibt, weiß nur Cheftrainer Thomas Schaaf: „Nils hat in letzter Zeit viele Meter gemacht, ich wollte ihm in Freiburg daher eine Pause gönnen. Ich kann jetzt noch nicht sagen, wer gegen Bayern spielen wird", lässt sich der Bremer Übungsleiter wie immer nicht aus der Reserve locken. Petersen selbst sagt: „Ob ich spielen werde, wird sich noch zeigen." Er weiß, dass die Konkurrenz in vorderster Front des Bremer Spielsystems nicht geringer geworden ist. Joseph Akpala erzielte in Freiburg den wichtigen Ausgleichstreffer. „Ich freue mich über das Tor von Joseph. Es war aber auch für das Team extrem wichtig. Wir werden uns beide in den nächsten Wochen zu starken Leistungen hochpushen", so der 23-Jährige.

Am besten schon gegen den FC Bayern, zu dem Werders Nummer 24 „ein gutes Verhältnis pflegt, egal ob Kollegen oder Funktionsteam. Auf das Wiedersehen freue ich mich schon sehr." Doch Petersen hat im Vorfeld dieser Partie noch mit keinem Bayern-Akteur gesprochen. „Der Flachs kommt aber noch die Tage, ganz sicher."

von Timo Volkmann und Michael Rudolph